Peter Gauweiler: „Horst, es ist Zeit“

(Bild: JouWatch)
Peter Gauweiler (CSU) (Bild: JouWatch)

Der ehemalige CSU-Vize Peter Gauweiler nannte das schlechte Wahlergebnisse seiner Partei als „selbstverschuldet“ und forderte dazu auf, vor dem Beginn der Koalitionsverhandlungen zuerst die Führungsfrage: Seehofer oder Söder – zu klären.  Nun wird er von seinen Parteikollegen als „disziplinloser Besserwisser“ kritisiert.

Koalitionsverhandlungen seien nicht dazu da, das Ende eines Parteichefs hinauszuschieben. So die Position des ehemaligen CSU-Vize Peter Gauweiler, der Ende 2015 wegen innerparteilicher Differenzen in der „Eurorettungspolitik“ sowohl auf sein Mandat als Bundestagsabgeordneter, als auch auf den Posten des stellvertretenden CSU-Vorsitzenden verzichtete.

„Horst, es ist Zeit“

Gauweiler forderte seine Parteikollegen vor dem Beginn der Koalitionsverhandlungen auf, zuallererst  die Führungsfrage innerhalb der Partei zu klären. Die Partei müsse jetzt entscheiden, ob sie weiter von Horst Seehofer oder von Markus Söder geführt werden will, so der Euro-Rebell Gauweiler im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“.

Es gebe von Rainer Maria Rilke das schöne Gedicht über den Herbst, in dem es heißt: „Herr, es ist Zeit, der Sommer war sehr groß“. Das gelte jetzt für die CSU: „Horst, es ist Zeit“, so Gauweiler, der als scharfer interner Kritiker von Horst Seehofer gilt.

Die CSU brauche keine „disziplinlosen Besserwisser“

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer warf Gauweiler nach dem erneuten Anfachen der Personaldebatte vor, eine „vorsätzliche Schwächung seiner Partei“ zu betreiben. „Peter Gauweiler enttäuscht auf ganzer Linie, denn vor der Wahl war kein Mucks von ihm zu hören und jetzt aus der Versenkung weiß er alles besser.“ Die CSU brauche keine „disziplinlosen Besserwisser“.

Kollege Alexander Dobrindt kritisiert den meinungsstarken Ex-Vorsitzenden seiner Partei in der öffentlich-rechtlichen ZDF-Sendung Maybrit Illner, dass Kollegen, die sich während des gesamten Wahlkampfes nicht zu Wort gemeldet haben und „sich selber aus der Verantwortung gezogen“ hätten, nicht nach der Wahl Vorwürfe verteilen sollten. Die CSU stehe vor der schwierigen Herausforderung, in Berlin eine Koalition zu schaffen, so der CSU-Landesgruppenchef Dobrindt. Dafür gebe es einen Wählerauftrag, den die CSU „mit Horst Seehofer erfüllen“ werde, so der getreue Parteisoldat. (SB)

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