Norwegen: Fußfesseln für abgelehnte Asylbewerber

Die norwegische Regierung will jetzt zu drastischen Maßnahmen greifen, um zu verhindern, dass sogenannte Flüchtlinge, die keinen Anspruch auf Asyl haben, einfach untertauchen.

Sie wollen sie mit Fußfesseln versehen, um sie überwachen zu können, berichtet express.uk

Allein im vergangenen Jahr verschwanden 5 482 Migranten aus ihren Asylzentren. Bei 69 Prozent von ihnen war der Asylantrag abgelehnt worden oder sie hatten keine Aufenthaltsberechtigung.

Der Sprecher des Justizministeriums Andreas Bondevik erklärt: „Jedes Jahr werden viele Asylbewerber abgelehnt. Sie müssen in ihre Heimatländer zurückkehren. Doch unglücklicherweise entziehen sie sich der Abschiebung. Deshalb ist es für die norwegischen Behörden wichtig, sie zu überwachen, bevor sie untertauchen können. Die Fußfessel ist eine gute Alternative zur Abschiebehaft.“

Im September hatte die norwegische Regierung angekündigt, 9000 illegale Migranten bis zum Ende des Jahres abschieben zu wollen.

Im Moment werden abgelehnte Asylbewerber, bei denen ein Fluchtrisiko besteht, ins geschlossene Trandum Center in Oslo gebracht.

Das Abschiebe-Zentrum war in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten. „Dort ist es schlimmer als im Gefängnis“, behaupteten die Gegner.

Die Migrationsministerin Sylvi Listhaug hatte die Vorwürfe scharf zurückgewiesen: „Die Migranten bringen sich ganz alleine in die Situation, indem sie versuchen ihrer Abschiebung zu entgehen oder den Behörden falsche Angaben gemacht haben. Der einzige Grund, das sie dort landen ist, dass eine Fluchtgefahr besteht. Trandum ist wichtig, um eine faire Einwanderungspolitik betreiben zu können. Außerdem gibt es dort viel Hilfestellung und eine finanzielle Unterstützung, wenn die Migranten freiwillig in ihre Heimatländer zurückkehren.“

http://www.express.co.uk/news/world/751049/Norway-24-hour-surveillance-migrants-thousands-vanish

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

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