Immer mehr Staaten versuchen den Geldkreislauf umfassend zu kontrollieren

Foto: Durch Pavel Chagochkin/Shutterstock
Wenn Schäuble da den Streicholz ranhält...(Foto: Durch Pavel Chagochkin/Shutterstock)

Auf der Jagd nach Steuern machen sie vor nichts halt. Neuestes Beispiel: Wolfgang Schäuble.

Von Martin Armstrong, übersetzt von Ingmar Blessing

Die vor uns liegende Krise wurde von mir oft genug beschrieben. Im Kern wird sie verursacht von der völligen Fehlverwaltung der Staatswesen durch die Regierungen, auch wenn immer dem Volk die Schuld in die Schuhe geschoben wird. Die Jagd nach Steuern bringt die Regierungen inzwischen sogar dazu, dass sie aktiv über die Abschaffung des Bargeldes nachdenken. Einige halten Bitcoin für eine angemessene Antwort darauf, aber sie übersehen dabei den Drang von Staaten, Steuern einzuziehen, sowie die Abwesenheiheit einer Herrschaft des Rechts, die auch diesen Namen verdient. Der Staat muss in seiner heutigen Gestalt nichts weiter machen, als ein Gesetz zu verabschieden, nach dem es illegal ist, Bitcoin zu halten ohne dies dem Finanzamt mitzuteilen und schon können sie einem alles wegnehmen.

In der Schweiz gibt es eine „Reichensteuer“, die damit verteidigt wird, dass sie mit 0,02 Prozent kaum erheblich ist. Allerdings muss dafür trotzdem jeder alle seine Vermögenswerte melden. Sie wissen entsprechend exakt, was jeder wo sein Eigen nennt und die nächste Steuererhebung oder die Einführung harter Strafen bei fehlerhaften Angaben zum Vermögen liegt gerade einmal eine Abstimmung weit weg. Nicht vergessen darf man auch, dass die Schweiz die Informationen aus dieser Steuer nach den Regeln der G20 mit allen anderen Staaten teilen muss.

In Indien konnten wir mit Erstaunen beobachten, wie hohe Banknoten abgeschafft wurden. In Europa wird man schräg angeschaut, wenn man einen 500 Euro Schein bei sich trägt und er wird möglicherweise nicht einmal angenommen. Europäische Geldautomaten geben sowieso meist nicht mehr als 200 Euro in Bargeld heraus. Hinter all dem steht die Jagd nach Steuern. Den Staaten ist es egal, da sie weder ethnischen noch moralisch agieren.

Nun will der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble auch alle großen Bargeldgeschäfte kontrollieren, da es, wie er meint, Schwarzgeldgeschäfte und Geldwäsche verhindert. Natürlich geht es ihm dabei nicht um typische kriminelle Geschäfte wie etwa den Drogenhandel, sondern einfach nur um Steuervermeidung.

Schäuble sucht eine Alternative zur offenen Abschaffung des Bargeldes, da dies weltweit auf immer mehr Widerstand trifft. Ihm ist klar, dass er das Bargeld nicht einfach so abschaffen kann. Und wenn das schon nicht geht, so meint Schäuble, sollte es doch zumindest eine Obergrenze für Bargeldgeschäfte geben, ab der das Geschäft registriert und beim Finanzamt gemeldet werden muss. So oder so ähnlich geht es überall in Europa zu, etwa in Frankreich, wo man im Hotel eine Rechnung über 1.000 Euro nicht in bar zahlen kann. Schäuble sagte, dass bei der Registrierung der Zahlungen alle an der Transaktion beteiligten Parteien namentlich angegeben werden sollten, um Schwarzgeldgeschäfte, Geldwäsche und Terrorfinanzierung zu verhindern. [das Schwarzgeld für die Parteikasse wird nicht erwähnt, es zählt möglicherweise zur Terrorfinanzierung, d.Ü.]

Mit Bedauern muss man mittlerweile feststellen, dass der Sieger im Terrorkrieg Osama bin Laden heißt. Dieser einzelne Mann hat es geschafft, die Staatswesen der Welt in eine verrückte Jagd nach Steuern zu treiben, in deren Folge unsere bürgerlichen Freiheiten und das Recht auf Privatsphäre völlig geschliffen werden. Wie kein anderer Angreifer der Geschichte hat er es geschafft, dass unsere Privatsphäre zerstört wurde. Osama bin Laden hat es damit auf die Liste der 10 einflussreichsten Menschen der Geschichte gebracht, auch wenn er nicht an Karl Marx vorbeikam.

Schäuble hat zuvor immer gesagt, dass er gegen die Abschaffung von Bargeld und die Einführung von Obergrenzen ist, wie es sie in Frankreich und Italien gibt. Nun aber hat er sich offenbar der immer weiter wachsenden Treibjagd angeschlossen, die auf das Geld der Bürger zielt und dabei Osama bin Laden als Ausrede anführt. Sogar der IWF hat mittlerweile ein Handbuch herausgegeben mit Tipps, wie sich der Bargeldumlauf so still und heimlich wie möglich abwürgen lässt. In Australien belästigen sie inzwischen sogar Kinder auf Privatschulen und verbreiten den Slogan „Bares ist für Kriminelle!“

Das alles wird in nichts weniger als einer Revolution enden. Denn ein Blick auf die Geschichte zeigt, bei allen Revolutionen geht es immer nur ums Geld.

Martin Armstrong ist ein amerikanischer Finanzanalyst und gilt als die moderne Kassandra für Wirtschaftsprognosen. Mit seinem wirtschaftlichen Zuversichtsmodell schafft er es mit großer Zuverlässigkeit, selbst weit in der Zukunft liegende Ereignisse und Trends vorherzusagen. Ob Konjunkturzyklen, Markteinbrüche oder politische Krisen, Armstrong kennt bereits das Datum. Sein Geheimnis ist ein Computerprogramm namens Socrates, das er mit einer umfassenden Datenbank mit historischen Wirtschaftszahlen versehen hat und das ihm basierend auf Informationen aus der Vergangenheit ein Bild über die Zukunft vermittelt, da so Armstrong, „die menschliche Natur sich seit Jahrtausenden nicht verändert hat und die Menschen daher immer wieder die selben Fehler machen“.

Sein Ruf eilt ihm voraus und so berät er Kunden weltweit. Groß- und Zentralbanken gehören dazu, genauso dazu wie Autokonzerne und große Universitäten und seine Prognosen sind so genau, dass er aus fadenscheinigen Gründen sogar für fünf Jahre ins Gefängnis musste, weil er nicht bereit war, den US Behörden sein Geheimrezept zu verraten. Seine Geschichte wurde unter dem Titel „The Forecaster“ verfilmt.

Auf seiner Internetseite veröffentlicht Armstrong täglich Artikel zum Tagesgeschehen und gibt seinen Lesern Hinweise darauf, was kommen wird. Das war ein aktueller Beitrag von ihm.

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