YouTube macht ernst und zensiert weltweit alles, was nicht auf Links gedreht ist

Foto: Collage
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Bislang war YouTube eine angenehme Ausnahme beim Thema Meinungsfreiheit. Jenseits sexueller Inhalte konnte man so gut wie alles finden und selbst eindeutig politisch extreme Ansichten hatten ihre Nische. Die einzige Einschränkung galt bei der Monetarisierung missliebiger (also nichtlinker) Inhalte, bei denen YouTube es nicht erlaubte, Werbung zu schalten, wovon auch JouWatch betroffen war. Nun aber greift das Videoportal durch und löscht im Rahmen einer massiven weltweiten Säuberungsaktion  selbst „kontroverse“ Inhalte, die eigentlich keine sind.

Von Ingmar Blessing

Das wohl erstaunlichste war die Löschung des Kanals von Jordan B. Peterson, einem kanadischen Psychologieprofessor, der sich mit seinem Einsatz gegen die Genderisierung von Sprache einen Namen gemacht hat und mit seiner standfesten konservativen Haltung und hochinteressanten Beiträgen eine weltweite Fangemeinde gewinnen konnte, die ihn monatlich mit über 50.000 Dollar unterstützt.

Petersons Kanal wurde nach einem Tag wieder geöffnet, da der Proteststurm dagegen einfach zu groß war. Allerdings gibt es hunderte, wenn nicht tausende Kanäle, die über ein kleineres Publikum verfügen und sich nicht gegen die Zensur ihrer Videos oder gar die Löschung ihres Kanals wehren können.

So geschehen etwa der Polin Malgorzata Koraszewska, die einen extremismusfeindlichen Kanal betrieb, auf dem sie verschiedene Videos von Memri mit polnischen Untertiteln versah. Memri ist eine Stiftung, die zum Ziel hat, islamextremistische Prediger zu entlarven und auf der eigenen Internetseite deren hasserfüllte Ansprachen veröffentlicht. Offenbar war es eine gute Entscheidung von Memri, sich nicht auf YouTube zu verlassen, denn sonst wäre der Kanal jetzt wohl auch weg.

Aber auch den Autor dieser Zeilen hat es schon getroffen. Auf meinem Kanal für die Inselpresse wurden vor einer Woche gleich zwei Videos gelöscht, wobei eines davon bereits ein Jahr alt war und eines einen Monat. Bei beiden handelte es sich um heimlich Aufnahmen von Ansprachen durch in Großbritannien lebende islamische Extremisten, die ich mit einem Untertitel versehen habe, um deren Hassrede zu dokumentieren. Trotzdem wurden sie gelöscht und die Löschung wurde nach meinem Einspruch dagegen beibehalten und zwar trotz meines Hinweises, dass es sich hierbei um die Dokumentation von Hassrede handelt und nicht um Hassrede selbst.

Die Entscheidung für die Aufrechterhaltung der Zensurentscheidung in meinem Fall, wie auch im Fall von Malgorzata Koraszewska und vermutlich vielen anderen ist in etwa so, als würde man alle Reden von Adolf Hitler und Konsorten bei YouTube löschen, weil diese offensichtlich voller Hass sind. Dem ist aber nicht so und es gibt sogar welche, die – das zeigt die heroische Hintergrundmusik – ein positives Bild des Mannes und seiner Ideologie zeichnen. Auch gegen islamistische Propaganda hat man bei YouTube nach wie vor nichts einzuwenden, wie etwa dieses Video zeigt und auch die Antifa darf weiterhin ihre Propaganda zur Schau stellen.

Damit ist bewiesen, es handelt sich um eine ideologisch motivierte Säuberung, die bei YouTube gerade weltweit durchgeführt wird. Die Zensurtäter in Deutschland sind allseits bekannt – es ist die Bundesregierung, ihre privaten Ableger mit Stasistallgeruch und einem Hauch George Soros.

In den USA, wo der Großteil der Inhalte herstammt, arbeitet der Google Ableger YouTube, wie Paul Joseph Watson bei Infowars berichtet, nun mit der Anti-Defamation League (ADL) zusammen, die für ihre linkslastige Weltanschaung bekannt ist. Dazu kommt das Institute for Strategic Dialogue, das gemeinsam mit der schwedischen Regierung ein Kampf-gegen-Rechts-Programm betreibt, was beides ebenfalls einen bekannten dezidiert linken Einschlag hat. Hinzu kommt das „No Hate Speech Movement“, das unter anderem fordert, Donald Trump von Twitter zu verbannen, weil er dort böse Worte verbreiten könnte. Ebenfalls im Boot sitzt Snoopes, eine Faktenüberprüfungsseite und auch diese kann eindeutig dem linken Spektrum zugeordnet werden.

Bei den genannten Zensurpartnern dürfte wie üblich irgendwo im Hintergrund noch der Name Soros auftauchen. Es kommt selten vor, dass der Mann dieser Art von Einrichtungen über seine Open Society Stiftung nicht etwas Geld zusteckt.

Es ist zu vermuten, dass diese Zensurstellen nicht nur für die Inhalte in den USA zuständig sind, sondern den Auftrag haben, Inhalte aus aller Welt politisch säubern, was auch die Sperrung des erwähnten polnischen Untertitelkanals erklärt. Die polnische Regierung hätte wohl eher kein Interesse an der Schließung dieses Kanals.

Man kann sagen, dass der Kulturkampf damit in eine neue Phase eingetreten ist und das linksprogressive Establishment des Westens den Daumenschrauben hinsichtlich des „Sagbaren“ eine weitere Umdrehung hinzugefügt haben. In der Vergangenheit wurde zwar bereits eingeschritten und verhindert, dass Kanalbetreiber mit unliebsamen rechten – aber völlig legitimen – Ansichten und großem Publikum Geld mit der sonst üblichen Vermarktung verdienen können. Auch JouWatch TV  wird so behandelt und verlor aufgrund dieses Vermarktungsverbots bislang mehrere hundert Euro.

Die Lösung für viele YouTuber lag zwischenzeitlich darin, die Spendenplattform Patreon zu verwenden, was mitunter ziemlich erfolgreich war, wie die Beispiele Jordan Peterson, Carl Benjamin (Sargon of Akkad) und Tim Pool zeigen, die jeweils mehrere tausend Dollar im Monat einnehmen konnten. Patreon als Ausweichmittel steht nun aber auch auf der Kippe, nachdem es eine Kontroverse um die rechte Aktivistin und Journalistin Lauren Southern wegen vermeintlicher Gewaltpläne im Mittelmeer gab. Sie wurde bei Patreon gesperrt, während das Konto einer Antifagruppe mit selbst erklärter Gewaltaffinität erst nach einem Proteststurm ebenfalls dicht gemacht wurde. Den Nutzern von Patreon gefiel diese politische Parteinahme mit offen gelebten Doppelstandards nicht und so verlor der Dienst in kürzester Zeit einen bedeutenden Teil seiner Nutzer. Das Problem dabei hat nicht nur Patreon, sondern vor allem die Betreiber von YouTube Kanälen. Tim Pool meinte in einem aktuellen Video, dass er innerhalb von 2 Tagen einen massiven Einbruch bei seinen Zuwendungen zu beklagen hatte.

Auch wenn sich der Chef von Patreon öffentlich zum Fall von Lauren Southern äußerte und versicherte, dass die Kommunikation sich verbessern würde, damit solche Fälle nicht mehr auftreten, ist der Schaden erst einmal da. Im Unterschied zu genehmen oder gar staatlichen Anbietern agieren YouTuber jenseits des Mainstreams mit nur kleinen Rücklagen, weshalb eine solche Störung ihnen bereits äußerst gefährlich werden kann. Ihr teilweise überragender Erfolg im Vergleich zu Mainstream-Angeboten kann dies dank des systematischen Vorgehens des Establishments nicht wettmachen.

Momentan sieht es also aus wie ein bedeutender Etappensieg des linken Mainstreams gegen die Meinungsfreiheit im Internet. Allerdings ist das letzte Wort in der Sache nicht gesprochen. Nicht nur hat die massive Säuberungsaktion durch YouTube tausende, wenn nicht Millionen Nutzer aufgebracht und treibt sie noch weiter weg vom Mainstream, sondern es ist im Internet auch sehr einfach, Alternativen zu bestehenden Angeboten aufzubauen. Das gilt für Patreon als Spendenplattform genauso wie für Facebook als Verbreitungsplattform, aber auch für YouTube als Videoplattform selbst.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Establishment vielleicht gerade einen Sieg im Kampf um das Sagbare errungen hat, gleichzeitig aber könnte es sein, dass sie damit ihre Niederlage im Krieg um die kulturelle Deutungshoheit besiegelt haben.