Wolfgang Hübner: Die Hetze der Hüter der „liberalen Ordnung“

Medienkritik (Foto: Collage)

Von Wolfgang Hübner

„Es gibt eine neue Übersichtlichkeit. Auf der einen Seite stehen die Islamisten, auf der anderen die Rechtspopulisten, dazwischen unter immer größeren Druck, die vertraute liberale Ordnung.“ Diese ebenso analytisch armselige wie aber auch offen hetzerische Lagebeschreibung von Nils Minkmar in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“ ist symptomatisch für die noch mächtige, jedoch immer stärker um ihre Dominanz fürchtende links-grün-liberale Elite in Politik, Medien und Gesellschaft Deutschlands.
Analytisch armselig und eine intellektuelle Bankrotterklärung ist die Reduzierung aller akuten Probleme auf den Gegensatz von Islamisten hier und „Rechtspopulisten“ dort. Dieser Gegensatz soll also in dem arg geschwächten Gehirn eines Qualitätsjournalisten seine geliebte und „vertraute liberale Ordnung“ gefährden – welch ein Kurzschluss! Nebenbei ist es von einer geradezu peinlichen Wehleidigkeit, wenn ein Lohnschreiber der Mächtigen als Reaktion auf den Berliner Massenmord kein anderes Problem erkennt als die Bewahrung jener „liberalen Ordnung“, die ihm Privilegien sichert, aber unter vielen Millionen Menschen zunehmend Unsicherheit, Angst und ohnmächtigen Zorn verbreitet.
Was einen Verfechter der „vertrauten liberalen Ordnung“, die in Berlin vor aller Welt gerade als System der organisierten Verantwortungslosigkeit demaskiert worden ist, vor allem kennzeichnet: Die Sorge um seine persönliche Befindlichkeit hat absoluten Vorrang vor dem Schicksal des Gemeinwesens und der Gemeinschaft, in dem und von der er lebt. Die beschworene „vertraute liberale Ordnung“ ist tatsächlich nichts anderes als der teure Maßanzug um den Körper des genusssüchtigen Egoisten, der sich seine hochbezahlte Weißwäschererexistenz um keinen Preis der Welt von der Aufregung um „südländische“ Sextäter und einige vom LKW zermalmte Terroropfer verderben lassen will.
Zur Aufrechterhaltung der „liberalen Ordnung“ gehört, das lässt sich aus vielen Texten und Reden ihrer Hüter nachweisen, die skrupellose Hetze gegen all jene, die sich mit den negativen Folgen und Konsequenzen dieser „liberalen Ordnung“ nicht abfinden wollen. Das sind selbstverständlich die bösen „Rechtspopulisten“. Die werden von Minkmar und anderen „Liberalen“ in demagogischer Weise gleichgesetzt mit Islamisten, die bekanntlich das Abschlachten Un- und Andersgläubiger propagieren und vor Massenmorden nicht zurückschrecken. Und damit nicht genug: Auch „Liberale“ mögen Angst vor dem islamistischen Terror haben, doch abgrundtief hassen tun sie nur die „Rechtspopulisten“, der für sie der eigentliche Feind ist.
Dabei tun diese „Rechtspopulisten“ nichts anderes, als mit den fatalen Illusionen und Lebenslügen der Profiteure der „liberalen Ordnung“ zu brechen, so lange noch Zeit dazu ist. Das geschieht nicht immer mit den feinsten Worten und manchmal auch unter der Gürtellinie. Aber es geschieht nicht mit Gewalt und schon gar nicht mit Mord und Totschlag, sondern im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Wer die Killerideologie der Islamisten mit unbequemen politisch Andersdenkenden gleichstellt, der ist nicht nur ein intellektueller Lump, sondern beweist auch, dass er ein totalitäres Verständnis seiner „liberalen Ordnung“ hat, also selbst ganz gewiss weder liberal noch ein Liberaler ist.

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