Genaues weiß man nicht – Das Problem der Temperaturmessung

Von Günther Vogl

Am 7.1.2017 meldete die Wetterstation von Jörg Kachelmann in Marienberg-Kühnhaide (Sachsen) einen Temperaturtiefstwert von Minus 31,4°C. Metromedia maß dort Minus 30,6°C. Also 0,8°C weniger. Und der Deutsche Wetterdienst registrierte an seiner eigenen Station in Marienberg gerade mal Minus 17°C! Ganze 14°C weniger !

Das ist erstaunlich.

Die Temperatur ist seit Ende der kleinen Zwischeneiszeit um das Jahr 1880 um rund 0,8°C gestiegen. Deshalb verfällt die Welt in Panik. Diese Differenz von 0,8°C entspricht genau der Differenz der beiden Thermometer von Kachelmann und Metromedia. Am selben Tag und am selben Ort! Von der Messung des DWD gar nicht zu sprechen.

Regelmäßig erfahren wir, daß das vergangene Jahr wieder mal das Wämste war. Auch wenn es den alten Rekord nur um 0,01°C überschritten hat. Das mag für einen Normalbürger plausibel scheinen, für jemanden mit naturwissenschaftlicher Ausbildung aber nicht. Denn der fragt sich sofort, wie genau man die Temperatur eigentlich mißt.

Wenn man die Temperatur an einem Thermometer mit einer Genauigkeit von 0,1°C mißt, dann kann ein Mittelwert nicht mit größerer Genauigkeit angegeben werden. Beispiel: der Mittelwert von 10,2°C, 10,5°C und 10,4°C ist nicht 10,367°C, sondern 10,4°C!

Dazu muß man nun wissen, daß die besten Thermometer vom 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts nur eine 1°C-Einteilung hatten. Die beste Auflösung, unter Laborbedingungen, beträgt daher ±0,25°C. Die Standard-Eimermessungen der Wassertemperatur hatten ebenfalls eine 1°C-Abstufung, auf britischen Schiffen waren es 2°C. Die beste Auflösung ist deshalb ± (0,25-0,5)°C.

Mit dieser Meßgenauigkeit kann eine Durchschnittstemperatur im hundertsel Grad Bereich nicht gemessen werden.

Deshalb wies Patrick Frank auf der 48. Konferenz der Wissenschaftler der World Fedaration im August 2015 darauf hin, daß die Klimaforscher die Messgenauigkeit der Instrumente ignorieren. Die Unsicherheits-Abschätzung zeigt, daß die Größenordnung der Änderung der globalen Lufttemperatur seit 1850 nicht genauer belannt sein kann als mit ±1°C vor 1980 oder innerhalb von ±0,6°C nach 1990, jedenfalls im 95%-Intervall.

Rate und Größenordnung der Temperaturänderung seit 1850 ist buchstäblich unbekannt.

Es gibt keine Unterstützung für jedwedes „beispiellos“ in den Aufzeichnungen der Lufttemperatur. Behauptungen über die höchste Temperatur jemals, selbst auf der Grundlage von 0,5°C-Differenzen, sind völlig unhaltbar und ohne jede Bedeutung. Es gibt in den Temperaturaufzeichnungen keinerlei Stützung für irgendwelche Notfälle bzgl. des Klimas. Außer vielleicht ein Notfall der scheinbaren Kompetenz der AGW-Konsens-Wissenschaftler.

Foto: Pixabay/ CC0 Public Domain

http://juwelen-magazin.com/2017/01/11/genaues-weiss-man-nicht-das-problem-der-temperaturmessung/

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