Gerät Ditib wirklich unter Druck?

Kein Islamverband hat sich so erfolgreich in Deutschland eingenistet, wie die von Erdogan beauftragte Ditib. Mit Unterstützung der Bundes- und Landesregierungen, Bürgermeister und Stadträten konnten die türkischen Islamisten fast überall dort, wo mindestens drei Moslems vermutet wurden, Moscheen bauen und Gemeindezentren eröffnen und die reinen Lehren des Korans verkünden.

Nach der Spitzelfaffäre nun aber scheinen einige Politiker aufgewacht zu sein. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Das Bundesinnenministerium hat die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) aufgefordert, den gegen sie erhobenen Vorwurf der Bespitzelung und Denunziation aufzuklären. „Grundsätzlich ist die Erwartungshaltung des Bundesinnenministeriums, dass sich die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion an der Aufklärung der Vorwürfe konstruktiv beteiligt und für Transparenz sorgt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Onlineausgabe). „Die Überprüfung der Sicherheitsbehörden zu den im Raum stehenden Vorwürfen gegen Imame der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion dauern an, unter anderem ob die vorgeworfene Berichterstattung der Imame strafrechtlich relevant ist. Durch die hierfür zuständigen Länder wird zu bewerten sein, ob auch aufenthaltsrechtliche Konsequenzen zu ziehen sind.“ Eine politische Einflussnahme oder Instrumentalisierung durch die Türkei sei „nicht hinnehmbar“, fügte der Sprecher hinzu. Und integrationspolitisches Ziel sei, „dass sich Moslems in Deutschland, die zu einem großen Teil Migranten sind oder Migrationshintergrund haben, mehr und mehr als Teil der deutschen Gesellschaft verstehen“.

Allerdings sei die Ditib „der mit Abstand größte Zusammenschluss von Moscheegemeinden in Deutschland“. Deshalb sei es „gerade in der derzeitigen Situation notwendig, im Gespräch zu bleiben“. Im Dezember war bekannt geworden, dass die türkische Religionsbehörde Diyanet Ditib-Imame aufgefordert hatte, Anhänger des oppositionellen Predigers Fethullah Gülen zu melden.

Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga hatte zuletzt eingeräumt, dass dies zumindest in Einzelfällen geschehen sei. Die Ditib untersteht der Diyanet. Ditib-Imame werden von der Türkei ausgesucht und bezahlt.

Auch Frau Klöckner von der CDU meldet sich mal wieder zu Wort. Die dts-Nachrichtenagentur weiter:

Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner hat sich dafür ausgesprochen, die staatliche Zusammenarbeit mit dem Islamverband Ditib zu beenden. Unter den jetzigen Bedingungen könne Ditib „kein Partner für unseren Staat sein“, sagte Klöckner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Abhängigkeiten, die Einflussnahmen durch den türkischen Staat sind zu groß. Wir holen uns sonst die türkischen Probleme, die die türkische Gesellschaft spalten, auch in unser Land.“ Imame der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion – kurz Ditib – sollen im Auftrag der türkischen Regierung Informationen über mutmaßliche Anhänger des Predigers Fethullah Gülen an Ankara geliefert haben. Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga hatte das in der „Rheinischen Post“ zunächst bestätigt.

Später wurde auf der Webseite des Verbands eine „Richtigstellung“ veröffentlicht. Darin hieß es nur noch, die Vorwürfe würden ernst genommen und von Ditib weiterhin untersucht. Klöckner nannte es „nicht akzeptabel“, dass Ditib-Imame Informationen über mögliche Gülenanhänger an die türkischen Geheimdienste weitergeben.

„Hier stellen sich Funktionäre eines Moscheeverbandes in den Dienst der türkischen Regierung, einer politischen Partei und spionieren andere aus“, sagte sie. „Das Ausspionieren kann gravierende, gefährliche Folgen für die Betroffenen haben.“ Die türkische Regierung sieht in Gülen den Drahtzieher des Putschversuchs vom Juli 2016. Ditib ist der Dachverband der rund 900 türkisch-islamischen Vereine in Deutschland.

Laut Satzung gibt es enge – auch personelle – Verbindungen zum staatlichen türkischen Religionsamt Diyanet in Ankara.

Diese Spionagesache ist das eine Ding, die Islamisierung Deutschlands, die dieser Verband aggressiv und expansiv wie kein anderer organisiert, ist die viel wichtigere, weil gefährlichere Sache.

Aber da traut sich natürlich kein Politiker ran. Es wäre wohl auch schon zu spät.

Foto: Ditib-Moschee Duisburg/ Metropolico.org/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

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