Die Politik hat mitvergewaltigt

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Nach der sittlich-kulturellen Massenkarambolage von Köln stellt sich die Frage ob Ford Arab, Audi Islam und Opel Afrocco vielleicht doch nicht auf deutsche Straßen gehören?

Von Thor Kunkel

Was für die USA Nine Eleven ist, sollte für uns ab heute Eins Eins Sechzehn bedeuten. Denn je mehr Details über die fröhliche Rape night der syrischen, irakischen und afghanischen Schandknaben ans Tageslicht kommen, umso deutlicher wird, dass Ali Baba und seine bocksscharfen Räuber nicht nur kamen um sich mit Frauen – Zitat Mainstreampresse – „sexuell zu amüsieren“, sondern um ein Zeichen zu setzen. Einem WDR-Bericht zufolge haben manche sogar Videos gepostet, um den daheimgebliebenen Kumpels zu imponieren. Nach der geglückten Landnahme sehen sie in der deutschen Frau offenbar rechtmäßige Beute. Nun ja, andere Länder, andere Sitten. Die Attacken waren ohne Zweifel organisiert, gestohlen wurde nur um den Hunger nach vorzeigbaren Trophäen zu stillen. Auch die psychologischen Motive der Straftäter sind sonnenklar: Schon Sultan Süleyman I., der 1529 die Belagerung Wiens plante, wusste seinen Truppen den Krieg erst durch die Aussicht auf „weißes, blondes Fleisch“ schmackhaft zu machen.

An dieser Präferenz arabischer Männer hat sich bis jetzt nichts geändert. Das ist keine rassistische Spitze, sondern die Wahrheit, unter der das politisch-korrekte Establishment allmählich zerbricht. Selbst die internationale Presse verhöhnt die deutsche „Medien-Stasi“, die endlich – eine Woche nach den längst aufgeklärten Vorfällen – verkündet, „a u c h  Flüchtlinge waren unter den Tätern“. Ganz gleich wie die medialen Ablenkungsmanöver nun gestrickt sind, das ganze Ausmaß des Orwellschen Käfigs, in den Merkel die Deutschen geführt hat, ist endlich sichtbar geworden : Der Durchschnittsdeutsche ist nur noch eine rechtlose Arbeitsbatterie, der für den Multikult der großen deutschen Einheitspartei zu zahlen hat, ohne dass er noch rudimentärste Bürgerrechte besitzt. Deutsche sind vogelfrei, ihre heimatlosen Frauen und Kinder dem Mob, jedem Mob ausgeliefert. Jeder Halbstarke mit Refutschimacke, Sprachhandicap und Kriegstraumaklatsche kann in den deutschen Mann und die deutsche Frau reintreten, reinschlagen, reinstecken, er kann machen, was er will, die Exekutive des Landes ist offenbar moralisch gelähmt und deshalb unfähig Bürger(innen) vor Übergriffen zu schützen.

Um ihr Leben fürchtende, heulende Mädchen wurden in der Kölner Silvesternacht von den in offiziellen und inoffiziellen Verhaltensregeln verstrickten Beamten einfach „nach Hause geschickt“. Was für ein Ausdruck rechtstaatlicher Apathie! Nur nichts tun, dass einem später von der Presse als ausländerfeindlich oder rassistisch ausgelegt werden könnte. Noch funktioniert hier alles so wie auf jedem sinkenden Schiff: Was den maroden Kahn über Wasser hält, ist allein die Verdrängung. Und verschweigen ist Gold, die Alphajournalisten machen es vor.

Nur diesmal lassen sich die Geschehnisse nicht mehr als „bedauerliche Einzelfälle“ wegheucheln; wenn sich tausend (1000!) nordafrikanische Machos in einer deutschen Großstadt versammeln um ungeniert Jagd auf Frauen zu machen – und diese – zum Teil minderjährigen Opfer– brutal sexuell erniedrigt und vergewaltigt werden – , dann kann es nicht ausbleiben, dass sich die ansonsten so aalglatt lügenden Laffen verstricken: Jetzt sitzen sie also vor dem Scherbenhaufen, den sie – nicht die Migranten – angerichtet haben, können weder vor, noch zurück. Merkel, Maas, De Maiziere, Jäger, selbst Reker haben geistig mitvergewaltigt und ich will auch erklären warum: Mit ihrer unablässigen politisch-korrekten Heuchelei haben sie die Voraussetzungen geschaffen, dass sich anstelle eines Rechtsstaats eine Art geregelte Kriminalität breitmachen konnte.

Schließlich sind solche Übergriffe auf deutsche und europäische Frauen nichts Neues, es ist sicher müßig von den üblichen Verdächtigen zu sprechen, – doch genau die waren es wieder in Köln. Wäre die deutsche Gesellschaft eine Autobahn und der Migrant ein Wagentyp namens Ford Arab, Audi Islam oder Opel Afrocco, – und wären immer nur diese Modelle in schwerste Karambolagen verwickelt, würden sie statistisch gesehen am häufigsten Unfälle verursachen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden – , das Bundesverkehrsministerium hätte sie längst aus dem Verkehr gezogen und verschrottet. Der treudeutsche TÜV duldet nämlich keine Autos mit lockeren Schrauben. Die Nutzung der Autobahn muss für alle – auch weibliche Teilnehmer – eine sichere Angelegenheit bleiben, Autos, die nicht die Spur halten können und andere rammen, zieht man besser aus dem Verkehr.

Das sollte erst recht für Menschen mit afroarabischem Migrationshintergrund gelten, deren Verhalten zunehmend die Europäer bedroht und ein friedliches Zusammenleben in unseren Städten – so wie in Köln – zu einem Ding der Unmöglichkeit macht. Dass viele der Täter dreimal am Tag beten, macht nicht wett, dass ebenso viele die Neigung haben Frauen gemeinschaftlich zu missbrauchen. Nein, auch Köln ist kein Solitär wie uns die Systempresse jetzt weismachen will: Die Sittenstrolche von Rotherham, der IKEA-Mörder von Schweden, die öffentliche Enthauptung des Soldaten Lee Rigby vor den Augen von Passantinnen, die perversen Snuffvideos des IS, die performative Exekution von Charlie Hebdo, die Anschlagsserie von Paris, und jetzt die massiven sexuellen Übergriffe auf deutsche Frauen, – wo immer ein Höchstmaß an Verrohung zu Tage tritt, wo jede Form von Menschlichkeit wie ausgelöscht scheint, sind die Täter entweder Muslime, Araber und /oder Personen mit Migrationshintergrund. Tut mir leid, ich kann es nicht ändern.

Man könnte auch sagen, wenn es irgendwo auf der gesellschaftlichen Autobahn in Europa so richtig kracht, war stets einer der genannten „Wagentypen“ im Spiel – und – mal ehrlich – werden die nicht alle in der Weltfabrik Islamischer Dschihad am Unterleibsfließband von gesichtslosen, schwarz verschleierten, menschlichen Keimplatten produziert? Wieso sollten unsere Frauen und Mädchen so enden, hat sich das schon mal einer von den hiesigen Menschenrechtsfassadenputzern gefragt?

Vielleicht ist die wahre Ursache der Übergriffe von Köln aber tatsächlich eine unüberbrückbare incompatibilité d’humeur zwischen Abend- und Morgenland. Wem die Lebensart seines Gastgebers missfällt, wer den Schweinebraten als Sakrileg – und die emanzipierte, deutsche Frau als Beleidigung seiner Machoehre empfindet, sollte gehen. Wie eine Ehe, die den Test des Alltags nicht übersteht, empfiehlt sich die zügige Scheidung. Adieu Ford Islam, Audi Arab und Opel Afrocco – es war schön, doch leider… leider… äh, leider – leider hat Merkel zum Jahresanfang noch mal nachbestellt, für dieses Jahr wird eine weitere Million defekter und durchgeknallter Kutschen erwartet, kurz des Typs der die Kölner Domplatte zu einer Schlachtplatte machte. Stünde das so morgen in der Auto-Bild, ich denke Millionen Deutsche würden Zetermordio schreien und aus Angst um ihre Autos die Bundesregierung verklagen.

Nun muß Deutschland endlich erkennen, dass die Sicherheit seiner Bürger nicht mal mehr in den Innenstädten gewährleistet ist. Und dass Merkel einen Dreck auf das gibt, was jungen Frauen durch die Zuwanderer angetan werden wird. Sie sieht sich zwar als Regierungschefin, doch missachtet den Willen des Volkes. Sie ist auf dem Cover der „Times“, so fucking what? – Ein Volk hat sie nicht mehr hinter sich, – Eins Eins Sechszehn ist die Zeitenwende gewesen. Ich zitiere an dieser Stelle den israelischen Staatsgründer Ben Gurion, es sei „das natürliche Recht eines Volkes seine Geschichte unter eigener Hoheit selbst zu bestimmen.“

Natürlich gilt das nicht nur für Israel, sondern in gleichem Maße für Deutschland. Merkel repräsentiert zweifellos eine andere Hoheit. Kein Deutscher wurde bislang gefragt ob er von nun an mit geistigen Hinterwäldlern und Typen zusammenleben will, die Sexualstraftaten als Teil ihrer kulturellen Identität verstehen! Nun mag es tatsächlich stimmen, dass schon die alte BRD keine Hoheit besaß und Merkel glaubt, sie könne, nachdem sie das Schiff auf die Klippen gesteuert hat, einfach so abschwirren, ganz nach oben, auf ein goldenes Pöstchen im Knallsaal der Vereinten Nationen, gesandwicht von Schulz und Juncker, diesen Schreckgestalten eines De Sade’schen Theaters, das die Völker Europas in eine Gemeinschaft verwandeln will, „deren Geist die Mitglieder zwingt, nicht zu denken, kein eigenes Leben, kein eigenes Ich, kein warnendes Gewissen zu haben, sondern seelenlose, unverantwortliche Automaten zu sein.“  Niemand hat das schöner gesagt als Leonhard Frank!

Nun wird es aber nicht so weit kommen, wenn wir alle unserer lieben „Mutti“ 2017 die Quittung verpassen. Auch das hastig erbrachte Bauernopfer des Kölner Polizeipräsidenten  – ein treuer SPD-Apparatschik von NRW-Umerziehungslagerleiter Ralf Jäger – kann nicht davon ablenken, dass die Deutschen nach zehn Jahren Merkel de facto in einem anderen Land  angekommen sind  – es nennt sich nicht DDR light, wie manche vielleicht heimlich hofften, sondern Hölle des Multitribalismus. Es heißt jetzt „Stamm gegen Stamm“ in einem arschoffenen, dunkelbunten, unheimeligen Deutschland, und wenn sich die deutschen Schluffis nicht zusammenraufen, wenn sie nicht endlich an einem Strang ziehen und das tun, was für jedes andere Volk eine Selbstverständlichkeit wäre, – nämlich sich zu ihrem Land zu bekennen und sich nicht zu schämen Deutsche zu sein, werden sie und ihre Kinder unter Abdulas Schuhsohle landen. Die Einwanderer haben nichts zu verlieren, und da sie sich nicht der Erkenntnis verschließen, dass Gewalt auf diesem schönen Planeten durchaus DIE Lösung sein kann, werden sie es versuchen. Wer das nach der sittlich-kulturellen Massenkarambolage von Köln nicht kapiert hat, ist ein armer, geistig kastrierter Tropf!

Was soll nun aber mit einer deutschen Gesellschaft geschehen, die all ihre jungen Männer auf eine entwicklungspsychologische Reise geschickt hat, an deren Ende ein hypereffeminierter, bärtiger Gusnojobi (russ. für „unrasierter Anal-Reiter“) wie Conchita Wurst steht, deren Wahl zum „Gesicht eines freien, weltoffenen und toleranten Europas“ fatale Signale in die arabischen Flüchtlingslager gesandt haben dürfte? War da nicht schon klar, dass sich den Go-getters des arabischen Frühlings niemand hier in den Weg stellen würde? Wenn eine einst blühende Hochkultur wie die Europas, der die Menschheit 99% aller nennenswerten Erfindungen und kulturellen Errungenschaften verdankt, sich entschließt einen Freak als Inbild all ihres gesellschaftspolitischen Strebens einmal rund um den Globus zu schicken, dann muss das für normal entwickelte, junge Männer mit überproportional entwickeltem Ego und einem Heißhunger nach den schönen Dingen des Lebens, doch wie eine unterschwellige Aufforderung wirken. Man mag diese Überlegung auf den ersten Blick für weit hergeholt halten, doch die Wahl des „Weibsmanns“ zum europäischen Aushängeschild wurde 2014 in Russland, Armenien, Weißrussland, China, Indien und großen Teilen der homophoben, arabischen Welt höhnisch-süffisant kommentiert. Die Sogkraft popkultureller Ikonen ist hinlänglich bewiesen, Wursts Konterfei wurde selbst am Nordpol von Innui bestaunt: War das nun der neue europäische Mann?

Physisch nein, psychisch ja… – denn ist es so falsch zu behaupten, dass sich der  deutsche Mann zu einer Rand- und Witzfigur seiner Gesellschaft entwickelt hat, dass ihm jeder Respekt verweigert,  und jede Erniedrigung zugemutet wird? Kein Fernsehabend ohne dass Männer als Trampel, Loser oder Neuroten in der Werbung vorgeführt werden. Demnach sind Männer komplette Idioten, Schwächlinge, Weicheier, verwahrloste Zocker, Loser, schmerbäuchige Großkotze, denen fitte und vorwitzige Superweibchen zeigen wie’s geht. Werbungen dieser Art würden in anderen Ländern zu Protestwellen führen, nicht so in Deutschland – wo sie nur die eingeübte Rolle des Mannes bestätigen.

Die meisten deutschen Männer sind – und ich sage es noch einmal –gewohnheitsmäßige Waschlappen. Dass die Migranten bei ihrer „Freinacht“ nirgends auf nennenswerte Gegenwehr stießen, dass es nirgends zu einer handfesten Schlägerei kam, in die die Polizei hätte eingreifen müssen, kann nur Resultat jener seit Jahrzehnten forcierten Erziehung zur Schwäche sein, die jedem jungen Deutschen am liebsten das Testosteron aus dem Blut waschen würde. Nur ja keine Gegenwehr, keine Aggression… einfach Klappe halten und durch. So wie am Berliner Hermannplatz nachts um halb eins, wenn man mal wieder von drei Osmanen niedergestarrt worden ist…  Dass Deutsche in den seltensten Fällen bewaffnet sind, dass sie in der Regel kein Messer zücken oder drauflosballern wie Amerikaner, ist in arabischen-türkischen Kreisen seit Jahrzehnten bekannt.

Und die Zeiten, als Testosteron noch „Gesundheitshormon“ genannt wurde, sind seit ’45 endgültig vorbei; wo männliche Tugenden – Mut, Willensstärke, Disziplin und Durchsetzungskraft – kontinuierlich von den Medien in Verruf gebracht wurden, hat sich in Köln wohl auch die schlimmste Seite der Umerziehung der Deutschen gezeigt. Wobei wir endlich bei Überlegungen anbelangt sind, bei denen es richtig interessant werden dürfte: Was tun wir morgen? Was tun, wenn es häufiger zur Normalität werden wird im Ausgangsleben von Einwanderern belästigt zu werden? Was tun, wenn man die Neujahrsnacht 2016 auf dem Kölner Domplatz mit seiner Freundin verbringen will und nun das Risiko kennt? Wohlgemerkt, jeder der hier mitliest, hätte das Recht, sich dorthin zu bewegen… Also was jetzt – vergeben, vergessen – business as usual? Einen großen Bogen um die Domplatte machen? Vielleicht wird sich ja die Lage entspannen, wenn Merkel jedem Einwanderer, – sagen wir mal – einen sportlichen Kleinwagen schenkt? Freilich, gekoppelt an einen für Einwanderer reservierten Parkplatz vor der vom Bund bezahlten Zweizimmerwohnung mit Südbalkon? Da wir in den Politikern reine Gegenrepräsentanten des Volkswillens erkennen und der kleine Polizeiwastl – wie in Köln, Hamburg, Stuttgart und Dortmund – seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen kann, ist ohne Zweifel unsere Eigeninitiative gefordert. Wie die auszusehen hat, sollte jeder für sich entscheiden. Es ist jetzt wichtig, die nächsten zwei Jahre unbeschadet über die Runden zu kommen, um dann im Herbst 2017 die politischen Hasardeure im Kanzleramt zum Teufel zu jagen.

Eine vorläufige Präventivmaßnahme für junge Großstädter könnte es sein feste Telefongruppen zu bilden – fünf bis zehn gute Freunde, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen kann, und die sich verpflichtet haben einander in Extremsituationen zu helfen. (Die Methode stammt von Osman United aus Kreuzberg und hat immer bestens funktioniert um einander bei einem Verkehrsunfall den Zeugen zu machen.) Doch man darf die private Mobilmachung, die jetzt dringend notwendig ist, nicht verschleppen: JETZT ist die Zeit um angesichts der Übergriffe von Köln Vorkehrungen zu treffen, um sich und seine Familie zu schützen.

Es muss nicht gleich eine Bürgerwehr sein wie die Genfer „Black Belt Patrol“, die in der Schweiz für Schlagzeilen sorgt: Hier hat der Betreiber einer Kampfsportschule eine private  Bürgerwehr von 30 Mann zusammengebracht. Marco Garcias „Sicherheitsleute“ verteilen auf ihren nächtlichen Rundgängen durch Genf Visitenkarten mit einer Handynummer, vor allem an junge Frauen: „Wenn jemand in Schwierigkeiten sei, kann er dort anrufen.“ So einfach ist die Botschaft, die selbst in einer vergleichsweise ruhigen Stadt wie Genf ihre dankbaren Abnehmer findet. Der Horror von Köln darf sich einfach nicht wiederholen. Die Empörung muss bleiben. Und die Vorsicht. Eigentlich schade, dass die deutsche Gesellschaft keine Autobahn ist, und Muslime und Araber keine Autos, denn dann könnte ein Blinder sehen, dass es einfach nicht geht. Muttis berauschendes, multikulturelles Süppchen ist einmal mehr übergekocht, diesmal hat es erstmals den widerwärtigen Geruch von Sperma und Blut.

Thor Kunkel (* 2. September 1963 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Schriftsteller. Er erregte Aufsehen mit seinem Roman Endstufe, der im Jahr 2004 eine heftige Debatte in den Feuilletons auslöste.

Biografie

Kunkel wuchs im Frankfurter Stadtteil Gallusviertel auf. Nach dem Abitur am Goethe-Gymnasium studierte er bei Thomas Bayrle an der Städelschule in Frankfurt am Main. Anschließend belegte er in San Francisco einen Kurs in „Creative Script Writing“, kam wieder nach Deutschland zurück und arbeitete zeitweise in der Werbebranche. Nach Abschluss seines Studiums lebte er 5 Jahre in London und über 10 Jahre in Amsterdam. In dieser Zeit arbeitete er als kreativer Kopf für einige der größten Werbeagenturen der Welt, darunter Young & Rubicam und Leo Burnett. Als Filmemacher engagierte er sich u. a. für sudanesische Flüchtlingskinder und karitative Einrichtungen wie SIRE (Stichting Ideële Reclame). Im Jahr 1999 gehörte er zu den Teilnehmern beim Wettbewerb um den Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preis und gewann dort mit einem Kapitel aus seinem ersten Roman Das Schwarzlicht-Terrarium den Ernst-Willner-Preis. Der 640 Seiten lange Roman galt schon wenige Wochen nach seinem Erscheinen als diedeutsche Antwort auf Pulp Fiction (DIE WOCHE).

Die FAS-Feuilleton-Redaktion wählte den Roman im März 2002 in den Kanon der „25 wirkungsvollsten deutschen Bücher der letzten 20 Jahre”. Martin Walser meinte dazu in der TAZ vom 25. April 2001: „Der Autor scheint ein Benennungsbesessener zu sein, ein Ekelvirtuose, ein Meisteranmacher, ein Sexualfundamentalist, ein Genie des Prosagraffiti, ein Chemielyriker, ein Mikrowellenpoet, ein Verzärteler des Mülls, ein Tragicomicer, ein Cherubin der Keuschheit, ein Seraphin der Obszönität, ein Wortprotz, ein Engel des Drecks, ja, ein Sargnagel der Unsterblichkeit ist er, ein Gesellschaftskritiker und Kosmopath.“ Thor Kunkel lebt heute in der Schweiz. Sein Roman „Subs“ wird von Regisseur Oskar Roehler verfilmt. Die Sendung Metropolis von arte widmete dem Roman einen Beitrag. Ein Radiofeature über „Subs“ wurde vom Deutschlandfunk gesendet.

Literarisches Werk

Thor Kunkels Debütroman Das Schwarzlicht-Terrarium – 1999 ausgezeichnet mit dem Ernst-Willner-Preis – schichtet in der historischen Realität der 1970er Jahre eine Vielfalt von tragisch-komischen Geschichten um Drogen-Experimente, Disco und den von G.I.s der US-Army importierten American Dream. In den Dialogen der Protagonisten verquickt sich hessischer Alltagsjargon mit G.I.-Slang zu einer hochliterarischen Gossensprache.

Auch Kunkels zweiter Roman Ein Brief an Hanny Porter ist eine dialoglastige Reflexion zwischen vier Personen über den „amerikanischen Traum“. Der NDR verglich den Roman mit einem „Brecht’schen Lehrstück“. Nach einer Spielfassung des Leipziger Schauspielhauses 2002 wurde der auf Hawaii spielende Roman vom MDR als Hörspiel mit Andrea Sawatzki in einer Hauptrolle produziert.

Kunkels dritter Roman Endstufe – gefördert mit einem Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung – wurde schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin in der internationalen Presse kontrovers diskutiert. Die Veröffentlichung führte zu einem heftigen Skandal und einem dauerhaften Zerwürfnis des Autors mit dem Feuilleton. Iris Radisch nannte den Roman am 15. April 2004 in der Zeit »die Avantgarde des biotechnischen Zeitalters. Die Berliner Bananenrepublik im NS Design.« Der FAZ-Journalist Dirk Schümer befand dagegen am 12. Mai 2004 in der SWR-Sendung Büchertalk: „Kunkels Provokation besteht darin, dass das Dritte Reich aus der Innenperspektive geschildert wird. Das heißt, die Leute, die uns das schildern, sind Nazis. (…) Ich habe dieses Buch mit großem Genuss in sehr schneller Zeit gelesen und fand es eine monströse, horrorfilmartige Innenperspektive eines Systems, das sonst immer nur aus der Perspektive der Opfer geschildert wird.“

2007 erschien Kunkels vierter Roman Kuhls Kosmos. Volker Weidermann nannte den Roman in der FAS „sensationell komisch“ [7] Auch der Ärzte-Sänger Bella B. äußerte sich öffentlich zu Kunkels neuem Roman: „Hab mich selten so gut schlecht gefühlt.“ Kuhls Kosmos beschreibt die dunkle Seite der Disco-Kultur und verortet ihre Anfänge im kriminellen Rotlichtmilieu. Über diese Anfänge äußerte sich auch der Frankfurter DJ Sven Väth in derSüddeutschen, vom 14. April 2002: „Man muss sich das in etwa so wie in Thor Kunkels Frankfurt-Roman »Das Schwarzlicht-Terrarium« vorstellen, sehr halbseiden, sexy und proletarisch.“

Im Jahr 2007 wurde Kunkel in der Fernsehserie Willkommen in Österreich(ORF)nach seinem Leben als Schriftsteller befragt.

Im Jahr 2010 folgte die utopische Groteske Schaumschwester, in der Kunkel das Komplott von kybernetischen Organismen beschreibt. Die taz lobte den Roman und nannte ihn „komprimiert und zurückhaltend“.

Aus einem 2009 für den WDR geschriebenen Hörstück Subs entwickelte Kunkel den gleichnamigen Roman, der 2011 erschien. In dem Roman schildert Kunkel die Rückkehr der Sklaverei. Ein progressiv denkendes Ehepaar entschließt sich Balkanmenschen – also Flüchtlinge – auf ihrem Grundstück in Berlin anzusiedeln. Der österreichische Standard schrieb am 3. Juni 2011: „Thor Kunkel ist und bleibt der deutsche Großmeister des Trash.“ Auch der Philosoph Peter Sloterdijk äußerte sich über Kunkels neuen Roman: „Wehret den Anfängen! hieß es einst bei Ovid. Thor Kunkel setzt dagegen: Untersucht die Anfänge!“ Der Spiegel vom 12. Dezember 2011 wertete diese Äußerung zugleich als „Ritterschlag und Ehrenerklärung“. 

In dem 2014 veröffentlichten Memoir Wanderful – Mein neues Leben in den Bergen schildert Kunkel zwei Jahre seines Lebens in den Walliser Alpen. Der Text ist eine Mischung aus autobiografischen Vignetten und naturphilosophischen Essays, die sich im Rahmen eines hochalpinen Wanderführers entfalten. Das Magazin Cicero Nr.4 vom April 2014 bezeichnete Kunkel daraufhin als „den letzten Outlaw der deutschen Literatur.“

Neben seiner literarischen Arbeit betätigt sich Thor Kunkel zunehmend im internationalen Sprachraum als Regisseur.

Streit um Endstufe

Kurz vor Druckbeginn im Frühjahr 2004 stellte der Rowohlt Verlag die Zusammenarbeit mit Kunkel ein. Der Verleger Alexander Fest begründete dies knapp mit Differenzen in inhaltlichen und ästhetischen Fragen. Daraufhin erschien Endstufe einige Monate später bei Eichborn. Der Roman bietet „eine monströse, horrorfilmartige Innenperspektive eines Systems, das sonst immer nur aus der Perspektive der Opfer geschildert wird.“ („Büchertalk, SWR, 12. Mai 2004) Der rote Faden der fiktiven Handlung bleibt der Handel mit pornografischen Filmen, der von Angestellten des „SS-Hygiene-Instituts Berlin“ in Nord-Afrika betrieben wird. Obwohl die so genanntenSachsenwald-Filme zur Sammlung des renommierten Medienexperten Werner Nekes zählen, wurde die Authentizität dieser Filme zeitweise angezweifelt, dann wieder bestätigt.

Die Ablehnung Rowohlts hatte eine Diskussion in vielen deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften zur Folge. Während die Meinungen über die Frage, ob Rowohlts Schritt gerechtfertigt war, stark auseinandergingen, wurde der Roman selbst in den meisten Medien scharf kritisiert. Über die Qualität des Textes gingen die Meinungen weit auseinander. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nannte den Roman ein „glänzend geschriebenes, ungeheuer interessantes Manuskript von einem der besten deutschen Autoren der jüngeren Generation.“ Ein „zutiefst zynischen Versuch“, die Schreckensbilder der deutschen Geschichte „mit einem wüsten Ekelreigen zu exorzieren und zugleich durch das breite Ausmalen alliierter Verbrechen zu übertünchen“, urteilte dagegen die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der britische The Guardian schrieb: „He is one of Germany’s hottest young novelists.“

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