Nuhr-Portrait nicht erwünscht vom GEZ-Funk

Foto: Carschten/Wikipedia/ Von Carschten, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13264820

Eines vorweg: Der Kabarettist Dieter Nuhr ist seit etwa zwei Jahren einer der übelsten AfD- und Pegida-Basher unter den deutschen Satirikern. Er betreibt dies geradezu wahnhaft, so dass man es nicht mehr damit „entschuldigen“ kann, er wolle seinen Futtertrog am öffentlich-rechtlichen Sendeplatz erhalten. Sein Jahresrückblick am Sonntag um 18:30 Uhr in der ARD beispielsweise strotzte nur so vor völlig realitätsverfremdenden humorfreien Tiefschlägen gegen Petry, Gauland, Höcke & Co. Daher ist es nur ein gerechter Ausgleich, dass ihn jetzt die politkorrekte Keule selbst erwischt hat: Wegen „zu starker Religionskritik“ strahlte kein einziger öffentlich-rechtlicher Radiosender ein Portrait über ihn aus.

(Von Michael Stürzenberger)

Der freie Autor und Journalist Rainer Praetorius hatte einem Radiosender dieses Portrait angeboten, der es dann aber nach Begutachtung ablehnte, da es „zu religionskritisch“ sei. Praetorius fragte daraufhin bei allen anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland nach, aber keine einzige traute sich an dieses Thema heran. So konnte dieser Journalist selbst erfahren, wie groß die Selbstzensur in unserem Land ist, wenn es um den Islam geht. Letzten Endes hat die Giordano-Bruno-Stiftung dann die Fertigstellung unterstützt und mit dem ironischen Hinweis „Nu(h)r nicht senden“ veröffentlicht. Auf ihrer Internetseite beschreibt die Stiftung das Abblocken des GEZ-Funks:

Mit immer neuen Begründungen wurde sein Manuskript abgelehnt. Bei aller Vielfalt der Begründungen schien laut Praetorius eines immer wieder durch: Die Ablehnung erfolgte zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auch deshalb, weil die Redakteure die im Feature geäußerte Religionskritik scheuten.

Natürlich ging es in erster Linie um den Islam. Nuhr hatte sich vor Jahren als einer der ersten Kabarettisten an dieses heiße Thema herangewagt und ohne Scheu die Gewaltproblematik dieser „Religion“ aufgezeigt. Er hatte den Koran gelesen und hielt sich nicht zurück, dessen Hassbotschaften öffentlich zu kritisieren. Dies wird auch in dem Portrait ausführlich dargestellt (Minute 5:44-7:12), was mit Sicherheit zu dieser Zensur führte, denn diese kompakte Zusammenfassung ist richtig knackig. Herrlich amüsant auch Nuhrs ironische Beschreibung der Vorstellungswelt von islamischen Selbstmordattentätern (12:05-14:10). Ganz wichtig seine Feststellungen, dass sich der Islam nicht vom sogenannten „Islamismus“ unterscheiden lasse (16:25-17:05) und der „radikale Islamismus“ und der Faschismus viele Gemeinsamkeiten aufweisen (17:03-17:24).

Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, verteidigt Dieter Nuhr in dem Portrait auch vehement gegen den Vorwurf der „Hasspredigt“, den ein Moslem in einer Strafanzeige gegen Nuhr vorgebracht hatte. Schmidt-Salomon pflichtet Nuhr in seiner Islamkritik bei (7:45-12:05 und 14:14-15:32).

Das insgesamt 50-minütige Portrait, das auf der Internetseite der Giordano-Bruno-Stiftung und auf Youtube zu hören ist, beinhaltet aber nicht nur Licht, sondern auch Schatten.

So stellt Schmidt-Salomon zwar den von Khomeini ins Feld gebrachten Kampfbegriff „Islamophobie“ zur Unterdrückung von Islamkritik richtig dar (17:34-18:35), wendet ihn aber selber gegenüber Pegida an. So behauptet er, dass es im Pegida-Umfeld „übergroße Ängste“ vor der Islamisierung gebe, da man dort in Diskussionen von einer vollendeten Islamisierung Europas „in den nächsten zwei bis drei Jahren“ ausgehe. Woher er dieses Zeitfenster haben will, sagt er nicht. Schon die Formulierung „aus dem Pegida-Umfeld“ ist völlig schwammig. Vielleicht wurde mal wieder eine einzige Stimme unter den vielen tausend Spaziergängern in Dresden als repräsentativ für die Bewegung dargestellt.

Schmidt-Salomon und Nuhr vergleichen auch die Gewalttaten, die im Mittelalter von skrupellosen, selbstsüchtigen und machtorientierten Kirchenfunktionären in einem wirklichen Missbrauch des Christentums begangen wurden, mit dem Dschihad des Islams. Dies ist faktisch unzulässig, denn die Gewalt ist im Islam von Anfang an durch Mohammeds Taten sowie die Schriften Koran und Hadithe fester Bestandteil. Im Gegensatz zum Christentum, bei dem Jesus als Verkünder Gewalt strikt ablehnte und im Neuen Testament kein einziger Gewalt- oder Tötungsbefehl zu finden ist.

Amüsant, wie Dieter Nuhr beschreibt, dass er sich von linken Kollegen wegen seiner Islamkritik vorwerfen lassen musste, „rechts“, „rassistisch“ und „ausländerfeindlich“ zu sein, was bei Nuhr natürlich völlig absurd ist (21:23-22:02). Nachdem er AfD, Pegida und Trump wie ein Besessener niederzumachen versucht, ist er wohl ein zutiefst Linksverstrahlter, der wirklich davon überzeugt ist, politisch missionieren zu müssen. Interessant seine Erzählung über türkische Taxifahrer in Berlin, die ihn ermutigten, auf jeden Fall weiterzumachen und ihn immer wieder kostenlos mitnahmen (22:03-22:19). Das dürften Aleviten oder Atheisten gewesen sein, denn türkische gläubige Moslems dürften ihn eher hinauswerfen, wenn nicht Schlimmeres.

Foto: Carschten/Wikipedia/ Von Carschten, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13264820

http://www.pi-news.net/2017/01/nuhr-portrait-nicht-erwuenscht-vom-gez-funk/

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