Eine epochale Reform des bundesdeutschen Krankenkassenwesens

Bei T-Online lesen wir unter dem 08.01.2017 Folgendes:

 Sex auf Rezept? Die Grünen-Abgeordnete Elisabeth Scharfenberg hält das für eine gute Idee. Pflegebedürftige und Behinderte sollten nach ihrer Ansicht in Zukunft Sex mit Prostituierten bezahlt bekommen.

Eine Finanzierung für Sexualassistenz ist für mich vorstellbar, sagte die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen der „Welt am Sonntag“. Die Kommunen könnten „über entsprechende Angebote vor Ort beraten und Zuschüsse gewähren“.

 Applaus für Frau Scharfenberg für ihren scharfsinnigen Vorstoß! Endlich richtet ein Mitglied unserer politischen Elite sein (bzw. ihr) Auge auch wieder auf das Wohl der bundesdeutschen Senioren, welches auf der Prioritätenskala unserer Regierenden seit geraumer Zeit (zugunsten der Fürsorge für unsere Gäste aus fernen, unterentwickelten Ländern) etwas ins Hintertreffen geraten ist (Stichwort: stetig zunehmende Altersarmut).

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Scharfenbergsche Anregung sehr bald von berufener Seite an der Spitze unseres Staatswesens (insbesondere von der Bundeskanzlerin, deren Herz ja bekanntlich nach der Linderung menschlichen Elends geradezu fiebert) aufgenommen und zügig umgesetzt wird.

Allerdings scheint das Konzept von Frau Scharfenberg noch gewisse Lücken in Bezug auf einige Aspekte aufzuweisen:

Während eine bundesweite Verwirklichung dieses Konzeptes ohne Zweifel ein Füllhorn von wiedererwachender Lebensfreude, psychischer (und physischer) Erleichterung und – so steht zu hoffen – Wiederherstellung von Vitalität und Gesundheit bei dem männlichen Teil der bundesdeutschen Seniorenschaft im Gefolge haben dürfte – was ist mit dem weiblichen Teil des Seniorenstandes? Die Gleichberechtigung der Frau ist eines der ehernen Grundprinzipien unserer modernen Gesellschaftordnung, welches auch im hier behandelten Kontext unbedingt gewahrt werden muss.

Aber: Woher nehmen wir in einem solchen Fall eine ausreichende Zahl an willigem (oder vielleicht besser ausgedrückt: „könnendem“) „Pflege-Personal“. Die psychischen Vorzüge einer – sagen wir 70-jährigen – Seniorin sind nicht unbedingt dazu angetan eine anatomische Reaktion zu fördern, welche im Zusammenhang mit der hier gegenständlichen medizinischen Behandlung unerlässlich ist.

Doch: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Für die Lösung dieses Problems fällt unser Blick auf unserer zahlreichen, vor Testosteron geradezu berstenden jungen Gäste aus afrikanischen Ländern. Es finden sich genügend Fälle „on record“ in denen Angehörige dieses Bevölkerungs-Elements  durch ihre libidinöse Not dazu getrieben worden sind, Seniorinnen in hohen Altersgruppen zu vergewaltigen. Hier böte sich nun eine Möglichkeit, sozusagen „mehrere Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen“:  Die jungen Leute würden einer geordneten Beschäftigung zugeführt (und könnten infolgedessen in der „Buchhaltung“ des Sozialstaates aus der Rubrik „Almosenempfänger“ in die der „gesellschaftlichen Nutzbringer“ überführt werden), das von ihnen gegenwärtig für die weibliche Sicherheit ausgehende Gefahren-Potential würde weitgehend entschärft und ein wesentlicher Aspekt der bundesweiten medizinischen Versorgung wäre in befriedigender Weise (hier ist keinerlei Doppeldeutigkeit beabsichtigt) abgedeckt.

Aber: Fragen über Fragen. Wie wird diese neue Variante der medizinischen Versorgung den Bedürfnissen von Senioren (beiderlei Geschlechts; s. o.) mit gleich-geschlechtlicher sexueller Orientierung gerecht? Wird sich hier williges Pflegepersonal in ausreichender Anzahl finden? Aus Mangel an tiefer gehender Erfahrung (auch hier wiederum keine doppeldeutige Absicht) in diesem Sektor der menschlichen Existenz, sieht sich der Autor dieser Zeilen leider außer Stande, hier eine befriedigende Antwort zu geben.  In den Reihen unserer politischen „Eliten“ scheint jedoch ein Stratum zu existieren, welches in der Lage sein sollte, hier einen allen Teilen gerecht werdenden Weg zu finden.

Eine letzte  Frage: Sieht der Scharfenbergsche Vorstoß lediglich ambulante Behandlung oder auch Hausbesuche als erstattungsberechtigt vor? Und was ist mit den Kosten des für zusätzliche Stimulierung unerlässlichen Alkoholikum (umgangs-sprachlich „Puffbrause“)?

Der Autor der vorstehenden Zeilen hofft, seinerseits einige entwicklungsfähige Denkanstöße geliefert zu haben und harrt nun im Zusammenhang mit diesen gesamten Themenkomplex vertrauensvoll auf die nächsten Schritte unserer genialen politischen Eliten.

Quo usque Tandem

Foto: Übersendet von Autor

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