Zahl verdreifacht – Immer mehr Tunesier kommen in Italien an

Foto: JouWatch
Immigranten (Foto: JouWatch)

Italiens Innenminister zeigt sich alarmiert und warnte am Dienstag im Parlament: Die Zahl der Ankünfte in Sizilien von Immigranten aus Tunesien ist sprunghaft angestiegen. In der vergangenen Woche habe sich die Zahl verdreifacht.

In den vergangenen zwei Monaten trafen laut italienischen Medienberichten 4.000 Tunesier in Italien ein. Italien indes bescheinigt so gut wie keinem Tunesier das Anrecht auf Asyl, zudem hat Italien ein Rückführungsabkommen – allerdings nur von 30 Personen pro Woche- abgeschlossen, so dass die Mehrheit der Ankommenden abtaucht und sich mithilfe von Bekannten und Verwandten illegal in Italien aufhält.

Nicht nur Sizilien auch die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa, dessen Bürgermeister Salvatore Martello bereits vor Wochen Alarm geschlagen und die Schließung des Hotspots gefordert hatte, sind längst schon am Ende ihrer Kapazitäten angelangt. Wie Jouwatch berichtete, werden die Einwohner der Insel von illegalen betrunkenen Immigranten angepöbelt und bedroht, so dass Martello die öffentliche Sicherheit massiv bedroht sieht und davor warnte, dass die Insel in die Anarchie stürzen könnte, sollte die Landesregierung nicht endlich handeln.

Italiens Innenminister Marco Minniti befürchtet, dass sich unter den tunesischen Immigranten Dschihadisten befinden könnten. Nachdem der IS besiegt sei, würden die Legionäre in kleinen Gruppen oder als Einzelpersonen versuchen, nach Hause zurück zu kehren.  „Einige könnten über die Migrationsroute ihr Glück versuchen“, so die Befürchtung von Minniti. Wie die Krone mit Berufung auf die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ berichtet, seien unter den zuletzt auf Sizilien angekommenen Tunesiern mehrere polizeibekannte Personen gewesen, die infolge eines von Tunesien beschlossenen Strafnachlasses aus der Haft entlassen worden seien, und nun in Europa anlanden. (SB)

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