Arbeitslosengeld für dänische IS Kämpfer

Von Sarah Lund

Mindestens 36 Menschen, die Dänemark verlassen haben um sich der syrischen Terrorgruppe ISIS anzuschließen haben laut der dänischen Zeitung Ekstra Bladet Arbeitslosengeld erhalten.

34 der dänischen IS Kämpfer haben das staatliche kontanhjælp bezogen, während die anderen beiden Unterstützung in Form des sog. dagpenge, das aus einer Privatkasse stammt, aber staatlich subventioniert wird, erhalten haben.

Diese Zahlen wurden bekannt, nachdem die Zeitung Ekstra Bladet unter Bezugnahme auf das Informationsauskunftsgesetz eine entsprechende Nachfrage an das Arbeitsministerium gestellt hatte. Arbeitsminister Troels Lund Poulsen versprach sich sofort um die Angelegenheit zu kümmern.

„Das ist völlig inakzeptabel und eine Schande,“ sagte er gegenüber Ekstra Bladet.

Es ist nicht das erste Mal, dass es Berichte über dänische Dschihadkämpfer gab, die staatliche Unterstützung in Form von Arbeitslosenhilfe beziehen. Im Jahr 2014 hatte der Inlandsgeheimdienst PET aufgedeckt, dass mehr als zwei Dutzend Dschihadisten Arbeitslosenunterstützung bekommen hatten, während sie in Syrien an der Seite von ISIS gekämpft hatten.

In 29 Fällen forderten die Kommunen und die privaten Organisationen, die sog. A-Kassen, die das Arbeitslosengeld auszahlen, das Geld von den ISIS Kämpfern zurück. Insgesamt ging es damals um die Summe von 672.000 DKR, das sind umgerechnet 89.600 Euro.

Der PET schätzt, dass mindestens 135 Menschen Dänemark verlassen haben um in Syrien zu kämpfen. Dänemark ist bezogen auf die Bevölkerungsanzahl das Land, das die zweitgrößte Anzahl hinter Belgien an Kämpfern in Syrien hat.

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

Quelle: The Local

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