Terror: TV-Checkliste für Gutmenschen

Gastbeitrag von NORBERT ZERR (Hauptkommissar a.D.)

Berlin-Anschlag: Politiker-Phrasen, die man nicht mehr hören kann und „Experten“, die „systemtreu“ sind. Hier die Ceckliste.

Es war zu erwarten, dass ein Anschlag wie in Berlin geschehen wird.
Das ist wahrscheinlich, oder politisch korrekt besser ausgedrückt, „mutmaßlich“, ein Vorgeschmack auf unsere Zukunft.

Doch außer Phrasendreschen kann unsere Polit-Elite nichts. Die Statements gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Immer dieselben Sprüche und immer dieselben Reaktionen. Ich habe den Eindruck, es muss wohl irgendwo eine Checkliste existieren, die anleitet, WIE man sich politisch korrekt verhalten MUSS und WAS man politisch korrekt WIE sagen darf:

Checkliste der „Phrasendrescher“

  • „Mutmaßliche Täter“
  • „Wir sind schockiert!“
  • „Eine grausame Tat die – mit allen Konsequenzen – aufgeklärt werden muss“
  • „Wir müssen den Menschen, die zu uns kommen trotzdem Schutz bieten“
  • „Es ist die Tat eines Einzelnen“
  • „Die Tat wird vollständig aufgeklärt werden“
  • „Der Täter wird die ganze Härte des Gesetzes spüren“
  • „Wir dürfen nicht gesamte Volksgruppen verurteilen“
  • „Es hätte auch ein Deutscher sein können“
  • „ Wir sind in Gedanken bei den Opfern und Angehörigen“
  • „Wir danken den Flüchtlingshelfern für ihr Engagement“
  • „Wir danken den Einsatzkräften für ihre gute Arbeit, die sie geleistet haben“
  • „Wir danken, wir danken …“
  • „Wer jetzt Angst zeigt, hat verloren – wir gehen weiterhin auf Weihnachtsmärkte“.

Der große Auftritt

Dann folgen die großen Auftritte der Experten und natürlich die Statements der Führungsköpfe der Nation.
Wenn man sich den Regierenden Bürgermeister von Berlin nach dem Anschlag angehört hat, ist man selbst schockiert. Er stellte fest: Es ist sicher, dass es Verletzte und Tote gab. Dann folgt das Herumschwadronieren und sich nur auf gar nichts festlegen. Wichtig: Beschwichtigen, keine Vorverurteilungen und alle haben sich lieb. Wie ein Kommunionskind, das sein Gedicht vor dem Pfarrer vorliest.

Die Staatschefin und der „Bundespräsident der Herzen“

Artig hört die Bundesregierung der Kanzlerin zu und plappert dann alles genauso artig nach.
Als die Staatschefin vor kurzem an die Mikrofone trat, dachte man, sie lese die Fürbitten im Gottesdienst vor. Im Schlepptau natürlich den „Bundespräsidenten der Herzen“, dem nichts wichtiger ist als Trost zu spenden und für Frieden und Menschlichkeit zu werben.

Dabei verhält er sich wie ein Lehrer, der bemängelt, dass die Eltern nicht mehr zu Elternabenden kommen, den Vorwurf aber an jene richtet, die gekommen sind. Aber natürlich wie immer lieb und herzlich verpackt von diesem lieben netten Bundespräsidenten, der leider bald aus dem Amt scheidet.

Doch keine Sorge, wir bekommen dann wieder etwas Ähnliches. Diesmal aus der Mottenkiste der SPD.

Jetzt geht das „Experten“-Drängeln los

Eine Sondersendung und -berichterstattung jagt die andere. Alle wollen dazu gefragt werden.

Die Polizei hat einen neuen Medienstar, der Deutschland in Gefahr sieht, aber irgendwie doch das angestimmte Liedchen mitsingt. Also kann die Gefahr doch nicht so groß sein.

Ich meine den Chef der Polizeigewerkschaft -Deutsche Polizeigewerkschaft -, Rainer Wendt. Er hat es immerhin geschafft die ehemals übermächtige Konkurrenzgewerkschaft, die Gewerkschaft der Polizei, in die Bedeutungslosigkeit zu versenken. Innerhalb der Polizei sind Gewerkschaften ohnehin überflüssig und taugen nur noch als Rechtsschutzversicherung.

Bedenklich stimmt mich allerdings, dass Wendt – meines Eindrucks nach – treu dem „Kanzlerinnen-Wahlverein“ angehört und notfalls – so meine ich – schnell Kreide frisst.

Ein weiterer „Experte“ ist Hajo Schumacher. Seine Markenzeichen: Ein stets zerknautschter Gesichtsausdruck und Managerfrisur. Er schaut immer drein wie ein Oberlehrer, der Schüler beim Abschreiben erwischt, obwohl sie gar nicht schreiben. Der „Profi“ Schumacher strotzt – meines Eindrucks nach – vor Arroganz und man traut sich schon gar nicht daran zu zweifeln, er könne irgendwo falsch liegen.

Die anderen „Experten“ und Talkshowlückenfüller wie Wolfgang Bosbach und Leute wie Ralf Stegner sind ebenso nervend. Auch CDU-Vize Armin Laschet, gibt ständig das Gleiche – siehe Checkliste – von sich. Und zum Schluss jeder Sendung: Vorzeigemigranten und Flüchtlinge.

Dann wird der zusammengerührte Experten- und Quasselbrei immer in der gleichen Geschmacksrichtung übers Volk ausgeschüttet.

Ich fürchte: Es wird sich nichts ändern. Die Politik wird nicht handeln, außer weiter vor den Rechtspopulisten zu warnen, denen sie selbst, allen voran Staatschefin Merkel,  Steigbügelhalter sind.

Nicht zu vergessen die Checkliste. Sie steht schon als Blaupause für den nächsten Anschlag, den es hoffentlich nie geben wird.

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

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