Merkel ist Geschichte

Foto: Sreenshot/Youtube
Jetzt pfeifen es nicht nur die Spatzen von den Dächern: Merkel hat fertig (Foto: Sreenshot/Youtube)

Solch einen desaströsen Abschluss ihres Wahlkampfes hat sich Angela Merkel wohl nicht vorgestellt: Auf dem Marienplatz in München wird die Kanzlerin ausgebuht, wie wohl bei keiner ihrer vorherigen Wahlkampfauftritte.

München – „Krass ausgepfiffen“, so die Feststellung des Münchner Merkurs über Angela Merkels Wahlkampfauftritt auf dem Münchner Marienplatz, wo sie fast schon in das Mikrofon schreien musste, um die Buhrufe zu übertönen. Während ihrer gesamten Rede in München wurden die Proteste nicht leiser. Die Kanzlerin kann den Auftritt jetzt schon als Debakel abhaken. Im Wahlkampf gab es nie derartig laute Anti-Merkel-Proteste wie heute in München.

Die Kameras zeigten wohlweislich keine Bilder der Demonstranten. Das erlaubte Bayerns Innenminister Joachim „Mr. Sicherheit“ Hermann die unverfrorene Behauptung, es seien 8.000 Zuhörer auf den Marienplatz gekommen, um die Kanzlerin zu hören, aber nur 100 Störer. Ernsthaft: Können 100 Leute in einer Masse von 8.000 ein derartiges Spektakel veranstalten? – Wohl kaum. Es müssen mindestens 1.000 gewesen sein.

Da half Angela Merkel auch eine äußerst merkwürdige, schauspielerische Fehlleistung nichts. Extra für München hatte sie die Deutschen wiederentdeckt. Sie hörte sich fast an wie eine Sprecherin der Identitären Bewegung. Aus Vorpommern sei sie und sie wisse, was sie von den Mecklenburgern unterscheidet. In Franken sei sie gewesen, bei den Schwaben, den Oberpfälzern, den Oberbayern – und nun auch noch bei den Münchnern. „Das was 2015 passiert ist“, dürfe und werde sich nicht wiederholen. Was ist denn passiert? Sie sagt es nicht. Sie habe aus den Fehlern gelernt, sagt sie. Die europäischen Außengrenzen müssten geschützt werden, Schleppern und Schleusern das Handwerk gelegt werden. So lange das nicht der Fall sei, müssten die Binnengrenzen weiterhin kontrolliert werden. – Ach, weiterhin?

Es war eine bizarre Rede. Anstatt Kopf und Kragen zu retten, redete sich Merkel um beides. Wie soll das zusammengehen: Leute, die in Syrien, im Irak, im Libanon und sonstwo weniger als einen Dollar pro Tag zum Leben gehabt haben, hätten sich eben in Bewegung gesetzt Richtung Europa und Deutschland. Wovon diese Leute die horrenden Summen für die Schleuser bezahlt haben, – davon kein Wort. Vermutlich ist ihr selbst dieser Widerspruch gar nicht aufgefallen. Die Claquere klatschten dennoch.

Kurz nach 19 Uhr geriet die Polizei mit AfD-Anhängern aneinander. Warum genau, ist nicht ganz klar. Angeblich soll geplant gewesen sein, eine Lichtprojektion mit Wahlwerbung für die AfD an das Rathaus im Hintergrund zu werfen, was wohl verhindert worden ist. Ein AfD-Anhänger soll von der Polizei abgeführt worden sein.

Bayern hat 16 Mio. Einwohner. Sollte die Stimmung im ganzen Land so sein wie in München, und sollten sich lediglich die Bayern besonders laut artikuliert haben, dann ist Merkel Geschichte. Der Sonntag wird spannend. (ME)

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