Anis Amri in Mailand erschossen – Bundesinnenministerium „erleichtert“

Foto: Italienische Polizei (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nachdem der europaweit gesuchte Berliner Terrorverdächtige Anis Amri in der vergangenen Nacht in Mailand von Beamten der italienischen Polizei erschossen wurde, ist das Bundesinnenministerium „erleichtert, dass von dieser Person keine Gefahr mehr ausgeht“. Das sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin. Es gebe zwar noch keine regierungsamtliche Bestätigung der italienischen Behörden für den Tod Amris, man gehe aber davon aus, dass dies so sei.

Zuvor hatte der italienische Innenminister Marco Minniti mitgeteilt, dass es sich bei dem Toten „ohne Zweifel“ um Anis Amri handele. Er sei offenbar aus Frankreich nach Italien eingereist. Zu der Schießerei, bei der der Terror-Verdächtige tödlich verwundet wurde, sei es bei einer Routinekontrolle gekommen.

Auch ein Polizist wurde bei dem Schusswechsel verletzt. Am späten Mittwochnachmittag war die Öffentlichkeitsfahndung nach Amri gestartet und eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgelobt worden. Am Donnerstag war auch Haftbefehl gegen den Gesuchten erlassen worden.

Er soll den Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vom Montagabend verübt haben, bei dem zwölf Personen ums Leben kamen. Dabei war ein Lkw in eine Menschenmenge gerast. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt.

Foto: Italienische Polizei (über dts Nachrichtenagentur)