Die allerdümmste Frage (Oder: der Zuwanderungs-Lolli)

In den öffentlichen Medien, aus dem Mund von Politikern wie auch aus dem der bundesdeutschen Gutmenschen-Gemeinde hört und liest man im letzter Zeit in zunehmendem Maße ein Frage, welche durchaus Aussicht darauf hätte, im Guiness-Buch der Rekorde als blauäugigste Frage aller Zeiten aufgenommen zu werden.

Diese Frage lautet: Gesetzt den Fall, wir begrenzen die Aufnahme von Asylsuchenden/Flüchtlingen in die BRD auf, sagen wir 200.000 per annum, und der Zweihunderttausenderste präsentiert sich an unserer Grenze – was geschieht dann?

Die Antwort auf diese Frage muss lauten: Er geht nach Belgien, Irland, Estland, Spanien oder einem anderen der 27 Staaten, welche, neben Deutschland, die Europäische Union bilden.

Die lassen ihn nicht in ihre Grenzen? Muss das unser Problem sein? Auf welcher logischen Basis (oder zufolge welchen Naturgesetz) muss Deutschland der rettende Hafen für alle Armen und Unterdrückten der Welt sein? Wir haben ja zu diesem Zeitpunkt bereits (Familien-Nachzug berücksichtigt) mindestens zwei Millionen von solchen Zuflucht gewährt.

Die Antwort kann auch lauten: Da die überwiegende Mehrzahl der Migranten der muslimischen Religions-Gemeinschaft angehört, kommt ein anders muslimisches Land seiner – eigentlich selbstverständlichen – Pflicht nach, seine(n) Glaubensbruder (-Schwester) aufzunehmen. Auf der Erde existieren 49 Staaten, in denen der Islam die vorherrschende (oder sogar die Staats-) Religion ist. Von diesen scheiden Irak, Syrien, Afghanistan, Libyen und Somalia aus, da die Flüchtlinge ja gerade den dortigen kriegerischen Verwicklungen entkommen wollen. Die Türkei, der Libanon und Jordanien haben ihr Aufnahme-Soll bereits (z. T. über-)erfüllt. Verbleiben 41 Staaten (mit teilweise sehr weiten verfügbaren Räumen), von denen erwartet werden könnten, dass sie in die Bresche springen.

Der Islam legt Wert darauf, sich selbst als „die Religion der Liebe“ zu etikettieren – hier bietet sich eine vom Himmel geschenkte Gelegenheit, dieses Postulat zu rechtfertigen.

Der Islam ist keine monolithische Einheit, die Muslime verschiedener Filiation bringen sich gegenseitig um (es ist also doch nicht so weit her mit der „Liebe“)? Dann lasst Flüchtlinge der sunnitischen Richtung in vorwiegend sunnitisch geprägte Länder gehen, und schiitische in solche mit ihnen affiner Bevölkerungs-Mehrheit. So etwas muss doch mit etwas Organisation möglich sein; immerhin verfügen die derzeitigen Flüchtlinge über genügend Grips und Tatkraft, um z. B. von Afghanistan oder Senegal aus den Weg nach Deutschland zu finden.

Die Antwort darf KEINESFALLS lauten: Dann lassen wir den eben auch noch herein, und den Nächsten, und den Nächsten – und so weiter, bis Deutschland sich in einen Flickenteppich von Parallelgesellschaften und eine Art von Jurassic-Park-Simulation verwandelt hat sowie gezwungen ist, den überwiegenden Teil seiner finanziellen Ressourcen für den Unterhalt seiner „Gäste“ plus (ein Aspekt, der meistens unter den Tisch gekehrt wird) Kontrolle und Reparatur des von diesen verursachten Chaos aufzuwenden.

Es ist mir völlig unverständlich, wie gewisse Kreise dieses Landes mit geradezu apostolischem Glaubenseifer das Konzept vertreten können, dass Deutschland ein Monopol darauf besitzt, das Elend der gesamten Menschheit zu lindern.

Es ist mir noch unverständlicher, dass man es diesen Kreisen erlaubt, ihre diesbezüglichen Phantasien auf dem finanziellen Rücken der gesamten Nation auszuleben.

Am unverständlichsten ist mir jedoch, dass ein Großteil einer Nation, die immerhin Leibnitz, Kant, Hegel, Schopenhauer hervorgebracht hat, sich kritik- und widerstandslos mit einem solchen, allen Regeln der Logik widersprechenden Konzept abfüllen lässt.

Foto: Autor

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