Mittelmeer: Ärzte ohne Grenzen geben „Rettungseinsatz“ auf

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Die "Ware" der NGO-Sklavenhändler Foto: Brainbitch/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Die Hilfsorganisation Médecins Sans Frontières (MSF) hat ihren „Rettungseinsatz“ auf dem Mittelmeer eingestellt, nachdem die libysche Regierung verkündet hat, die Schiffe der NGOs seien ihren Gewässern „nicht länger erwünscht“.

Vergangene Woche hatte die libysche Küstenwache Warnschüsse auf die Golfo Azzuro der spanischen NGO Proactiva Open Arms abgefeuert.

„Wir haben Euch die letzten zwei Tage beobachtet. Wir konnten verdächtige Aktivitäten feststellen, wir haben den Nachweis, dass Ihr mit den Menschenschmugglern zusammenarbeitet. Kommt nicht mehr in unsere Gewässer. Kommt nie mehr zurück, sonst erschießen wir Euch“, habe die libysche Küstenwache der Crew mitgeteilt.

Im Februar hatte die EU Grenzbehörde Frontex erstmals über dierekte Verbindungen der NGOs und den Menschenschmugglern berichtet. Seitdem hat sich der Verdacht erhärtet. Das Schiff der deutschen Organisation „Jugend Rettet“ wurde Anfang des Monats beschlagnahmt (jouwatch berichtete)