Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen

Von Wolfgang Prabel

So lautet Murphys Gesetz. Es ist universell wirksam, wie der Umgang mit einem sogenannten „Flüchtling“ beweist:

Der Jugendliche Hussein K. aus Afghanistan ist die kleinstmögliche Stichprobe aus der Grundgesamtheit der Asylbewerber. Eine Einmann-Stichprobe ist wirklich nur ein Nadelstich und keineswegs repräsentativ. Aber was der einzelne Nadelstich jetzt alles an Schlamperei ans Licht der Öffentlichkeit fördert ist schon beeindruckend:

Das Alter stimmt nicht, denn der Tatverdächtige für den Mord an einer Studentin gab schon vor zwei Jahren nach einem Rohheitsdelikt in Griechenland an 17 Jahre alt zu sein.

Die Regierung hat die Altersfeststellung verabsäumt und damit auch einen finanziellen Schaden für den deutschen Steuerzahler angerichtet, denn die Unterbringung von Minderjährigen kostet ein Mehrfaches der Unterbringung von Erwachsenen. Es ist ein Fall für den Rechnungshof und den Bund der Steuerzahler.

Der Tatverdächtige reiste von den Behörden unbehelligt mit einem eintätowierten Hakenkreuz ein. Das scheint interessanterweise nicht zu interessieren, wenn es sich um einen Ausländer handelt.

Offensichtlich hat Griechenland während der heißen Phase der Willkommenskultur im Herbst 2015 die Gefängnisse geleert, um die verurteilten Gewalttäter nach Deutschland zu entsorgen.

Die deutsche Regierung hat es versäumt, die Identität des Zugereisten zu ermitteln. Das hätte sich in Zusammenarbeit mit den befreundeten afghanischen Behörden sicher leisten lassen. Von einer professionellen Registrierung durch die baden-württembergischen Landesbehörden kann überhaupt nicht die Rede sein. Ministerpräsident Kretschmann sollte die Konsequenz ziehen und zurücktreten.

Nun ist Schadensbegrenzung angesagt. Eine Altersbestimmung soll nun, da das Kind bereits im Brunnen liegt, doch noch vorgenommen werden. Eigentlich liegt es im Grab und nicht im Brunnen.

Die diplomatischen Beziehungen zu Griechenland sollten vorerst abgebrochen werden, bis Griechenland die Kostenübernahme für nachträgliche Registrierungen und Identitätsuntersuchungen zugesichert hat. Griechenland sollte auch zur Begleichung der Kosten für die Justiz im konkreten Fall herangezogen werden.

Ausländer mit Hakenkreuzen sollten ohne ein aufwändiges Anerkennungsverfahren wieder ausgeschafft werden. Wenn die bayrische Regierung Hitler 1923 einfach ohne rechtsstaatliche Skrupel rausgeschmissen hätte, wäre Deutschland und der Welt vielleicht einiges erspart geblieben.

Um die Identitätsfeststellung der Ausländer mit weggeworfenen Pässen wird man nicht herumkommen, wie sich die Groko derzeit auch dreht und windet, um das zu vermeiden.

Die Regierung Merkel ist, wie der Kasus zeigt, eine einzige Katastrophe für den Rechtsstaat. So eine Liederlichkeit, Pflichtvergessenheit, Schlamperei, so ein Schlendrian, so eine Abgebrühtheit im Umgang mit Steuergroschen, solch eine Fahrlässigkeit und Gleichgültigkeit hat es im pedantischen Deutschland das letzte Mal in der verlotterten Münchner Räterepublik gegeben.

Die damaligen Revolutionsakteure Eisner, Mühsam, Dr. Lipp, Gesell, Axelrod, Hitler, Niekisch, Lewien und Toller verband nur eine sehr verschwommene Vorstellung vom neuen Menschen und einer neuen Zeit und der Wunsch in diese neue Menschheitsperiode einzutauchen. Diese Verblendung gibt es nach knapp hundert Jahren erneut. Die Herrschenden haben den Bezug zur Realität wieder einmal verloren.

Die Münchner wurden 1918/19 mit glühenden Reden vom Reich des Lichts, der Schönheit und der Vernunft genervt, wie heute ganz Deutschland mit euphorischer Integrationsprosa eingelullt wird. Sie antworteten mit dem Gstanzl (=Spottgesang) „Revoluzilazilizilazi hollaradium, alls drah ma um, alls kehr ma um, alls scheiß ma um, bum, bum!“

Foto: Prabel

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