Grüner Zynismus: Cannabis gegen Videoüberwachung

Die Schamlosigkeit des Manuel Stock

Von Wolfgang Hübner

Die Grünen wollen nicht nur Nafris vor der rassistischen deutschen Polizei schützen und Sozialsex für erotisch Benachteiligte, sondern – in Frankfurt besonders penetrant – auch die Freigabe von Cannabis. Von diesem Begehren, das eine Beziehung zu den Freizeitgewohnheiten einiger grüner Funktionäre und Mitglieder haben könnte, lassen sie sich auch von noch so vielen kritischen Studien über die schädlichen gesundheitlichen und sozialen Folgen des Konsums dieses Rauschmittels nicht abbringen. Daran hat auch die krachende Wahlniederlage der Grünen beim den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr nichts geändert.
Gleich zu Beginn des neuen Jahres hat Manuel Stock, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Römer, in einem wahrscheinlich bestellten Interview mit der Frankfurter Rundschau seine Skepsis gegen mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum geäußert und den Ruf seiner Partei nach der Freigabe von Cannabis erneuert. Seine Argumente für letzteres sind altbekannt, überzeugender sind sie allerdings auch 2017 nicht geworden. Stock bedauert, dass die CDU nach wie vor das Projekt der Freigabe „sehr kritisch“ sehe, was übrigens mal ausnahmsweise für die in Frankfurt so erschlaffte CDU spricht. Der Interviewer stellt Stock dann eine Frage, die mitsamt der denkwürdigen Antwort im Wortlaut zitiert werden soll:
„Frankfurter Rundschau: Wären Sie bereit für einen Handel: Die CDU bekommt zusätzliche Kameras, die Grünen das Modellprojekt?
Stock: Ich bin gespannt, ob sich die CDU darauf einlassen würde.“

Auf eine provokative Frage antwortet der grüne Berufspolitiker also keineswegs mit Ablehnung oder gar Empörung, sondern in einer geradezu schamlos zynischen Weise: Solch einen widerlichen politischen Handel hält Stock nämlich seitens der eigenen Partei für absolut möglich, denn er sorgt sich lediglich darum, ob die CDU ebenfalls bereit dazu wäre.

Immerhin wissen die Leser nun, wie „ernsthaft“ der grüne Widerstand gegen Videoüberwachung tatsächlich ist: Für die legalisierte tägliche Dosis Haschisch lassen sich selbst Grüne auch mal von den Kameras an der Hauptwache oder anderen Orten filmen. Aber so lange man den grünen Cannabis-Wünschen nicht entsprechen will, leisten Stock und seine Partei hartnäckig Widerstand gegen den etwas verbesserten Schutz der Bürger vor Antänzern, sexuellen Übergriffen und Straßenkriminalität. Es wäre geschmeichelt, den Grünen Verlogenheit und Bigotterie zu unterstellen: Sie sind längst eine zutiefst verkommene, amoralische Vereinigung von zynischen politischen Spekulanten geworden.

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Pubic Domain

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