Innenministerium meldet 23.750 Abschiebungen bis Ende November

Foto: Flüchtlinge in einer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die deutschen Behörden haben 2016 bis Ende November 23.750 Migranten abgeschoben. Das hat das Bundesinnenministerium (BMI) auf Anfrage der „Welt“ mitgeteilt. Damit ist jetzt schon ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr feststellbar, als im gesamten Jahr 20.888 Menschen abgeschoben wurden.

Darüber hinaus wurden laut BMI bis zum 1. Dezember im laufenden Jahr 51.243 Anträge zur Förderung der freiwilligen Rückkehr im Rahmen des REAG/GARP-Programms bewilligt. 2015 waren es im gesamten Jahr nur rund 35.000. Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen sind damit wesentlich schwächer angestiegen, als die Zahl der Entscheidungen über Asylanträge. In den ersten elf Monaten 2016 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rund 616.000 Asylentscheidungen getroffen und damit rund 160 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Mit 63 Prozent liegt die Schutzquote (Asyl, Flüchtlings-, Subsidiär- und Abschiebungsschutz) in diesem Jahr bisher deutlich höher als im Vorjahr (49,8 Prozent). Zusätzlich gab es laut BMI 2016 bis Ende November 1158 sogenannte Zurückschiebungen an den deutschen Grenzen. Diese Maßnahme erfolgt, wenn der Betroffene in Verbindung mit der unerlaubten Einreise angetroffen wird und nicht kenntlich macht, dass er Schutz sucht.

Foto: Flüchtlinge in einer „Zeltstadt“ (über dts Nachrichtenagentur)

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