„Wenn Sie AfD wählen: Kaufen Sie woanders!“

(Bild: Screenshot)
Martina Bergmann hetzt in Börsenblatt gegen die AfD (Bild: Screenshot)

„Deutlich sein“. So nennt Martina Bergmann es, wenn sie am Wahlabend ein Blatt Papier in das Schaufenster ihres Buchlandes hängt auf dem zu lesen ist „Wenn Sie AfD wählen: Kaufen Sie woanders! Die Buchverlegerin fand zudem, dass „geruchsneutrale Alternativen zur Wahl gestanden hätten“. Das Börsenblatt, die Hauszeitschrift des Deutschen Buchhandels, druckt offensichtlich mit größter Freude den verbalen Auswurf der Kleinverlegerin ab. 

Martina Bergmann  – Inhaberin eines Buchverlages und einer Buchhandlung im nordrhein-westfälischen Borgholzhausen – machte aus ihrer tiefen Abneigung gegen die AfD keinen Hehl. Im Schaufenster ihrer Buchhandlung hing am Wahlabend der vergangenen Bundestagswahl ein Zettel. Darauf handschriftlich vermerkt: „Wenn Sie AfD wählen: Kaufen sie woanders!“ Die politische Position so prominent heraushängen zu lassen ist selbstredend das gute Recht von Frau Bergmann. Ihren kleinen Buchladen wie den ebenso kleinen Verlag zu umgehen, selbstredend auch.

„Es standen geruchsneutrale Alternativen zur Wahl“

Was jedoch das Börsenblatt, das sich selbst als das „Portal der Buchbranche“ sieht und aufgrund seiner Anzeigen- und Auflagenstärke mutmaßlich das Sprachorgan der deutschen Buchbranche darstellt, dazu treibt, den verbalen Auswurf der Kleinverlegerin abzudrucken, diese Frage sollte durchaus gestellt werden dürfen. Darüber hinaus, wie die zahlreichen Mitglieder dieses Börsenblattes es finden, das dieses als Plattform von Frau Bergmanns politischer Agenda missbraucht wird.

„Es standen geruchsneutrale Alternativen zur Wahl“, so die Überschrift ihres Meinungsartikels auf der Internetpräsenz des Börsenblattes, indem die ausgemachte AfD-Hasserin fragt, ob es Aufgabe der Buchhändler sei, darüber zu wachen, „an welcher Stelle die Freiheit des Nichtwissens für andere gefährlich wird“. Diese Frage kann auch ohne den Konsum von Frau Bergmanns Beitrag rundweg mit einem glasklaren „Nein“ beantwortet werden.

„Wie kommt man dazu, von einem „gärigen Haufen“ repräsentiert werden zu wollen?

Wer sich die Meinung der Kleinverlegerin trotzdem zu Gemüte führen möchte, wird einleitend darüber von ihr informiert, dass sie als Verlegerin es sich nicht leisten könne und wolle, auf dem „rechten Auge“ blind zu sein. Denn das wäre unanständige, da sie in ihrem Mini-Verlag ja auch Bücher von jüdischen Autoren, die den Holocaust nicht überlebten, verlege – um dann – wenig überraschend für Leute ihres Schlages – auf die AfD zu kommen: „Deswegen habe ich am Wahlabend ein Schild an die Tür gehängt – Wenn Sie AfD wählen: Kaufen Sie woanders!“

Fast stolz unterrichtet sie weiter darüber, wie Personen sich in ihrem Laden am darauffolgenden Montag über den Wahlausgang ausgetauscht hätten. Bergmanns Stellung zum Thema: „Wie kommt man dazu, von einem „gärigen Haufen“ repräsentiert werden zu wollen? Ich meine, der stinkt. Selbst wenn man die Bundeskanzlerin nicht mag, wenn man von der großen Koalition die Nase voll hatte – es standen geruchsneutrale Alternativen zur Wahl. Was muss einem passiert sein, dass man radikale Verweigerung wählt?“.

Bergmanns Ideen werden von Thalia und Co. vollstreckt

Diese Frage beantwortet uns Frau Bergmann im Fortgang nicht, sondern bejammert – und hier zu Recht – die aktuelle Lage von Selbstständigen in diesem Land, um uns abschließend ihre irrige Ansicht auf die Augen zu drücken, dass ihr Berufsstand und insbesondere Leute wie sie die Aufgabe hätten, uns die „Demokratie“ zu vermitteln. Dies könnte Bergmann zudem mit viel mehr Muse tun, wenn sie nicht die vorher beklagten Vorsorgeprobleme zu lösen hätte. Dann würde sie sich dafür einsetzen, was „gerade verdammt wichtig ist – Meinungsfreiheit, Demokratie, ein ganz entschiedenes Eintreten gegen völkisch verblasenen Unfug und selbstgefälligen Kulturchauvinismus“.

Währenddessen gehen die Großen aus ihrer Branche –Thalia oder bücher.de – zur Vollstreckung über und boykottieren missliebige Autoren wie Thorsten Schulte oder Akif Pirincci flächendeckend. Alles für unsere Demokratie, oder das was Frau Bergmann darunter versteht! (BS)

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