Mutti vs. Mutti?

Foto: Collage
Mutti vs. Mutti (Foto: Collage)

Ein Bild geht um die Welt und erhitzt die Gemüter. Frauke Petry stellt sich in einer neuen Werbekampagne für die AfD als liebreizende, wenn nicht sogar fürsorgliche Mama vor. Das Plakat hat eine überaus positive Ausstrahlung und wer die kinderlose, mehrmals gefaltete Angela Merkel, die dummerweise auch noch als „Mutti“ bezeichnet wird, dagegen stellt, weiß, was mit der Aussage der AfD gemeint ist, denn der Wahlkampfspruch ist ebenfalls gut gewählt.

„Und was ist Ihr Grund, für Deutschland zu kämpfen?“

Doch nun gibt es auch in der AfD Trolle, die befürchten, dass hier ein unschuldiges Kind, bei dem auch noch Herr Pretzell im Vorfeld herum gefummelt hat, für den Wahlkampf missbraucht wird.

Genau dieser schwachsinnigen Argumentationsschiene folgen auch die stalinistischen Hassprediger des „Spiegels„:

Dass ein Politiker das eigene Kind, noch dazu ein so junges, auf diese Weise politisch nutzt, kommt äußerst selten vor. Der Schill-Partei-Kandidat Ulrich Marseille warb 2002 ebenfalls offensiv mit seinem Baby, und der CSU-Chef Franz Josef Strauß zeigte sich 1980 mit Tochter Monika – die damals aber auch schon 18 Jahre alt war.

Wenn Kinder sonst überhaupt auf Wahlplakaten auftauchen, ist ihr Gesicht meistens abgewandt oder außerhalb des Bildrandes…

Aber natürlich, lieber „Spiegel“, so etwas gibt es nur bei der bösen AfD:

 

 

 

 

Aber die Wahrheit hat den „Spiegel“ noch nie interessiert, wenn es darum geht, die Kanzlerin zu stützen und so macht er munter weiter mit seiner geisteskranken Analyse:

…Dass Petry ihr Kind nun so prominent einsetzt, zeigt auch, wie sehr die Parteivorsitzende unter Druck steht. Im Wettstreit um die Spitzenkandidatur für den Bundestagswahlkampf musste sie zugunsten des Duos Alexander Gauland und Alice Weidel zurückziehen. Auf dem Kölner Parteitag blitzte sie ab mit ihrem Antrag für eine gemäßigte Strategie der Rechtspartei, und ihre Parteifreunde im sächsischen Osterzgebirge versuchten sogar, Petry den Wahlkreis zu entziehen. Der Stern der Chefin in der Partei ist gesunken, seit der Geburt ihres Babys trat sie öffentlich kaum in Erscheinung, beteiligte sich auch nicht mehr an Vorstandssitzungen…

…Das kontroverse Baby-Plakat könnte deshalb auch ein Versuch Petrys sein, vor der Wahl wieder Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wie die konservative Parteibasis auf das Poster reagieren wird, ist schwer zu sagen. Kinderreichtum ist ein AfD-Herzensthema. Andererseits könnte man ihr übelnehmen, das Baby zu instrumentalisieren. Entscheidend für Petry: Sie wäre wieder im Gespräch. Der AfD, die in den Umfragen seit Jahresanfang deutlich abgesackt ist, könnte die Kontroverse auch nützen…

JouWatch will jetzt unbedingt wissen, wie die Leser diese „umstrittene“ Plakat finden. Deshalb hier unsere Umfrage:

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