Es weihnachtet sehr (oder: fake-news time is coming around)

Fake-news scheinen ja im Augenblick das Thema des Tages zu sein, aber die Praxis der Verbreitung solcher irreführenden Nachrichten und dreisten Verfälschens von Fakten ist nicht auf den bösen Kreml und die nicht minder bösen Schurken der rechten politischen Spektrumsflanke in der BRD beschränkt, sondern wird auch  durch Kreise, die – zumindest ihrer Eigenwerbung zufolge – ein Brunnen der reinsten Wahrheit sein müssten, mit großen Engagement betrieben.

Lassen Sie mich, geschätzter Leser, Ihnen ein Beispiel vor Augen führen, welches diese meine Aussage bestätigen wird:

Aus Gründen, die nur ihnen verständlich sind, fördern führende Vertreter der beiden christlichen Hauptdenominationen in Deutschland nach besten Kräften die Flutung des Landes mit Anhängern des Koran und damit – in mehr oder weniger direkter Form – die Islamisierung Deutschlands sowie, in absehbarer Zeit, ihren eigenen Untergang. Die Vermutung liegt nahe: Ein klarer Fall von Todessehnsucht.

Es steht zu erwarten, dass auch im laufenden Jahr, zur Unterstützung dieses Kurses, die Weihnachtsgeschichts-Version des Evangelisten Lukas wieder herangezogen und rücksichtslos vergewaltigt werden wird.

Die einschlägigen Passagen bei Lukas (Kapitel 2; Verse 4 -7) lauten:

„4. Da machte sich auf auch Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlecht Davids war; 5. …. mit Maria, seinem vertrauter Weibe, die war schwanger;

  1. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebären sollte. 7. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Die seitens (zumindest eines Teils) der deutschen Geistlichkeit zwecks Unterstützung der offiziellen Umvolkungspolitik gelieferte, tränendrüsenstimulierende Version dieser Passagen sieht so aus:

„Das vor Verfolgung und Tod fliehende (!) Paar Josef/Maria (nebst dem noch ungeborenen Kind Jesus) wird von hartherzigen Zimmervermietern wieder und wieder abgewiesen, ungeachtet Marias ganz offensichtlich hochschwangeren Zustands.“ Die (auf die Gegenwart projizierte) Moral dieser Nummer ist, robust ausgedrückt: „ Leute, die sich weigern  für Wirtschaftsflüchtlinge aus allen möglichen Armenhäusern dieser Erde Platz zu schaffen und zu blechen, sind genau solche Schweine, wie die schurkischen Zimmervermieter im biblischen Bethlehem.“

Um zu erkennen, dass es sich bei dem ganzen einschlägigen Hokus-Pokus um eine dreiste Verfälschung der von  Lukas beabsichtigten Darstellung der wahren Abläufe handelt, bedarf es eines gewissen Grades von Kenntnis der Geschichte und, spezifisch, der Verhältnisse in Palästina zur Zeit um Jesu Geburt. Hier eine Darstellung der wahren Fakten:

Fakt 1: Das Paar Joseph/Maria war unterwegs, um einem obrigkeitlichen Aufruf Folge zu leisten, eine Pflicht zivilrechtlicher Natur zu erfüllen. Dies ergibt sich aus den Lucas-Versen 1 und 3, die in der uns gegenwärtig servierten Version wohlweislich unterschlagen werden:

“1. Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde….. 3. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.“

 Ergo: Kein Spur einer   fluchtartigen Handlung . Und: der Mangel an Unterbringungsmöglichkeit im Rahmen des regulären Beherbergungswesens ergab sich daraus, dass die vorhandenen Kapazitäten durch den gleichzeitigen Zustrom vieler Meldepflichtiger vollständig ausgereizt waren. Wiederum ergo: Fehlanzeige hinsichtlich der Existenz „hartherziger Beherbergungsverweigerer“.

Fakt 2: Die Familie Josefs war in Bethlehem ansässig und er stammte ursprünglich von dort (sonst wäre er ja nicht – dem obrigkeitlichen Gebot Folge leistend – dorthin gereist). Die logische Folgerung ist, dass er in Bethlehem eine zahlreiche Verwandtschaft vorfinden musste, die ihn (konform mit den gesellschaftlichen Normen der Zeit und des Kulturkreises) wohl kaum in die Notwendigkeit versetzt hätte, bittend das örtliche Herbergs-Angebot abzugrasen. Auch hätte diese Verwandtschaft das Paar (und insbesondere die schwangere Maria) kaum in einem zugigen Stall (mit möglicherweise nicht mehr wasserdichtem Dach) untergebracht: der Stall des Lukas’schen Berichts war somit vermutlich ein Anbau oder eine sonstige Dependance eines der verwandtschaftlichen Anwesen.

Es kommt aber noch bunter: Das „Fluchtelement“ wird (in einem propagandistischen Spagat, welcher unter anderen Umständen Bewunderung erwecken müsste) in der kontemporären Darstellung der eigentlichen Weihnachtsgeschichte aufgepfropft. Ganz in diesem Sinne hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, im vergangenen Jahr, anlässlich eines Besuches in einer Münchener Flüchtlingsunterkunft diesen bewegenden Satz von sich gegeben: “Seit der Flucht von Maria und Josef  mit dem Jesuskind nach Ägypten, ist Weihnachten untrennbar mit dem Schicksal von Flüchtlingen verbunden.”

Eine solche Flucht (nach Ägypten) fand (diesmal gemäß Matthäus;  Kap. 2, Verse 13-15) tatsächlich statt, aber zeitlich erst mehrere Monate nach Weihnachten und nach der Geburt Jesu. Aber – und hier bestünde Bedarf für eine etwas konkretere argumentative Unterfütterung des hochgeistlichen Spagats – keines der vier Evangelien enthält den geringsten Hinweis darauf, dass die heilige Familiengemeinschaft nach ihrer Ankunft in Ägypten seitens der Ägypter untergebracht und durchgefüttert worden wäre.

Mit ihren Geschichts- und Evangelienklitterungen verfolgen die einschlägigen Seelenhirten beider christlicher Hauptrichtungen das ganz offensichtliche Ziel, die bundesdeutsche Öffentlichkeit dahingehend weichzukochen, dass sie auch weiterhin geduldig stillhält, während unbegrenzte Massen von Menschen aus bildungsmäßig und wirtschaftlich unterentwickelten Weltgegenden Aufnahme in das deutschen Sozialsystem finden – Menschen die zwar gegenwärtig unter wenig angenehmen Bedingungen leben, aber trotzdem weder die Anforderungen des Asylartikels des Grundgesetzes (politische Verfolgung), noch die der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 (unmittelbare Bedrohung) erfüllen. Menschen, die aber andererseits mehrheitlich Anhänger einer Religionsphilosophie sind, unter deren Leitmotiven die Vernichtung der westlichen Zivilisation ganz weit oben steht.

Abschließende Frage: Wie weit soll die Volksverdummung in Deutschland eigentlich noch getrieben werden?

Foto: Altes Bild

Quo usque tandem