Claus Kleber und die „Nafris“-Debatte

Medienkritik (Foto: Collage)

Von P.I.News

Nachdem in der diesjährigen Silvesternacht wie in 2016 eine große Gruppe Nordafrikaner in Köln aufgelaufen war, die sich offensichtlich gezielt verabredet hatten, waren diese durch die Polizeikräfte vor Ort wegen ihrer nordafrikanischen Herkunft überprüft worden. Das stieß besonders der Grünen Simone Peter auf, die das als rassistisch empfand, und derzufolge eine anteilsmäßig gleich große Gruppe Vietnamesen, Schweizer, Uruguayer, Sinti und Roma und vor allem Deutsche auch hätte kontrolliert werden müssen. Nur anteilsmäßig gab es nicht so viele Deutsche und außerdem waren es vor allem Nordafrikaner, die aufgefallen waren 2015/2016, nicht die anderen Gruppen.

Sei’s drum, Simone Peter hatte ihren Rassismus, der ihre einzige politische Legitimation darstellt, denn in der Regel können Grüne nichts außer Moral und realitätsfern daherreden. Schwierig wurde es da für ihren Bruder im Geiste (sowohl was die Moral als auch was die intellektuelle Leistungsfähigkeit angeht), Claus Kleber.

Aus dem Umstand der eigentlichen Kontrolle heraus konnte Kleber gestern im heute-Journal keinen süßen Rassismus-Nektar mehr saugen, um sich dann wohlig (und hochdotiert) gegen die böse Welt zu stellen. Denn die Kontrollen waren durch die Reihe von der Bevölkerung als richtig verstanden und entsprechend gelobt worden. Aber da war ja noch was, wie hatte man die genannt, bei der Polizei? „Nafris“.

Das ist – nach Klaus Kleber – die Abkürzung für N(ord) afr(afrikanische) i(Intensivtäter). Skandal! Man nannte diese Menschen also vorweg „Intensivtäter“ und Kleber echauffierte sich daraufhin darüber (ab Minute 7:34), dass die Polizei in einem Tweet live damit „geprahlt“ habe, einige hundert „Nafris“ zu überprüfen.

Aus welchem Wörterbuch das ZDF diese Abkürzung hat, verrät der Kleber nicht. Er selbst sagt: „Inzwischen wurde uns beigebracht [sic!], dass Nafris für nordafrikanische Intensivtäter stehe“ und gibt damit unfreiwillig bekannt, auf welchen Wegen er zu seinen Erkenntnissen gelangt. Es wurde ihm beigebracht, das langt. Für Kleber.

Man kann „Nafri“ allerdings durchaus auch anders verstehen, nämlich einfach als Abkürzung für Nordafrikaner, und ich glaube, bei vielen war und ist das auch so, eingeschlossen der Polizei.

Die Endung „i“ bzw. „is“ im Plural wird vielfach gebraucht, es gibt Asis, als Asoziale, Buntis, Freunde der bunten Lebensweise oder Amis, Amerikaner. Bei keiner dieser Gruppen würde man daran denken, dass sie jetzt als Intensivtäter bezeichnet werden sollen. Übrigens gab es mal eine „Afri-Cola“, auch kein Spezialgetränk für Schwerverbrecher, sondern eine Cola mit afrikanischem Touch.

Wie bei „Amis“ zu sehen ist, fällt so eine Bezeichnung zwar etwas flapsig aus und ist damit den Bezeichneten gegenüber vielleicht nicht sehr respektvoll. Rassistisch ist sie aber nicht und vor allem bezeichnet sie keine „Intensivtäter“, wie es Kleber auswendig gelernt und dann behauptet hat. So einen Unsinn kann nur ein vom Leistungsprinzip ausgeklammerter Debiljournalismus zustande bringen, der die Grundlagen seines Berufes nicht mehr kennt und sich total in den Dienst seiner (geistigen) „Führung“ gestellt hat.

Vielleicht wird man später einmal die Angehörigen dieser Gruppe als „Klebris“ bezeichnen und damit mehrere bezeichnende Eigenschaften einfangen und zusammenfassen. Um alles in der Welt möchte ich so niemals genannt werden.

http://www.pi-news.net/2017/01/claus-kleber-und-die-nafris-debatte/

Foto: Collage

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