Wenn die Großfamilien kommen

Von Thomas Böhm

Auch wenn uns immer wieder versichert wird, dass die Flüchtlingswelle abebbt – es ist wohl eher das Gegenteil der Fall – , der richtig gewaltige „Tsunami“ könnte noch kommen.

In einem Beitrag in der „Welt“, der uns erklärt, warum syrische Familien zuerst ihre Kinder auf die gefährliche Reise ins Paradies „Deutschland“ schicken, erfahren wir, wer da noch auf uns zukommen könnte:

…Bisher sind 14 Angehörige der Familie in Deutschland eingetroffen. Inklusive Ehegatten warten in der Türkei noch 17 Mitglieder auf eine Reiseerlaubnis. Hussein sagt: „Wir haben Deutschland ausgewählt, weil Deutschland gesagt hat, es will, dass die Flüchtlinge kommen. Das ist schließlich etwas anderes, wenn mich jemand einlädt, als irgendwo hinzugehen, wo man mich vielleicht gar nicht will.“…

https://www.welt.de/politik/ausland/article160272828/Darum-schicken-Syrer-ihre-Kinder-nach-Europa.html

Wir können also davon ausgehen, dass eine Großfamilie aus durchschnittlich 30 Mitgliedern besteht, die wahrscheinlich alle zu uns wollen und die wir, wenn es mit der Integration etwas länger dauern sollte, auch erstmal aushalten müssen – dank der großzügigen Einladung unserer Kanzlerin.

Rechnen wir das hoch, kämen also in nächster Zeit noch ca. 24 Millionen Onkel, Tanten, Nichten und Neffen, Cousinen und Cousins zusätzlich zu uns, da sich der erlaubte Familiennachzug nicht auf Syrien beschränken wird. Und weil man bekanntlich bei den Passkontrollen sehr großzügig verfährt, kommen vielleicht noch ein paar weitere Freunde aus der Heimat dazu. Das wären dann mindestens 288 Milliarden Euro im Jahr mehr an Kosten für die Steuerzahler.

Zum Vergleich: Der Finanzplan von Wolfgang Schäuble sieht für Soziales und Integration von Flüchtlingen bereits jetzt schon Gesamtausgaben von 328,7 Milliarden Euro im Jahr 2017 vor.

Aber die 288 Milliarden Euro mehr schaffen wir doch auch, oder?

Foto: Pixabay/CC0 Public Domain