Det fiel mer uff (oder: Wenn das logische Denken wieder einsetzt)

Als Reaktion auf wachsende Unruhe in der bundesdeutschen Bevölkerung über die kontinuierliche Unterwanderung Deutschlands aus Weltgegenden mit prämodernen Gesellschafts- und Glaubenstrukturen, hat sich der Bundesinnenminister endlich bereit gefunden einen ersten Schritt in Richtung Abschiebung von Personen zu tun, bei denen – selbst unter Anwendung der (bereits wie Gummibänder gedehnten) Asylgewährungsgrundlagen „Asylartikel des deutschen Grundgesetzes“ und „Genfer Flüchtlingskonvention“ – mit dem besten Willen keine Berechtigung für eine solche Gewährung gefunden werden kann.

Im Zuge dieser Morgendämmerung sollten am 14.12 d. J. insgesamt 50 abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan dorthin abgeschoben werden, was in Bezug auf 37 tatsächlich gelang; 12 kamen zwischen dem Abschiebeentscheid und dem eigentlichen Abflugtermin „abhanden“, einer wurde durch höchstrichterliche Entscheidung „losgesprochen“.

Unter den tatsächlich nach Afghanistan Rückgeführten befand sich Samir Narang, ein 24-jähriger Angehöriger der in Afghanistan lebenden Hinduminderheit, welche – als nichtmuslimisches Bevölkerungselement – unter starker Diskriminierung in allen öffentlichen Bereichen zu leiden hat.

Einige Tage nach der Abschiebung Narangs sah ich auf einem der bundesdeutschen System-Kanäle (ich habe vergessen, welchem) ein – bereits in Afghanistan veranstaltetes – Interview mit diesem, in dessen Verlauf er seinem Wunsch Ausdruck gab, wieder nach Deutschland zurückkehren zu dürfen, da er in Afghanistan nicht leben könne. Nachdem meine Tränendrüsen sich von der, durch den ganzen Aufbau des Interviews beabsichtigten Massage erholt hatten, begann mein Gehirn wieder in den Denkmodus zu schalten und sich das Folgende zu überlegen:

Wenn der Mann ethnischer Hindu ist und (zumindest in Teilen Indiens) Artgenossen mit einem  kulturellen, religiösen sowie sprachlichen dem seinen entsprechenden Hintergrund vorfinden würde  – warum, in aller Welt, flieht er nicht nach Indien? Und, mit zunehmender Befreiung meines Gehirns von dem Mumienbinden der Gefühlsduselei kam mir diese Analogie in den Sinn:

In den Jahren direkt nach den Ende des zweiten Weltkriegs war das noch in Schlesien und Ostpreußen verbliebene ethnisch deutsche Bevölkerungselement (es muss hinzugefügt werden: nicht ohne vorausgegangene Veranlassung) von polnischer Seite massiver Drangsalierung ausgesetzt, welche einen Großteil der verbliebenen Reste zur Emigration veranlasste. Hätten Sie, geschätzter Leser, sich in dieser Situation befunden – wohin wären Sie ausgewandert? Nach Persien? Nach China? Oder nach dem noch verbliebenen Deutschland?

Worin nur liegt die Attraktivität der BRD begründet, welche Menschen aus den fernsten Winkeln des Erdballs über Land und Meer anzieht? Könnte diese Anziehungskraft irgendwie in den üppigen bundesdeutschen Sozialleistungen sowie in der Blauäugigkeit eines Großteils der Deutschen begründet sein?

Werter Leser, ich möchte Ihnen die Beantwortung dieser Frage überlassen.

Bild: Vom Autoren geliefert

Quo usque Tandem

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