Die schlimmsten Schlagworte der staatlich kontrollierten Fake News Industrie 2016

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Diese beiden Herren leiden anscheinend ebenfalls an toxischer Maskulinität (Foto: Pixabay)

Von Thomas Böhm

Sie haben es mal wieder geschafft. Die deutschen Meinungsfürsten aus Politik und Medien konnten auch im ablaufenden Jahr mit einer Reihe von Schlagworten, die sie überall einsetzten und permanent wiederholten, den Bürger bei der Stange halten. Der Begriff „Schlagwort“ ist dabei wirklich zutreffend, wird doch die deutsche Sprache wie eine Keule verwendet, um den Untertanen den Rest des Verstandes aus dem Schädel zu prügeln.

Hier eine Liste der schlimmsten Schlagworte, die unsere Gesellschaft 2016 noch mehr gespalten, und Deutschland diese katastrophale Entwicklung beschert hat.

Flüchtlinge

Der wohl meist missbrauchte Begriff überhaupt. Er umfasst mittlerweile alles und jeden, der sich von A nach B bewegt und keinen deutschen Pass vorweisen kann. Die so genannten und bequemen Gutmenschen verwenden diesen Begriff, um ihr Gewissen zu bereinigen, ohne sich tatsächlich für die armen und verfolgten Menschen dieser Welt – die es eben nicht schaffen, das Paradies Deutschland zu erreichen, weil ihnen die Kraft und die Möglichkeiten dazu fehlen – zu engagieren.

Der Begriff „Flüchtling“ wird mittlerweile auch als Waffe eingesetzt, um unliebsamen, weil kritischen Geister, den Mund zu verbieten und sie aus der Gesellschaft auszusortieren.

Irgendwann bleibt den Asylkritikern wohl nichts anders übrig, als sich in einem anderen Land als „Flüchtling“ registrieren zu lassen.

Terrorist

Dieser überaus schwammige Begriff zeigt, mit welchen perfiden Mitteln Politik und Medien versuchen, die Bürger zu täuschen. Denn wobei denkt Otto-Normal-Medien-Verbraucher beim Begriff „Terrorist“? An die RAF, an Carlos, IRA oder die ETA?

Der Terrorismus ist lediglich, wenn auch gleichzeitig die brutalste Variante eines politischen Kampfes. Es muss also, wenn man sich der Wahrheit verpflichtet fühlt und aufklären will, immer der Hintergrund des Terrorismus benannt werden.

Aber in Deutschland will man ja lieber alles, was auf den Islam hinweisen könnte, verschleiern.

Diese Verallgemeinerung dient einfach nur dazu, die Wurzel allen Terrorübels, nämlich den Islam, politisch korrekt aus der Schusslinie zu bringen. Ein Ablenkungsmanöver, dass dazu führt, dass diese Demokratie alles andere als wehrhaft bleibt und dass sich der Islamterror in aller Ruhe hier in Deutschland, wie in fast allen anderen westlichen Ländern auch, breitmachen darf.

Weltoffenheit

Dieser Begriff ist wohl der heuchlerischste von allen. Es sind genau diejenigen, die ihn lieben, die zu Hause Fenster und Türen aus Angst vor Einbrechern fest verschlossen haben.  Dass diese weltoffenen Gutmenschen sich damit als fremdenfeindlich outen und jeden anderen Menschen, der nicht im Besitz ihrer Haustürschlüssel ist, unter Generalverdacht stellen, soll nur nebenbei erwähnt werden.

Nazi

Ein Begriff, der in seiner Beliebigkeit kaum noch zu übertreffen ist. Er wird von den Hirnlosen mittlerweile für jeden eingesetzt, der nicht rechtzeitig auf den Baum gekommen ist oder einem Nichtdeutschen den Parkplatz weggeschnappt hat. Dass damit die vielen Millionen Opfer der wirklichen Nazis verhöhnt werden, ist dabei ein mehr als bitterer Beigeschmack.

Multikulti

Hat eigentlich etwas mit „bunt“ und „Kultur“ zu tun, wird aber mittlerweile von den Smileys dieses Landes eingesetzt, um uns alle direkt ins finstere Mittelalter zu katapultieren. Denn durch die Islamisierung Deutschlands wird hier bald alles mit einem Grauschleier verhüllt sein, den nicht mal die Sonne der Freiheit durchdringen kann. „Multi-Kulti ist gescheitert“ erklärte uns die Kanzlerin bereits vor sechzehn Jahren, inzwischen hat sie eine ihrer berühmten Kehrtwenden hingelegt und den Begriff wieder hoffähig gemacht.

Instrumentalisierung

Ein überflüssigster Begriff, weil ihn sich die politischen Gegner wie einen Ping Pong Ball gegenseitig um die Ohren hauen. Jeder instrumentalisiert immer irgendetwas oder irgendjemanden.

Ganz besonders verlogen ist es, wenn Journalisten diesen Begriff verwenden, denn sie spielen die erste Geige im Orchester, sie instrumentalisieren jedes Ereignis und sei es noch so schön oder schlecht.

Warum das so ist: Journalisten geht es schon lange nicht mehr darum, Nachrichten zu verbreiten und Aufklärung zu betreiben. Zeitungsverlage sind Wirtschaftsunternehmen geworden, die auf Gewinnmaximierung fixiert sind und nebenbei die Propaganda der Regierung verbreiten müssen. Es geht also bei jeder Meldung in Wirklichkeit nur noch darum, den politischen und medialen Chefs den Wohlstand zu sichern und die Redakteure und Reporter, als lohnabhängige Handlanger dieses Systems, zu versorgen. Na, wenn das keine Instrumentalisierung ist!

Psychisch gestörter Einzeltäter

Mal abgesehen davon, dass dieser Begriff islamophob ist, weil er uns suggeriert, dass Moslieme, nur weil sie die Befehle des Korans befolgen, einen an der Waffel haben, oder der Islam religiöse Zuflucht für alle Irren dieser Welt ist, wird hier versucht, das „Phänomen“ des islamischen Terrors in homöopathische Teilchen zu zerkleinern. Mit der Fixierung auf den Einzeltäter soll unbedingt vermieden werden, dass der Bürger das schlimme Ganze, nämlich den Islam, dahinter vermutet.

Es darf einfach nicht sein, was ist – nämlich, dass all diese Einzeltäter austausch- und ersetzbare Soldaten sind – die im Auftrag ihres Kriegsherren Mohammed versuchen, die Welt zu erobern.

Religionsfreiheit

Auch so ein Begriff, der im Grunde genommen nur noch eine Frechheit ist. Denn er wird insbesondere von denen in Anspruch genommen, die ständig etwas zu Gunsten ihrer „einzig wahren“ Religion fordern und gleichzeitig die Freiheit der anderen Religionen einschränken wollen.

So paradox das klingen mag – eine echte Religionsfreiheit wird es in Deutschland nur geben, wenn dieses Buch, dass die anderen Religionen vernichten will, hier verboten wird. Vielleicht würden sich dann auch viele Strenggläubige wieder ein wenig freier fühlen.

Generalverdacht

Dazu erst einmal eine Anekdote: Ich kannte mal einen radikalen Linken, der bei den Grünen Mitglied war. Eines Morgens, als er beim Frühstück auf seinem Balkon saß, wurde er von einer Wespe gestochen. Sie konnte entwischen, er aber entdeckte in der Nähe ein Wespennest und ließ es von der Feuerwehr ausräuchern – Generalverdacht in seiner reinsten Form, oder?

Dieser Begriff ist zur stumpfen Waffe geworden, um den politischen Gegner mundtot zu machen. Und wir erinnern uns diesbezüglich an die vielen Schlagzeilen der linken Presse:

„Die fremden- und islamfeindliche Pegidabewegung“. Hier wurden mal ebenso rund 20.000 Bürger unter Generalverdacht gestellt, nur weil die Journalisten zu bequem waren, jeden einzelnen Teilnehmer nach seiner politischen Gesinnung zu befragen und dieses dann ordentlich, statistisch auszuwerten.

Und die etwas Beweglicheren unter uns, erinnern sich sicherlich daran, dass ganze Teams von internationalen Sportereignissen ausgeschlossen wurden, weil einzelne Sportler des Dopings verdächtigt wurden.

Also bitte schön: Immer erst vor der eigenen Tür kehren, bevor man den anderen eine Generalverdächtigung vorwirft.

Kommen wir nun zum Schluss zum allerschlimmsten Schlagwort des Jahres 2016:

Fake News

Er wurde ausgerechnet von denen auf den Markt geworfen, die ihre Existenz eben nur der Verbreitung von Falschmeldungen zu verdanken haben: Politikern und Journalisten.

Ich will Ihnen mal kurz erklären, wie diese täglichen Fake News, die die meisten deutschen Medien verbreiten, zustande kommen:

Ein Verleger ist eng mit einem hohen Tier aus der Politik befreundet. Der Verleger sorgt natürlich dafür, dass kein schlechtes Wort über seinen Freund und dessen Gesinnung an die Öffentlichkeit gerät. Entsprechend weist er seine Chefredakteure an, nur Gutes über seinen Freund zu erzählen. Diese Order wird selbstverständlich ausgeführt – man will ja nicht seinen Job verlieren – und gleichzeitig nach unten weitergereicht. Über die Ressortleiter und die Redakteure zu den Reportern, die dann entsprechend an der Wahrheit herumfeilen, bis diese dem Verleger und seinem Freund passend erscheinen.

Im Blatt erscheinen nun die Fake News, die uns eine Realität vorgaukeln, die in Wahrheit nur das wiederspiegeln, was in den Köpfen der Politiker und Journalisten fabriziert wurde.

Dass die Meinungsfürsten nun versuchen, diejenigen, die der Wahrheit auf der Spur sind, durch Gesetze, Verbote, Verordnungen und Strafandrohungen wieder in den Griff zu kriegen und ihre Monopolstellung bei Fake News mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen, lässt tief blicken: Sie haben panische Angst davor, dass die antiautoritäre, außerparlamentarische Gegenöffentlichkeit ihnen einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

Von daher sollten wir auch mal eins dieser ekelhaften Schlagworte benutzen: Wir schaffen das!

Und hier noch eine passende Floskelsammlung meines geschätzten Kollegen Alexander Kissler:

http://cicero.de/berliner-republik/nach-dem-anschlag-in-berlin-schluss-mit-dem-floskelbingo

Foto: Pixabay/CC0 Public Domain

 

 

 

 

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