Diesel: Was soll der ganze Quatsch?

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Verbrenn´s einfach! (Foto: Pixabay)

Die Nachrichtenagenturen überschlagen sich bald. Es herrscht Tumult im Hühnerstall. Malu Dreyer, MP von Rheinland-Pfalz gackert mit, der Kretschmann gackert „es gibt den sauberen Diesel“, Hersteller sollen ihre Altprodukte nachrüsten, der „große Dieselgipfel“ (8.987 m über NN) wurde ins Innenministerium verlegt, Diesel-Diesel-Diesel. Geht´s eigentlich noch? Reicht es in diesem Lande wirklich, jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf zu jagen, damit sich alle an der Saujagd beteiligen, ohne sich zu fragen, was das denn heute wieder für eine Sau sein soll?

Max Erdinger

Auf den Weltmeeren sind 40.000 Frachtschiffe unterwegs, die Schweröl als Treibstoff verbrennen. Schwefelgehalt 3.500 mal höher als bei Diesel. Ein Bruchteil dieser Flotte produziert so viel Schadstoffe wie alle PKW der Welt zusammen. Verbrauch eines großen Containerschiffs pro Tag: 150 Tonnen (!) Schweröl. Die ganze Diesel-Story, wegen der allerweil die ganze Nation in Schnappatmung verfallen ist, ist keine Story! Das ist die blanke Hysterie!

Es gibt Leute, die vom Thema etwas verstehen. Prof. Matthias Klingner von der Abteilung Verkehrs- und Infrastrukturforschung am Fraunhofer-Institut ist so einer. Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.7.2017 –

Prof. Klingner – Zitat: „Es ist ein bisschen wie bei „Des Kaisers neue Kleider“. Dazu muss man allerdings etwas weiter ausholen. Das Feinstaubproblem und das Stickoxidproblem hängen sehr eng zusammen. Vor einigen Jahren ist das Feinstaubproblem massiv diskutiert worden, weil sich jemand den Tagesverlauf der Feinstaubkonzentrationen angesehen und mit dem Tagesverlauf der Verkehrsbelastung verglichen hatte. Da gibt es Ähnlichkeiten, die beiden Verläufe scheinen zu korrelieren.

Frage DNN: …aber sie hängen nicht ursächlich zusammen?

Prof. Klingner: Wir haben sehr große Daten-Mengen aus Messnetzen ausgewertet und dabei festgestellt, dass es noch sehr viele andere Einflussfaktoren gibt. Abgesehen von Regen und dessen Nachwirkungen gibt es auch einen ganz klaren Zusammenhang zur Sonne. Ein großer Teil der gemessenen Feinstaub-Immissionen ist natürlich verursacht und durch den Tagesgang der Sonne geprägt.

Frage DNN: Wie kommt das?

Prof. Klingner: Die Sonne erwärmt den Boden, warme Luft steigt auf, kühlt ab und sinkt wieder zu Boden. Durch diese „Walze“ wird auch Feinstaub aufgewirbelt, wenn der Boden trocken ist. So lassen sich bis zu 40 Mikrogramm Feinstaub, 50 Mikrogramm ist der Grenzwert, direkt auf die Sonneneinwirkung zurückführen. Dazu kommen noch andere meteorologische Effekte. Extremwerte bei der Feinstaubbelastung entstehen beispielsweise im Winter. Die „Walze“ der untersten Luftschicht hat normalerweise eine Dicke von etwa 2000 Metern. Wenn sich auf diese Luftschicht kalte Luft legt, verdichtet sich die „Walze“ auf 200 oder 300 Meter, entsprechend erhöhen sich dann auch die Feinstaubwerte, die gemessen werden. Diese Inversionswetterlagen sind die Ursache für die extremen Spitzenwerte, da können Sie am Autoverkehr drehen, was sie wollen. Das ist ein ganz natürliches meteorologisches Phänomen.

Frage DNN: Wie groß ist der Anteil des Autoverkehrs dann noch?

Fünf bis acht Mikrogramm kommen aus dem Autoverkehr. Zwei bis vier Mikrogramm aus Abgasen und dann wirbeln Autos, unabhängig ob mit Diesel oder Benzin angetrieben, ja auch selbst Feinstaub auf. Die Abgasbelastung ist also minimal gegenüber der natürlichen. In Inversionswetterlagen können die Feinstaubwerte auf 100 bis 150 Mikrogramm pro Kubikmeter steigen. Wenn Sie da den kompletten Verkehr sperren, haben Sie vielleicht zehn Mikrogramm weniger. Das reduziert die Spitzenbelastung faktisch gar nicht. – Zitatende.

So weit also Prof. Klingner. Zum Thema Diesel-Abgasreinigung und Gesundheitsgefährdung:

Die alten Vorkammerdiesel aus jener Zeit, als die Deutschen noch nicht ein Volk durchgeknallter, vermeintlich allwissender Hysteriker gewesen sind, haben stinkende, schwarze Rußwolken aus dem Auspuff entlassen. Waren die gefährlich? – Ja. Wie gefährlich waren die? – Feinstaubmässig unter aller Sau, krebserregend. Aber: Die ausgestossenen Partikel waren groß genug, damit sie eine ansonsten gesunde Lunge wieder abhusten konnte. Heute ist das anders. Was heute nach Abgasrückführung, Partikelfilterung und Ad-Blue-Einspritzung (Harnstoff) in den Auspuff ausgestossen wird, ist ja nicht völlig partikelfrei. Die Partikel sind nur wesentlich kleiner – und die hustet keiner mehr ab. Außerdem: Funktionieren die aufwändigen Reinigungssysteme nicht 100-prozentig, dann ist das, was der moderne, „saubere“ Diesel ausstößt, giftiger als Dinosaurierfürze. Diese Systeme altern und werden defekt. Es gibt keine Autowerkstatt, die nicht täglich mit völlig zugesetzten AGR-Ventilen (Abgasrückführung) konfrontiert wäre. Dieselautos, die hauptsächlich im Kurzstreckenbetrieb eingesetzt werden und kaum jemals die optimale Betriebstemperatur erreichen, sind ca. alle 30.000 Kilometer von dem Problem betroffen. Ein einziger Auspuff, der nicht ganz dicht ist, plus Ad-Blue-Einspritzung, verursacht einen ultragiftigen Ausstoß. Die ersten Ad-Blue-Systeme sind inzwischen gute zehn Jahre alt und oft noch täglich im Betrieb. Technische Überwachung: Bei PKW alle 2 Jahre, bei Bussen (ca. 100.000 km pro Jahr) jährlich.

Der Kohlendioxidanteil der Erdatmosphäre liegt bei etwa 0,04 Prozent. Circa 0,02 Prozent davon sind der globalen Industrialisierung geschuldet. Und hierzulande flippen alle aus, weil mal wieder eine neue Sau durchs Dorf gejagt wird!? Allein der völlig unbeeinflußbare Vulkanismus ist für eine Abgabe von 150 – 260 Megatonnen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre verantwortlich.

Es reicht ein einziger Blick auf wikipedia, um das Ausmaß der Hirnverödung zu erkennen, welches die aktuelle Dieselhysterie kennzeichnet – Zitat:  „Im Kohlenstoffzyklus wird ständig eine sehr große Menge an Kohlenstoff zwischen Atmosphäre und anderen Depots wie z. B. Meere, Lebewesen und Böden ausgetauscht. Die meisten CO2-Quellen haben einen natürlichen Ursprung und werden durch natürliche CO2-Senken ausgeglichen. Die atmosphärische Kohlenstoffdioxidkonzentration wird vom Stoffwechsel der Lebewesen auf der Erde, aber auch von Reaktionen beeinflusst, die unabhängig von jeglichem Leben ablaufen und ihren Ursprung in physikalischen und chemischen Prozessen haben. Die Zeitkonstante, d. h. die Geschwindigkeit dieser Vorgänge variiert stark und reicht von wenigen Stunden bis zu mehreren Jahrtausenden.“ – Zitatende.

Ein einziger großer Vulkanausbruch reicht aus, um sämtliche grünen Feinstaubplaketten der hysterischen Republik zu grünen Punkten der absoluten Lächerlichkeit auf gläsernen Scheiben zu machen. Und hierzulande flippen alle ökohysterisch mit! Befördert wird dieser grunddemokratische Diskurs auf Basis völlig irrationaler Zivilreligiosität von genau denjenigen, denen wir bereits die Verspargelung der Landschaft mit ihren geschissenen Windrädern verdanken und die seit Jahrzehnten jeden vernunftbegabten Menschen mit ihrer Hysterie in den Wahnsinn treiben.

Clemens Gleich bei heise.de bereits 2011 – Zitat: Die Währung der Weltverbesserung – Denn was die Einheit „Gramm CO2“ so attraktiv macht, ist ihre Eignung als Währung der Weltverbesserung. Sie erlaubt es, unvergleichbare Dinge mit dem Holzhammer zu Einheitsbrei gekloppt miteinander zu vergleichen. Sie erlaubt außerdem, das Leben eines Menschen in einem einzigen Zahlenwert zu quantifizieren, was die deutsche Seele instinktiv als gut, richtig und schön empfindet, selbst wenn der Zahlenwert den vernachlässigbaren Nachteil hat, ein haltloses Hirngespinst zu sein. Alles hat heute einen „CO2 footprint“, quasi einen Fußabdruck auf dem logischen Denken an sich, hinterlassen vom ständigen stumpf Dagegentreten. So werden KFZ aufgrund von den Herstellern zusammengeschummelter CO2-Ausstoßphantasien zusätzlich besteuert, obwohl wir längst Steuern auf den Treibstoff haben – Steuern also, die den realen, tatsächlichen Verbrauch abdecken und damit sogar die unverbrannten Kohlenwasserstoffe aus alten Motoren, Kaltstarts und Volllastanfettung mit einbeziehen.“ – Zitatende.

Diese ganze Diesel-Debatte zeigt lediglich eines: Wir haben kein Dieselproblem, sondern wir haben ein Kulturproblem. Und zwar ein gewaltiges. Diese Dieseldebatte ist lediglich eines von vielen Symptomen. Früher war Gott allmächtig und der Mensch Teil seiner Schöpfung. Da konnte nicht viel schief gehen. Es galt: Der Mensch denkt und Gott lenkt. Perfekt! Seit der Mensch aber selber der liebe Gott geworden ist, hält er sich logischerweise auch selbst für allmächtig. „Umwelt“ ist ein Begriff, der es erst 1915 in ein deutsches Wörterbuch geschafft hat. Er ist das perfekte Instrument, den Menschen aus der „Gesamtwelt“ herauszunehmen und ihn in einen Gegensatz zur Welt zu stellen, ja, ihn zu einer Bedrohung für die Welt zu erklären. Damit läßt sich trefflich Interessenpolitik betreiben. Nichts anderes passiert gerade. Und alle machen mit wie die Bekloppten. Nicht mit mir.

80 Mio. Deutsche beteiligen sich wie die Irren an einer absolut wahnsinnigen Diskussion zur Weltrettung und zur Feinstaubreduzierung in ihren Städten. Gebe der Herr, daß sie niemals noch viel größere grüne Hirnfürze plagen mögen. Es ist doch zum Davonlaufen mit diesen verweicheierten Helmchenträgern! „Zulässige Grenzwerte“ sind für diese Gottlosen ungefähr dasselbe wie für den Hardcorekatholiken die Monstranz! Es gibt einen zulässigen Grenzwert – und der wurde überschritten -gottogott! Leute, es gibt zulässige Grenzen, da wo das Land anfängt oder aufhört – und die wurden vielleicht erst überschritten, leck´ mich fett. Wenn sich die deutschen Hysteriker und Helmchenträger um ihre Landesgrenzen solche Sorgen machen würden wie über den „zulässigen Grenzwert“, den ihnen irgendwelche Zivilreligiösen aus Glaubensgründen als anbetungswürdig präsentiert haben, dann könnte man vielleicht langsam wieder daran denken, von einer Kulturnation zu sprechen.

Aber so? Hopfen und Malz sind verloren angesichts dieser hysterischen Zivilreligiosität. Ein Wahnsinn, woran diese degenerierte, dekadente, sich in Auflösung befindliche Nation von superschlauen Bescheidwissern und Zivilreligiösen alles stattdessen glaubt, seit sie den kulturell einigenden religiösen Glauben zum Aberglauben erklärt hat. Gold für Scheiße eingetauscht, sozusagen. Sollen sie sich doch allesamt mit einem Fahrradhelmchen auf ihren Krachschädeln und einem Windrädchen in der kalten Hand beerdigen lassen. Obwohl: Man könnte sich natürlich auch in „Soilent Green“ verwandeln lassen. Das wäre „umweltfreundlicher“, als voller Schad- und Giftstoffe in einem verwesenden Körper die liebe Mutter Erde zu verschmutzen. Handelt es sich eigentlich bei heutigen Dieseldiskutanten noch um Menschen mit einem Verstand, oder ist das inzwischen nur noch regierte Biomasse, bei der reflexhaft das Jagdfieber ausbricht und das Mundwerk sinnlos daherzuplappern anfängt, sobald man ihr nur eine neue Sau vorsetzt, die obrigkeitsseitig zum Abschuß freigegeben worden ist? Das frage ich mich ernsthaft angesichts dieser schwachsinnigen Debatte.