Falsch verstandene Integration

Ditib Lahr: Moschee Landesgartenschauattraktion – Dauerärgernis der Stadt?

(gh) – Dass der Lahrer Gemeinderat kaum seine von der Gemeindeordnung vorgegebene Aufgabe wahrnimmt und größtenteils durchgewunken wird, was aus dem Rathaus kommt, darauf reagiert die Bevölkerung nicht, wenigstens nicht öffentlich wahrnehmbar. Weniger bemerkt haben dürften die Lahrer, dass die Stadt das Fundament dieses Staates Deutschlands, nicht beachtet. Was aber hat das Land außer dem Grundgesetz? Dass nichts mehr Deutschland zusammenhält, seit Verfassung und Gesetze und internationale Abmachungen ignoriert werden, und zwar von oben herab, das lässt sich an der Abschaffung des Rechtsstaats ablesen. Auch in Lahr. Wie ist sonst zu erklären, dass der Ditib, ein an der kurzen Leine der Türkei geführter Verein in Deutschland, der dem Islam Plattform gibt u.a.mit Bau und Unterhalt von Moscheen, deren Grundstücke oft direkt der Türkei vermacht werden, in Lahr ein Gebaren an den Tag legt, welches auf gut Deutsch als Unverschämtheit eingeordnet werden müsste? Wie aber sind Reaktion und Antwort? Eher kriecherisch.

Anders ist die Haltung der Stadt Lahr gegenüber Ditib mit seinen Forderungen nicht erklärbar, welche in dem Resultat gipfelten, dass eine Organisation, die sich nach einer Ideologie ausrichtet, welche als verfassungswidrig eingestuft und verboten werden müsste, ein Baugelände für eine Moschee bekommt, die dann sozusagen als Pförtner der Landesgartenschau 2018 dienen kann und dies offenbar auch will, geht man auf einen Brief vom Dezember 2013 an den Gemeinderat und den Oberbürgermeister ein. Den Absendern hätte bekannt sein müssen, dass der Gemeinderat das Hauptorgan der Stadt ist und der Oberbürgermeister nur dessen Vorsitzender, ansonsten aber zu tun hat, was der Gemeinderat ihm aufträgt, auch wenn in Lahr das Wissen über diesbezügliche Zusammenhänge verloren gegangen scheint.

Bevor auf den Brief eingegangen wird, ein sehr wichtiger Hinweis, welcher in Deutschland unbekannt zu sein scheint bei Politik, Polizei und Justiz. Im Grundgesetz Artikel 8 heißt es:

„(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden“.

Im Grundgesetz Artikel 9 heißt es: „(1) Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.

(2) Vereinigungen, deren Zwecke oder deren Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufen oder die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, sind verboten“.

Es handelt sich um das Grundgesetz für das deutsche Volk. Von Demonstrationsrecht für Deutsche ist die Rede. Von Vereinen für Deutsche ist die Rede. Wenn also immer wieder über Demonstrationen von Ausländern in Deutschland zu lesen ist und von Vereinen von Ausländern, vor allem, wenn diese auch noch offensichtlich vom Ausland ferngelenkt werden, so dürfte es sich wohl um Verstöße gegen das Grundgesetz handeln. Es könnte auch in Lahr nichts schaden, Erinnerungen an das Grundgesetz aufzufrischen. Auch nicht für einen Stadtrat der Linken, welcher dem Ditib in Lahr einen Brief schreibt und darin sozusagen eine Distanzierung von der Türkei fordert. Ahnungslos im Schuttertal der Ahnungslosen?

Er dürfte nicht das einzige Gemeinderatsmitglied sein, denn sonst hätte die Lahrer Antwort auf den Lahrer Ditib-Brief anders ausfallen müssen. Sage aber niemand, er kenne diesen Brief nicht! Denn in dem schreibt als „Vorstand“ im Dezember 2013 ein gewisser Hasan Babur:

„Nach langen Überlegungen habe ich mich dazu entschlossen, auch im Namen unserer Gemeinde, meinen Unmut über den aktuellen Stand unseres Projektes ,Neubau Kulturzentrum & Moschee‘ auf diesem Wege mitzuteilen“. Mit Verlaub, was hat die Stadt Lahr mit einem Verein zu tun? Treten denn die verschiedenen Kirchen, selbst die, welche mehr als Vereinsstatus haben, auf diese Weise gegenüber der Stadt auf? Die Stadt ist in keinster Weise gegenüber einem Verein anders verantwortlich wie zu allen anderen Vereinen. Dann spielt der Schreiber die Karte der „Integration“ aus, wobei er offenbar irrtümlich meint, die Lahrer hätten sich auch zu integrieren. Wer in dieses Land gekommen ist, hat sich anzupassen. Wem das nicht passt, der hat ja die Möglichkeit, sich ein passenderes zu suchen. Deutschland hat keine Bringschuld gegenüber Einwanderern, die weiter geht als gegenber allen anderen Bürgern.

Es spricht nicht für Integration eines Hasan Babur, wenn er scheibt: „Die Stadt Lahr war jedoch bis heute nicht in der Lage, uns ein geeignetes Grundstück zur Verfügung zu stellen“. Wieso sollte sie? Ist es Aufgabe der Stadt Lahr, einem vom Ausland gelenkten Verein ein Grundstück zur Verfügung zu stellen für Mission in Namen und Auftrag einer möglicherweise als verfassungswidrig anzusehenden Organisation? Sollte eine organisierte Ideologie, welche manche Beobachter für faschistisch halten, sogar eine besondere Rolle für die Landesgartenschau 2018 einnehmen? Oder wie ist das zu verstehen, wenn es in dem Brief an die Stadt heißt: „Zu Beginn der Planungen war im Gespräch, dass etwas Einmaliges entstehen soll. Nämlich eine Landesgartenschau, in der auch die türkische  Gemeinde mit integriert ist“.

Was soll das denn? Entweder die Moscheetürken sind in Lahr integriert oder sie sind es nicht. Dem Brief nach zu urteilen sind sie es nicht, sondern beanspruchen eine Sonderrolle. Was hat die auf einer Landesgartenschau verloren? „In diesem Zusammenhang wurde uns ein entsprechendes Grundstück in Aussicht gestellt“, schreibt Babur. Geht’s noch? Wenn es stimmt, was da steht, wie kommt die Stadt dazu, diesbezügliche Versprechungen zu machen? Die Anklage gegen die Stadt geht weiter, weil diese „nicht in der Lage ist, uns geeignete Alternativen zu zeigen“. In welcher Welt lebt die Lahrer Ditib? In einer Parallelwelt?

Die Stadt hat Ditib nicht zu versorgen mit einem „würdigen Platz“ und ist auch nicht dafür verantwortlich, „wo man uns sehen kann“ und der Standort „kein Versteck“ sei. Wie Deutschland funktioniert, scheint Hasan Babur nicht verstanden zu haben. Daran sind allerdings die Lahrer selbst schuld, welche vergessen haben, Ditib zu zeigen, wo und wie Bartel in Deutschland den Most zu holen pflegt. Dann könnte der „Vorstand“ nicht auf die absurde Idee kommen, dass eine Landesgartenschau in Lahr mit einer Moschee aufwarten müsse. Das ist das Gegenteil von „gelungener Integration“! Der Ditib-Verein versteigt sich sogar zu der Behauptung, die Moschee wäre eine „Attraktion“ und die Stadt um einen „Besuchermagneten reicher“. Wie läuft das denn so mit Kirchenbauten in der Türkei, geschweige in anderen islamischen Ländern? Werden die dort als „Attraktionen“ begüßt? Es ist wohl Zeit, Ditib in Lahr und auch anderswo auf den Teppich der Realität zurückzuholen. Wofür Moscheen in Deutschland schon gar nicht stehen: als Werbung für Deutschland, wie Babur das Land offenbar nicht verstanden hat.

Und so fordert er nicht ganz undreist in dem Brief sogar einen Bauplatz für die Moschee auf dem Landesgartenschaugelände. Wenn das nicht bescheiden ist! Man stelle sich vor: ein Messegelände in der Türkei mit landesweiter und sogar internationaler Ausstrahlung, das einen Kirchenbau als Attraktion hat. Klingt das nicht verrückt? Danach scheint kein Halten mehr: „Wo stehen wir in Lahr? Welchen Stellenwert haben wir? Sind wir hier erwünscht?“ Was hat eine Moschee mit dem Stellenwert von Migranten in Lahr zu tun? Selbst unter den Moslems in Deutschland geht nur eine Minderheit in eine Moschee, von denen es viele verschiedene Ausrichtungen gibt. Alles Ditib oder was in Lahr?

Niemand hindert irgendwelche Ausländer oder Migranten in Lahr, sich zu integrieren. Sie können hier leben, wie es hier üblich ist. Wer Sonderbehandlung fordert, wem dieses Land nicht passt, wie es ist, kann, um mit dem muslimischen Oberbürgermeister von Rotterdam zu sprechen, den Koffer packen! Der Islam, die Scharia stehen nicht über dem Grundgesetz! Vielleicht sollte auch ein Hasan Babur dieses einmal lesen. Dann müsste ihm klar sein, dass er sich in Deutschland befindet. Und auch Gemeinderat und Verwaltung von Lahr sind darin zu erinnern, denn wie sonst kommt der Ditib überhaupt auf die Idee, mit einem Brief so auf den Putz zu hauen? Das Ergebnis lässt sich am jetzigen Moscheestandort bewundern. Es scheint, da entsteht jetzt mit Hilfe der Stadt ein Dauerärgernis. Mit Integration hat dies nichts zu tun. Lahrer Einfalt im Quadrat.

Foto: Privat

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