Weil Schweden Christin in den Iran abschieben wollte, bietet Ungarn ihr Asyl an

(Foto: Durch Billion Photos/Shutterstock)
In Ungarn gibt es noch Hoffnung für geflüchtete Christen (Foto: Durch Billion Photos/Shutterstock)

Ungarn hat einer zum Christentum konvertierten Iranerin Asyl angeboten, weil Schweden sie in den Tod abschieben will.

Von Marilla Slominski

Der Asylantrag von Aideen Strandsson wurde von Schweden abgelehnt, obwohl ihr bei ihrer Rückkehr in den Iran wegen ihres christlichen Glaubens Gefängnis, Vergewaltigung und sogar der Tod droht.

Die ungarische Regierung lehnt es ab, sogenannte  Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika, die auf ein besseres Leben in Europa hoffen, aufzunehmen.

Um seine christlichen Regeln zu schützen, lehnt Ungarn besonders die Ansiedlung von Muslimen ab.

Die Regierung gab am Mittwoch bekannt, dass sie bereit sei, die Iranerin als Flüchtling aufzunehmen.

„Ungarn wird niemanden zurückschicken, dessen Leben in Gefahr ist“, gab der stellvertretende Premierminister Zsolt Semjén bekannt.

„Es ist unsere moralische und verfassungsmäßige Pflicht einem verfolgten Christen Schutz zu gewähren“, so Zsolt Semjén.

„Wir haben von Anfang an immer zwischen Wirtschaftsmigranten und echten Flüchtlingen unterschieden. Wir schützen Ungarn vor der Invasion von Migranten, aber wir bieten Menschen, die aus politischen, religiösen oder nationalen Gründen auf der Flucht sind, Asyl an“, erklärt der stellvertretende Premier.

Aideen Strandsson kam 2014 mit einem Arbeitsvisum nach Schweden und änderte ihren Nachnamen, weil sie im Iran aus Filmen und Fernsehserien bekannt ist.

Als sie ein Video sah, indem eine Frau gesteinigt wurde, beschloss sie dem Islam den Rücken zu kehren und trat zum Christentum über. Seitdem erhielt sie die üblichen Drohungen von Muslimen.