Renate Sandvoß: Trauer mit Kalkül?

JouWatch-Autorin Renate Sandvoß über ihre Erlebnisse während der Mahnwache in Berlin

Ich kam am Montag gegen Abend gerade fröhlich gelaunt vom Besuch auf dem Meißener Weihnachtsmarkt nach Hause, als mich beim obligatorischen „ mal kurz Nachrichten schauen“ der Schock ereilte. Es war also das passiert, was wir alle schon seit Monaten befürchtet hatten!

Ein Wahnsinniger hat das Szenario von Nizza auf einem Berliner Weihnachtsmarkt nachgeahmt und viele Menschen getötet und verletzt. Bereits anläßlich des Oktoberfestes in München stieg in uns der Gedanke hoch: was wäre, wenn einer der zahllosen illegalen Einwanderer eine Bombe ins fröhliche Treiben werfen würde? Man zog eiligst einen Zaun rund um das Gelände, kontrollierte die Besucher und lehnte sich entspannt zurück. Doch was nützt das alles, wenn Kanzlerin Merkel die Grenzen unseres Landes sperrangelweit offen hält und jeder mit völlig ungeklärter Identität und Nationalität hier herein marschieren kann, um sich auf unsere Kosten umhegen und umpflegen zu lassen?

Man zieht künftig fleißig Zäune um jeden Festplatz und fühlt sich dann sicher? Sollen jetzt rund um jedes Open-Air Konzert Betonpoller errichtet werden oder meterhohe Stacheldrahtzäune? Wollen wir hier in unserer Heimat Deutschland wirklich so leben, damit wir uns wenigstens ein klein wenig eingebildete Sicherheit vor verblendeten Islamisten erhalten können?
Es war ein Gefühl zwischen Wut und tiefer Betroffenheit in mir, als ich die Berichterstattung im Fernsehen über das feige Attentat verfolgte. Was haben sich die Moderatoren gewunden, um möglichst lange die Mär vom „Unfall“ aufrecht zu erhalten! Keine Konstellation war abstrus genug, um es ja nicht nach einem islamistischen Anschlag aussehen zu lassen.

Bloß nicht der AfD den Triumph gönnen, der ihr weitere Wähler zutreiben würde!

Pegida startete am Dienstag einen Rundruf, der bewußt machte, dass wir alle gleich betroffen, traurig, hilflos und verzweifelt waren. So beschlossen wir, uns in Dresden vor dem Striezelmarkt zu einer stillen Mahnwache für die Opfer des Attentats in Berlin zu versammeln. Wir wollten ein Zeichen der Verbundenheit mit den Berliner Familien der Betroffenen senden, mehr nicht. So verzichteten wir auf eine öffentliche Pegida-Kennung, blieben sozusagen anonym. Das bunte Treiben auf dem Weihnachtsmarkt, das routierende Riesenrad, das strahlende Lichtermeer der geschmückten Buden und Stände, die lachenden Gesichter der Besucher, – all das hinterließ ein schales, unwirkliches Gefühl nach dem Terrorattentat. So unbeschwert und fröhlich muß es auch dort gewesen sein, als der LKW in Berlin in die Menge raste.
Einen Tag später erschien im MDR ein Bericht über unsere Mahnwache, der nur wütend machen kann, – Überschrift: „Der Hass schaukelt sich hoch“. Da findet man dann Sätze, wie „Die Stimmung ist aufgeheizt und agressiv“. Nichts davon ist wahr. Es wird über ein Fahnenmeer geschrieben, doch die 3 – 4 der ca. 150 Trauernden, die überhaupt eine Fahne mit sich trugen, hatten sie eingerollt und runter genommen. Auf all den Fotos, die die Presse fleissig schoss, ist lediglich das Schild „Beileid Berlin“- Stopp Terror“ zu sehen. Ist das anklagenswert? Der sogenannte Journalist, der diesen bösartigen Artikel schrieb, hat darum gebeten, anonym bleiben zu dürfen, da er Angst vor „gewalttätigen Übergriffen von Seiten der Pegida“ habe. Ja, er hat wirklich nichts unversucht gelassen, um uns zu diffamieren. Und sei es durch solch dümmliche Äußerungen.

Für Mittwoch, den 21. Dezember, rief die AfD zusammen mit dem von dem Autor Götz Kubischek geleiteten Bürgerbündnis „Ein Prozent“ zu einer Mahnwache vor dem Kanzleramt in Berlin auf, an der sich auch Vertreter von Pegida und der „Identitären Bewegung“ beteiligten. Björn Höcke und Alexander Gauland wurden dort als Redner angekündigt. Jürgen Elsässer, Herausgeber des „Compact“-Magazins sagte ebenfalls sein Erscheinen zu. Zusammen mit Siegfried Däbritz (Pegida) fuhr ich nach Berlin um unweit des Breitscheidplatzes der Opfer des Terrorattentates zu gedenken.

Ca 400 Menschen hatten sich versammelt, die dort ruhig verharrten und Kerzen und Blumen niederlegten. Alles andere als ruhig waren die ca. 50 Linksextremen, die versuchten, mit „intelligenten“ Hassgesängen, wie „Deutschland ist Scheiße und ihr seid die Beweise“ nur wenige Meter entfernt die Versammlung zu stören. Wegen einer großen Anzahl bedrängender Pressevertreter entschied man sich kurzfristig, keine Reden zu halten, sondern eine Zeit der Besinnung und stillem Gedenken an die Opfer des Attentates gemeinsam zu erleben. Lediglich die Klänge klassischer Musik, des „Vater-unser“ und der Nationalhymne überschallten den Platz des Kanzleramtes und die Hassparolen der Linken. Nur ein Pastor ergriff kurz das Wort und betonte, dass Christen das Recht hätten, Widerstand zu leisten, wenn Unschuldige leiden und in Bedrängnis geraten. Alles in allem war es eine würdige Gedenkveranstaltung. Die Bemerkung von N-tv „Rechte trauern mit Kalkül, um rechtes Gedankengut zu etablieren. Das Leid der Opfer ist nachrangig“ ist eine bösartige Unterstellung, die an Unverschämtheit kaum noch zu überbieten ist.

Unmittelbar nach Ende der Mahnwache sah ich plötzlich, wie etliche Polizisten ihre Posten, die sie zu unserem Schutz eingenommen hatten, verließen und im Laufschritt zu ihren Einsatzfahrzeugen eilten, die sie mit Blaulicht starteten. Siegfried Däbritz gab mir ein Zeichen und wir fuhren hinterher. „Die Identitären haben die CDU-Parteizentrale besetzt“, war seine knappe Erklärung. Kaum bogen wir um die Ecke, hörten wir Sprechchöre und sahen Unmengen von Polizei-Einsatzfahrzeugen. Ca. 50 „Identitäre“ hockten vor dem Gebäude, die Arme eng ineinander verschränkt. Per Megafon rief einer von ihnen:“ Stoppt den großen Austausch!“ und sie machten Merkel für das Attentat in Berlin verantwortlich. Die Demonstranten verlangten, einen hochrangigen Vertreter der CDU zu sprechen und stimmten das Lied „Die Gedanken sind frei“ an. Den Österreicher Martin Sellner hatte man bereits aus der Gruppe entfernt. Er saß im Polizeiauto zur Vernehmung. Grund der vorübergehenden Festnahme: Die Besetzung des Eingangsbereiches sei ILLEGAL.

Nur allzu verständlich, dass Sellner auf die Millionen Migranten hinwies, die ILLEGAL Deutschlands Grenze übertreten hätten. Nur wenige Meter entfernt und durch eine Polizeikette getrennt, versammelten sich ca. 30 Linksradikale, die ihre Parolen vom Kanzleramt wiederholten. Die Stimmung war aufgeheizt. Immer mehr Teilnehmer der Mahnwache trafen ein, die die „Identitären“ anfeuerten , durchzuhalten. Ich entdeckte u.a. auch Jürgen Elsässer und Götz Kubischek unter ihnen. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge trafen ein und immer mehr Polizisten drängten sich zwischen die Protestierenden und uns Unterstützer. Sie schoben uns auf die andere Straßenseite, – und das wahrlich nicht sanft und friedlich. Ging es ihnen nicht schnell genug, so schlugen oder traten sie auch schon mal zu. Ich rief einem Polizisten zu: „Irgendwann müßt ihr euch entscheiden, auf welcher Seite ihr steht. Schützt unsere Kinder, aber geht nicht auf friedliche Menschen los, die gegen die destruktive Politik demonstrieren.!“

Diese Hilflosigkeit ist es, die wütend macht. Die Hilflosigkeit gegenüber einem unfähigen Regierungsapparat, der diktatorisch jeden mundtot machen will, der kritisch ist und nicht zusehen will, wie unsere Sicherheit, unsere Kultur und unsere Werte immer mehr verschwinden.

Wir trauern mit Kalkül? Oh nein, – es ist unsere Frau Merkel mit ihren Leibeigenen, die falsche Tränen vergießt. Da erinnere ich nur an die Ansprache der Kanzlerin anläßlich des Berliner Attentates, die dermaßen unterkühlt wirkte, dass einem das Blut in den Adern gefror. Ihr letzter Satz der Beruhigungsrede ließ deutlich erkennen, wie wenig Empathie sie besitzt,: „Wir werden die Kraft finden, so zu leben, wie wir in Deutschland leben wollen – frei, miteinander, offen“.
Bitte? Wer sagt denn, dass wir MITEINANDER leben wollen, wenn wir uns ständig bedroht fühlen müssen? Wer sagt denn, dass die Migranten es mit uns wollen, wenn sie unsere Kultur und unsere Werte ablehnen? FREI und OFFEN werden wir nie wieder leben können, wenn wir keine Meinungsfreiheit mehr haben und uns den islamischen Werten unterordnen müssen.
Dass die Integration und Multi-Kulti gescheitert sind, wurde doch schon vor Jahren festgestellt. Das feige Attentat vom Berliner Weihnachtsmarkt hat doch mal wieder gezeigt, wie unfähig unsere Regierenden sind. Da kann man einen Gefährder, einen hochkriminellen Islamisten nicht abschieben, weil er keinen Pass hat? Dann kann man 80 % aller Migranten nicht abschieben, da sie ihre Pässe vor Grenzübertritt bewußt vernichtet haben. Das ist doch eine glatte Einladung an alle Kriminellen der Welt!
Trauer und Wut, – das ist es, was ich in diesen Zeiten empfinde.

Foto: Pegida

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