Die herbeifantasierte „Realität“ der Frankfurter Rundschau

Medienkritik (Foto: Collage)

Linker Kampfjournalismus, einmal näher betrachtet

Von Wolfgang Hübner

Nicht nur die Grünen-Vorsitzende Simone Peter hat ein Problem mit den Ereignissen an Silvester 2016, sondern auch diejenigen, denen der provokative bundesweite Aufmarsch der „Nafris“ nicht in ihre weltanschaulich verzerrte Sicht auf die Realität passt. Dabei darf selbstverständlich die stets an der Spitze des links-grünen „Fortschritts“ marschierende Frankfurter Rundschau (FR) nicht fehlen. Auch diese einstmals verdienstvolle, längst aber ökonomisch und journalistisch arg heruntergekommene Zeitung musste wohl oder übel auch über das Geschehen am Silvesterabend in Frankfurt berichten. Jedoch unterschieden sich ihre Schilderungen auffallend deutlich von denjenigen anderer lokaler Medien. Denn in Frankfurt, das ist ein echtes FR-Problem, erscheinen noch drei andere Zeitungen. Keine von denen steht übrigens im Verdacht rechtspopulistischer Sympathien, im Gegenteil.
Allerdings sind dort noch immer Journalisten beschäftigt, die im Blick auf ihre Leser unschöne Tatsachen und Realitäten nicht völlig ausblenden wollen und können.

Deshalb mussten die Berichterstatter der FAZ, der Frankfurter Neuen Presse sowie der BILD-Zeitung darüber schreiben, dass erstens sehr viel weniger Menschen zu den traditionellen Silvesterfeiern auf und um den Eisernen Steg als im Vorjahr gekommen waren. Und sie berichteten auch über die große Zahl von meist über den Hauptbahnhof angereisten jungen Männern vorwiegend nordafrikanischnahöstlicher Herkunft. Diese wurden von der Polizei wie der Bundespolizei mit guten Gründen nicht nur genau beobachtet, sondern auch gezählt: Rund 1.900 sollen es demnach gewesen sein.
Dank der massiven Sicherheitsmaßnahmen und der hohen Polizeipräsenz kam es nicht zu den vielen sexuellen und kriminellen Übergriffen wie an Silvester 2015. Das lag nicht zuletzt schlicht daran, dass sich nur wenige Frauen, ob in Begleitung oder gar allein, in die Feierzone gewagt hatten. All das nahm die BFF-Fraktion zum Anlass einer kritischen, aber von den Tatsachen und Augenzeugen gestützten Stellungnahme, die auch der FR zuging. In der Redaktion der Zeitung sorgte das für den seit vielen Jahren bekannten Unmut: Diese Sicht der bösen „Rechtspopulisten“ durfte nicht unbeantwortet bleiben. Ein Fall also für FR-Mitarbeiter Danijel Majic, der darauf spezialisiert ist, überall den Pesthauch des nahenden Faschismus wahrzunehmen und dessen Protagonisten zu denunzieren.
Herr Majic richtete eine ganze Reihe Fragen an die BFF-Fraktion bezüglich ihrer Stellungnahme. Diese Fragen wurden nicht ignoriert, sondern höflich und auch erschöpfend beantwortet. Doch natürlich ahnte die BFF-Fraktion bereits, was der tapfere Streiter für die linke Oberhoheit über die Realität im Schilde führte. Und mit dem Majic-Artikel in der Ausgabe der FR vom 4. Januar 2017 wurde diese Ahnung auch prompt bestätigt. Schon die Überschrift „Herbeifantasierte ‚Flashmobs‘“ zeigte die Richtung an. Und in der Unterzeile „Polizei widerspricht rechten Darstellungen zur Silvesternacht in Frankfurt“ stellte Majic eine Behauptung auf, die er dann im Text nicht beweisen kann. Vielmehr muss auch der FR-Schreiber widerwillig zugeben, dass etwa 1.900 gezählte und beobachtete Anreisende „augenscheinlichen Migrationshintergrund hatten“.
Nach allen vorliegenden Berichten waren es nun einmal keine jungen Männer mit chinesischem, polnischem oder italienischem Migrationshintergrund, sondern solche aus Nordafrika und Nahost, also dem islamischen Kulturkreis. Nichts anderes hatte die BFF-Stellungnahme, von Augenzeugen bestätigt, behauptet. Auch die Tatsache, dass sehr wenige Frauen sich in das Silvestergetümmel gewagt hatten, wird schon allein von der radikal gesunkenen Zahl der Besucher in der Feierzone beglaubigt. Aber mit unbequemen Fakten hat es ein „Antifa“-Kämpfer wie Majic nicht so gerne. In seiner Beweisnot zitiert er die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Frankfurt: „Vom Gefühl her waren es schon weniger Frauen als in den letzten Jahren. Seriöse Angaben dazu haben wir aber nicht. Das beruht, wie gesagt, auf Gefühl, nicht auf Tatsachen.“
Die Pressesprecherin sagt also faktisch: Wir haben zwar die anreisenden jungen Männer mit Migrationshintergrund gezählt, nicht aber die Frauen in der Feierzone. Aber wir haben das Gefühl (sie meint wahrscheinlich: Eindruck), dass weniger Frauen als früher dabei waren. Dieser Eindruck wird von den Berichten in den drei anderen Zeitungen sowie Augenzeugen bestätigt. Fassen wir zusammen: Die BFF-Fraktion hat in ihrer Stellungnahme überhaupt nichts „herbeifantasiert“, sondern Tatsachen wiedergegeben und kommentiert. Diese Kommentierung mag Herrn Majic und der FR nicht gefallen. Es würde die BFF-Fraktion übrigens auch sehr irritieren, wenn es anders wäre.
Doch die Realität ist inzwischen längst der zuverlässigste und unschlagbarste Verbündete der verhassten „Rechtspopulisten“. Deswegen müssen nicht sie, sondern Herr Majic und die FR etwas „herbeifantasieren“ – nämlich eine angebliche Fälschung der Tatsachen durch BFF und AfD. Ein wenig geschwollen ausgedrückt könnte man das als ‚postfaktischen Fantasiejournalismus‘ bezeichnen. Doch das wird von den antifaschistischen Sensibelchen der FR bestimmt bereits als „Hate-Speech“ gewertet. Das Jahr ist aber viel zu jung, um solchen Schrecken zu verbreiten. Gönnen wir also Majic und der FR die Flucht in ihre links-grünen Fantasien. Denn die Realität wird für diese Mitmenschen tatsächlich immer unerträglicher, weil sie deren Ideologie Tat für Tag mehr demontiert.

Foto: Collage

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