Deutsche Journalisten: Und sie begreifen immer noch nicht!

Von Thomas Böhm

In der „Welt“ versucht der Staatsjournalist Ulf Poschardt den Merkelkritikern mal wieder den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Er schreibt:

…Vorverurteilungen und Schuldzuweisungen aber waren seit den ersten Blitzmeldungen von dem fürchterlichen Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt sofort zu lesen. In den sozialen Netzwerken ließen es sich die Kritiker der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel nicht nehmen, die Toten als die Toten der Kanzlerin auszuflaggen. Hervorgetan hat sich einmal mehr die vermeintliche Alternative für Deutschland.

Bis jetzt wissen wir nicht, wer der Fahrer des Todestrucks war. Die abscheulichen Bluttaten dieses Jahres, insbesondere der Anschlag von Nizza, legen nahe, dass islamistische Terroristen den Vorschlägen des IS gefolgt sind, mit allen Mitteln Unheil, Leid, Blut und Zerstörung unter die Leute zu bringen. Alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür. Aber die Geschichte des Verdächtigen, der es dann doch nicht gewesen sein kann, raubt dem ganzen Vermuten die Gewissheit…

https://www.welt.de/debatte/article160469967/Warum-dieser-Kommentar-so-kurz-ausfaellt.html

Es ist traurig aber wahr. Ulf Poschardt gehört zu den Journalisten in Deutschland, die einer ganzen Berufssparte ein Armutszeugnis ausstellen. Denn er hat nichts begriffen.

Es kommt bei so einem erwarteten islamischen Terroranschlag wie jetzt in Berlin nämlich überhaupt nicht darauf an, welche Person diesen ausübt, wie sie ihn ausübt, ob ein Verdächtiger gefasst und wieder freigelassen wird, ob dieser die Tat gesteht, oder nicht, ob er alleine gehandelt, oder gemeinsam mit Komplizen, ob er den Befehl direkt von Allah, oder einem anderen erhalten hat, ob sich der IS dazu bekennt, oder dessen Anhänger nur jubeln.

Denn hinter all diesen Anschlägen steckt ein System. Und dieses System heißt „Islam“ und ist schon über tausend Jahre in Betrieb. Dieses System zeigt sich uns weltweit als Kriegssystem, das von Anfang an mit unlauteren Mitteln gegen die Werte der westlichen Welt kämpft und nur die Waffen angepasst hat. Statt Schwertern und Lanzen werden jetzt Flugzeuge, Lkws und Bomben benutzt, um die Ungläubigen auszulöschen und die Welt zu erobern.

Der Kriegsherr ist ebenfalls bekannt. Er heißt Mohammed und schwirrt in den Köpfen der Islamstrategen auch nach seinem Tod noch herum. Sein Vernichtungsplan ist im Koran dokumentiert, als Generäle fungieren die Imame, die in Moscheen die Befehle (Predigten) austeilen.

Dieses Kriegssystem ist sehr erfolgreich und gleichzeitig perfide, denn es missbraucht die Leichtgläubigkeit vieler Menschen, rekrutiert die Frommen, baut mit ihnen eine Armee auf und macht die Soldaten zu willfährigen Killermaschinen, denen man den Todeswunsch ins Hirn gepflanzt hat und die von daher auch kein Problem damit haben, sich bei einem Angriff selber in die Luft zu sprengen.

Jeder einzelne Soldat ist austausch- und ersetzbar – und von daher liegt Poschardt falsch, wenn er schreibt, dass man erst den Straftäter finden muss, um diese Schandtat erklären zu können. Die Erklärung liegt auf der Hand.

Eben so wenig Durchblick auf das Attentat als Teil eines Ganzen, hat Autor Walter Bau. Er schlagzeilt in der Zeitung „Der Westen“:

Wie die AfD die Tat von Berlin für sich instrumentalisiert!

https://www.derwesten.de/panorama/wie-die-afd-die-tat-von-berlin-fuer-sich-instrumentalisiert-id209039125.html

Genauso gut hätte man damals den Alliierten vorwerfen können, sie würden die „Anschläge“ Hitlers instrumentalisieren, um Deutschland anzugreifen.

Jedem, der jetzt irgendetwas von sich gibt, sich zeigt oder auf andere hinweist, kann man eine Instrumentalisierung dieses schrecklichen Ereignisses vorwerfen. Der Begriff ist zum Spielball eines ewig dauernden Ping-Pong-Spiels verkommen.

Vielleicht wollten die Politiker, die am Tatort ihre Trauer für die Fernsehkameras zur Schau gestellt haben, diesen Terroranschlag dahingehend instrumentalisieren, um Stimmen für die nächste Bundestagswahl einzusammeln, oder einfach ihren neuen Armani-Anzug zeigen?

Wer weiß das schon!

Was wir aber wissen ist, dass in Deutschland die Journalisten begriffsstutzig sind und wohl auch bleiben werden.

Foto: Pixabay/ CC0 Public Domain