Trügerische Hoffnung

Von Klaus Peter Krause

„Wir alle werden an der Zukunft wahrscheinlich nicht viel Freude haben“ – Die politischen Altlasten wiegen zu schwer

Einer von den vielen Menschen, die ich kenne, schrieb jetzt mir und anderen: „Liebe Freunde, das Jahr geht zu Ende und erscheint uns Deutschen, wie bisher im westlichen Teil überwiegend, ganz akzeptabel. Man könnte daher leicht vermuten, dass auch unsere Zukunft einen positiven Verlauf nehmen wird. Doch solche Hoffnung erscheint angesichts heraufziehender, bedrohlicher Vorboten trügerisch. Bereits vor zwei Jahren benannte ein guter, uns sehr freundschaftlich gesonnener Bekannter drei ernste Probleme.

1. Die ausufernden Staatsfinanzen, mit fehlendem Zinswert, sind eine tickende Zeitbombe (hierzu lehrt uns der geschichtliche Vergleich des zusammenbrechenden Osteuropas.)

2. Das verwirrende Experiment der Bildung mit seinen Zielen und Methoden. Dieses bis heute sich sogar verstärkende Desaster bedroht die Zukunft der Jugend und noch mehr unserer Wirtschaft. Damit werden wir in Naher Zukunft wehrlos den hoch trainierten und motivierten Asiaten aufgeliefert sein.

3. Die unprofessionelle Energiewende, die unser Land ärmer macht. Eine kritische Entwicklung nimmt aktuell die Energiesituation. Man hat das Spurengas Kohlendioxid durch unprofessionelle Simulation als Hauptkiller markiert, obgleich viele seriöse Wissenschaftler dieser Überzeugung begründet widersprechen. Auf einer unsicheren ideologischen Basis werden Billionen Euro für Subventionen in erneuerbare Energie hinausgeworfen und belasten wieder vor allem den ‚kleinen Mann’. Man gefährdet durch die erhöhten Energieerzeugungskosten unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie die Energieversorgung bei Elektrizität, durch die Instabilität der alternativen Energien, der fehlenden Leitungskapazitäten und der ausfallenden Basiserzeugung der konventionellen Kraftwerke.

Extreme Verschuldung, fatale Flüchtlingspolitik, staatliche Regelungswut

Diese Probleme bestehen unvermindert bzw. sogar verstärkt fort und weitere kamen dazu:

1. Durch die aktuelle extreme Verschuldung vor allem der EG-Staaten decken die jährlichen Steuereinnahmen weniger als 10 Prozent der Gesamtverbindlichkeiten der Staaten. Dabei wird unsozial in Kauf genommen, dass der kleine Sparer, die Pensionskassen, die Lebensversicherungen, die Stiftungen und weiter wichtige Institutionen ihre Einnahmen verlieren und in wirtschaftliches Chaos versinken. Dem Investor fehlt wegen des manipulierten Zinses, wie schon in der dunklen Vergangenheit von UDSSR und DDR, die reale Basis für eine verlässliche Kalkulation. Der Fachmann erkennt, welche schlimmen Folgen durch fehlgeleitetes Kapital entstehen kann.

2. Die fatale Flüchtlingspolitik, die den Willen der Bürger und teilweise sogar unserer Gesetze missachtet und unser Land destabilisiert.

3. Die staatliche Regelwut, welche die Bürger allenthalben bremst und unser Aller Leben extrem verteuert.

4. Die mangelnde Unterstützung von Jungunternehmern, denen man steuerlich keine Zukunftschance bietet und damit unseren Wohlstand durch eine zukünftig fehlende wettbewerbsfähige Wirtschaft bedroht.

Wie rigoros die USA mit Einreisenden verfahren

Zu unserer oben genannten fatalen Flüchtlingspolitik, die sogar in großem Maße das Einreisen von Personen ohne jegliche Dokumente erlaubt, möchte ich die Erlebnisse meines Freundes bei der USA-Einreise gegenüberstellen:

‚Interessant war die Einreise. Ohne maschinenlesbaren Ausweis, ohne Fingerabdruck  und ohne Foto kommt keiner rein. Man wird nach der Dauer und dem Grund des Aufenthaltes gefragt und ob man sich selbst versorgen kann. Dabei sind die Beamten der Einwanderungsbehörden nicht unfreundlich, aber sehr genau. Natürlich alles in Englisch. Das ganze findet in einer Halle statt, die mit dem Sternenbanner reichlich geschmückt ist.

Dass jeder Mensch einreist wie es ihm gefällt, mit tatsächlichen oder vorgeblichen Gründen und dazu mit Namen und einer Herkunft die niemand prüfen kann ist für die Amerikaner vollkommen undenkbar. Auch die Auszahlung von Sozialleistungen an Menschen, die noch nie etwas ins Sozialsystem eingebracht haben ist in den USA unvorstellbar.

Bemerkenswert auch der öffentliche Nahverkehr. In den S- Bahnen in Chicago „schwarz“ zu fahren ist nicht möglich. Der Zutritt zu den Bahnsteigen ist durch massive Drehkreuze gesichert und nur möglich wenn man ein Ticket besitzt, das elektronisch gelesen wird. Beim Verlassen muss man wieder durch ein entsprechendes System.

In den S-Bahnen und in der Regionalbahn in Deutschland hat die Bundesbahn es inzwischen aufgegeben zu kontrollieren. Man hat wohl Angst, sich mit den Horden junger Männer aus fremden Ländern, die natürlich der deutschen Sprache nicht mächtig sind, auseinanderzusetzen.’

Wir alle werden an der Zukunft wahrscheinlich nicht viel Freude haben, weil unsere Politik durch Schönfärberei, hochgezüchtete Ideologie und fehlende gesicherte Faktenbasis unsere Zukunft extrem gefährdet. Offensichtlich fehlen der Politik Einsicht, fachlicher Verstand, Sachlichkeit und der unbedingte Wille diese eigentlich hoch interessante, jedoch schwierige Zukunft unseres Volkes zu unser aller Wohl erfolgreich zu meistern.

Dieser Brief wurde verfasst, damit keiner nach diesen Zeilen wieder wie zum Beispiel vor 1989 beim Zusammenbruch der  ‚DDR’ sowie des gesamten Osteuropas  sagen kann, er habe nichts geahnt. Es gibt bereits zahlreiche Parallelen.“

Dazu kommen die schwindende innere Sicherheit und der verunglückte Euro

Der dies schrieb gehört zu den ganz normalen, vernünftigen Deutschen, die kritisch beobachten, was politisch geschieht und was nicht – um sie herum und mit ihnen selbst. Seinen Namen nenne ich nicht, weil ich nicht will, dass ihm Extremisten aus dem linken politischen Spektrum nachstellen, die auch vor Gewalttätigkeiten nicht zurückscheuen. Was in seiner Aufzählung fehlt, sind die schwindende innere Sicherheit in Deutschland – auch das (aber nicht nur) eine Folge der Merkel’schen „Flüchtlingspolitik“ – sowie das Festhalten an der verunglückten Eurowährung für Staaten, die dafür nicht geeignet sind. Das bevorstehende neue Jahr muss wieder einmal schwerste Altlasten mitschleppen. Man mag hoffen, aber erfüllen wird es sich nicht.

Symbolfoto: Pixabay/CC0 Public Domain

http://kpkrause.de/2016/12/28/trugerische-hoffnung/#more-6557

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