Inkompetente Politiker als roter Faden der Geschichte

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Zahlen Sie mehr Steuern! (Foto: Pixabay)

Wie man am besten im Konjunkturzyklus navigiert und Wohlstand schafft.

Von Martin Armstrong, übersetzt von Ingmar Blessing

Der Schlüssel zum Verständnis der Zukunft ist das Verstehen der Vergangenheit und wie alle Mechanismen aufeinander einwirken. Das Risiko eines neuen Mittelalters ab dem Jahr 2032 ist durchaus vorhanden. Hoffentlich aber schaffen wir es, aus der Vergangenheit zu lernen und zumindest fürs erste die Dinge in die richtige Richtung zu bewegen. Nur, aus welchem Grund auch immer sind ausgerechnet jene, die in die Politik gehen auch jene, die davon am wenigsten verstehen. Wie es scheint handelt es sich dabei lediglich um Menschen, die andere gerne herumschubsen.

Da sie in der Regel nie einen Beruf im echten Leben hatten, bleiben sie ahnungslos hinsichtlich der Funktionsweise der Gesellschaft und noch mehr hinsichtlich der Funktionsweise der Wirtschaft. Die aktuelle Krise ist ein klassisches Beispiel dafür. In den Machtpositionen haben wir es mit Menschen zu tun, die weder die Vergangenheit verstehen, noch wie die Mechanismen aufeinander einwirken. Im Ergebnis kommen dann Ideen wie jene der niedrigeren Zinsen heraus, weil sie denken, dass sich damit die Nachfrage stimulieren lässt. Nie aber, nicht in einziges Mal blicken sie in die Vergangenheit und fragen sich: „Moment mal, hat das in der Vergangenheit überhaupt schon einmal funktioniert?“

Für mich ist es wirklich erstaunlich, dass ich so viel schreiben kann wie ich will darüber, dass es die niedrigen Zinsen in Europa 10 Jahre lang nicht geschafft haben, dort die Wirtschaft anzukurbeln und doch meinen einige, dass ich falsch liege. Sie verzichten dabei auf den Blick in die Vergangenheit und beschränken ihre Meinung auf das Aufsagen jener Lehrsätze, die sie an der Universität eingetrichtert bekamen. In Rezessionen/Depressionen fallen die Zinsen von selbst, da die Nachfrage sinkt, weil die Menschen ihr Vertrauen in die Zukunft verloren haben, es also zu viele Risiken gibt, um mit erwartbarem Ergebnis investieren zu können.

Man kann eine Rezession/Depression daher nicht mit dem künstlichen Absenken der Zinsen beenden. Eine Krise wird fortdauern, bis die Menschen erwarten, dass sie in der Zukunft wieder Gewinn machen können; so lange aber dunkle Wolken am Horizont hängen werden sie sich kein Geld leihen, egal wie niedrig die Zinsen sind.

Die versuchte Lösung der Finanzmarktkrise von 2007-2009 mit dem Absenken der Zinsen hat lediglich die Fundamente der Pensionsfonds untergraben. Damit wurde dann auch der Grundstein gelegt für den Zusammenbruch der Staaten, da als erstes die Pensionszahlungen auf regionaler Ebene ausfallen werden.

Es tut mir wirklich leid. Ich liefere hier leider keine nobelpreiswürdigen Theorien. Denn letztlich muss man nur seine Augen aufmachen und sich die Ohren zuhalten, damit man die ganze Propaganda nicht mehr hört, und sich in Ruhe mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Es genügt, sich ehrlich zu fragen, was die Konsequenzen aus der jeweiligen Handlung sein werden und dann zeigen einem die Diagramme die Antwort ohne politische Verzerrung.

Durch die gesamte Geschichte hindurch zieht sich als roter Faden, dass jede Lösung für eine Krise den Grundstein für die nächste Krise gelegt hat. Und so etwas passiert genau dann, wenn man inkompetente Leute den Staat führen lässt.

Der Schlüssel zum Geldverdienen, damit man auch morgen noch eine Zukunft hat besteht darin, dass man sich von Dritten nichts vorschreiben lässt und dem Markt erlaubt, das Ergebnis zu bestimmen.

Martin Armstrong ist ein amerikanischer Finanzanalyst und gilt als die moderne Kassandra für Wirtschaftsprognosen. Mit seinem wirtschaftlichen Zuversichtsmodell schafft er es mit großer Zuverlässigkeit, selbst weit in der Zukunft liegende Ereignisse und Trends vorherzusagen. Ob Konjunkturzyklen, Markteinbrüche oder politische Krisen, Armstrong kennt bereits das Datum. Sein Geheimnis ist ein Computerprogramm namens Socrates, das er mit einer umfassenden Datenbank mit historischen Wirtschaftszahlen versehen hat und das ihm basierend auf Informationen aus der Vergangenheit ein Bild über die Zukunft vermittelt, da so Armstrong, „die menschliche Natur sich seit Jahrtausenden nicht verändert hat und sie daher immer wieder die selben Fehler machen“.

 Sein Ruf eilt ihm voraus und so berät er Kunden weltweit. Groß- und Zentralbanken gehören dazu, genauso dazu wie Autokonzerne und große Universitäten und seine Prognosen sind so genau, dass er aus fadenscheinigen Gründen sogar für fünf Jahre ins Gefängnis musste, weil er nicht bereit war, den US Behörden sein Geheimrezept zu verraten. Seine Geschichte wurde unter dem Titel „The Forecaster“ verfilmt.

 Auf seiner Internetseite veröffentlicht Armstrong täglich Artikel zum Tagesgeschehen und gibt seinen Lesern Hinweise darauf, was kommen wird. Das war ein aktueller Beitrag von ihm.