Frankreich: Frauen vs. Scharia

Von Marilla Slominski

In Frankreich versuchen Frauenrechtlerinnen sich die Straßen in der islamischen Nachbarschaft zurückzuerobern, in denen sie nicht mehr willkommen sind.

Die Brigarde des Mères, die für Gleichberechtigung eintritt, beklagt, dass in vielen Gegenden Frauen durch die männlich dominierten Straßen mittlerweile zu verängstigt seien um bestimmte Gegenden aufzusuchen.

In einem schockierenden Fernsehbericht des TV Senders France 2 wird gezeigt, dass in muslimischen Gegenden Frauen in Bars und Cafe´s nicht mehr geduldet werden, viele der Männer sagen ganz offen, dass sie Frauen gar nicht mehr in der Öffentlichkeit sehen wollen.

Für den Fernsehbericht hatten sich zwei Frauen der Brigarde des Mères mit versteckter Kamera nach Sevran begeben, einem Pariser Vorort, indem die Rassenunruhen im September 2005 begannen.

Kaum hatten Nadia Remand and Aliza Sayah eines der nur von Männern besuchten Cafe´s betreten, wurden sie auch schon vom Besitzer angesprochen: „Was wollt Ihr hier? Wartet Ihr auf einen Mann? Geht raus und wartet da, hier drinnen sind Männer“!

Als sie erwiderten es sei in Frankreich normal, dass Frauen in ein Café gingen, wurde ein junger Mann, der sie entdeckte, wütend: „Hier sind Männer. In diesem Café sind Frauen nicht erwünscht. Wir sind hier in Sevran, nicht in Paris, hier gelten andere Regeln. Meine Cousine ist auch zu Hause und nicht auf der Straße.“

Er erklärte ihnen, der Pariser Vorort Sevran sei “bled”, ein französisches Slang-Wort, dass muslimische Migranten aus Nordafrika benutzen, um ihr Territorium zu benennen

Angesichts dieser Zustände prangert die Frauenrechtsgruppe an, dass die Entscheidung der Regierung im Jahre 2005 mehr Imame ins Land zu holen um die religiösen Spannungen zu mildern, der fundamentalistischen Version des Islam weiter Vorschub geleistet habe.

In Lyon, der zweitgrößten Stadt Frankreichs, hat sich der Kleidungsstil der Frauen im Straßenbild mittlerweile komplett gewandelt um nicht von muslimischen Männern bedroht oder belästigt zu werden.

Eine junge Frau erzählt: „Ich tue alles um nicht aufzufallen. Ich trage nur weite Hosen und auch keine Röcke mehr, geschweige denn Make-Up. Ich habe Angst, so einfach ist es.“

Nun fangen einige wenige Frauen an sich zu wehren, bevor ganze Stadtgebiete sich für sie in No-Go Zonen verwandeln. Die ortsansässige Frauengruppe  „Collectif des Femmes“ organisiert regelmäßig Protestmärsche und Café-Besuche, und legt Wert darauf, dass sich das „nicht gegen die Muslime richtet, sondern als Einladung an sie verstanden werden soll, an der Gesellschaft teilzuhaben und sich nicht abzugrenzen.“

Der französische Minister Pascale Boistard gibt zu: „Es gibt Gebiete in unserem Land, in dem Frauen sich nicht mehr aufhalten können.“

Diese neuesten Enthüllungen kommen für die französische Regierung zur Unzeit, denn nächstes Jahr im März sind Wahlen und der Fron National liegt in Umfragen vorne. Nach den islamischen Terroranschlägen in Paris und Nizza nun No-Go-Areas für Frauen, eine Steilvorlage für Marion Maréchal-Le Pen, die heftig reagiert und anprangert, dass der Französische Sekularismus langsam von der Scharia unterwandert wird.

Marine Le Pen findet deutliche Worte: „In einigen Teilen des Landes herrscht nicht mehr das französische Recht, das Recht der Republik. Unter unseren Augen etablieren sich Mini-Kalifate, in denen die Sharia herrscht. Die Enthüllung zeigt die Spaltung der französischen Gesellschaft, in der zwar eine Gruppe von Menschen unsere Staatsbürgerschaft besitzt, aber ansonsten nicht viel mit uns zu tun hat. Wir gehen nicht mehr dieselben Straßen entlang, wir haben nicht die gleichen Vorfahren, die gleiche Geschichte, die gleiche Kultur, das gleiche Gesetz und den gleichen Lebensstil.

Das Problem des heutigen radikalen Islam ist offensichtlich auch das Problem der Einwanderung und die Spaltung unserer Gemeinschaft.“

Symbolfoto: Pixabay/ judithscharnowski

http://www.express.co.uk/news/world/742883/Immigration-French-women-protests-take-back-streets-Muslim-majority-areas-France-Paris