Elisabeth Sabaditsch-Wolff: Eine Rede für Donald Trump

Seit dem für viele überraschenden Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 finden regelmäßig mehr oder weniger friedliche Protestmärsche gegen den nunmehrigen Präsidenten statt. Aus diesem Grund fanden am vergangenen Samstag amerikaweit in vielen Städten Märsche oder Kundgebungen zur Unterstützung des Präsidenten statt.

Von Elisabeth Sabaditsch-Wolff

Viele dieser Märsche und Kundgebungen waren geprägt von Respekt und Unterstützung. Lediglich in einigen wenigen sehr liberalen Städten wie Berkeley in Kalifornien und Chicago marschierten die in Europa aktiven Antifaaktivisten auf und sorgten für gewalttätige Auseinandersetzungen. Interessant in diesem Zusammenhang, dass erstmals Antifamitglieder in Erscheinung treten, sind Antifaaktivitäten doch bis dato auf Europa beschränkt gewesen.

Aus diesem Grund waren mein dänischer Kollege und ich doch sehr überrascht, als sich zu Beginn der Kundgebung vor dem Kapitol in Denver in Colorado um die 50 schwarz bekleidete, vermummte, mit einer Antifa Flagge bewaffnete und obszöne Parolen grölende Kämpfer gegen den Hass trafen, um Richtung der mit 1000 Trump-Unterstützern gut besuchten Kundgebung zu marschieren. Antifa war bisher in den USA nicht in Erscheinung getreten.

Trotz des Aufmarsches dieser bekanntlich gewaltbereiten Schwarzhemden fühlten wir uns zu keiner Zeit in Gefahr. Dies war der zahlreich vertretenen Colorado State Patrol zu verdanken. Sie bildeten eine Barriere zwischen den bunt gekleideten Trump-Unterstützern und den Schwarzhemden. Erstere wurden ersucht, die Antifa nicht zu provozieren, was auch unterblieb.

Und so konnte die Kundgebung ohne Zwischenfälle stattfinden. Die friedlichen, freiheitsliebenden Unterstützer des Feiertages des gewählten Präsidenten konnten, ohne sich Gewalt aussetzen zu müssen, ihr Recht auf Meinungsfreiheit ausüben. Wie lange noch?

Hier meine Rede im Wortlaut:

Meine lieben amerikanischen Freunde,

es ist mir eine Freude und eine Ehre, heute zu Ihnen zu sprechen, auf dieser Veranstaltung zur Unterstützung Ihres Präsidenten.

Mein Name ist Elisabeth Sabaditsch-Wolff, und ich bin eine Österreicherin mit einer engen Beziehung zu den USA. Ich stehe in der stolzen Tradition und im Geiste der transatlantischen Freundschaft, um Ihnen mitzuteilen, dass viele Europäer zutiefst erleichtert sind über die Wiederbelebung der Demokratie, die in den USA stattfindet.

Denn wie schon so oft, seit Ihre große Nation geboren wurde, sehen wir uns gemeinsamen Herausforderungen und gemeinsamen Gegnern gegenüber. Von der Küste Tripolis über die Küsten der Normandie bis zur Berliner Mauer, Amerika ist uns beigestanden. Und wir sind dafür dankbar.

Neue Herausforderungen sind nie dieselben wie alte Herausforderungen, und die, denen wir uns jetzt gegenüber sehen, sind erheblich. Nicht nur, dass wir das duale Problem des islamischen Terrorismus und der Einführung der Sharia in unsere Gesellschaften lösen müssen, uns fallen auch unfähige Politiker zur Last, und eine Presse, die nicht in der Lage oder nicht Willens ist, unsere wahren Probleme ehrlich anzusprechen.

Die Wahl von Donald Trump ist eine öffentliche Rebellion gegen das unaufrichtige Establishment. Es ist ein neuer Höhepunkt des patriotischen Frühlings, eine neue Zeit, in der die Nationenbildung das ist, was man in der Heimat, für die Heimat, tut.

Ihr neu gewählter Präsident musste diese Schlacht nicht aufnehmen. Er hätte sich raushalten können. Aber anstatt dass er es sich bequem machte, hat er sich dafür entschieden, sich ins Getümmel zu stürzen, und für sein Land, für ehrliche, hart arbeitende Amerikaner, zu arbeiten, Amerika wieder groß zu machen. Die Größe wiederherzustellen, die Amerika zu einem leuchtenden Beispiel für freiheitsliebende Menschen überall, ob sie in freien Demokratien oder unter repressiven Regimes leben, gemacht hat.

Auch in Europa kommt ein patriotischer Frühling, der darum ringt, das Eis der political correctness zu brechen. Auch in Europa schlägt ihm heftige Gegenwehr von der etablierten Elite und den traditionellen Medien entgegen. Aber trotz der subtilen und auch nicht so subtilen Methoden der Eliten und der Medien, der freie Austausch von Informationen, und die Fähigkeit der Bürger, sich selbst zu informieren, beginnt, den Sumpf auszutrocknen. Ein Sumpf, der wieder fruchtbarer Boden für Freiheit und Wohlstand werden soll.

Ihr Präsident kann dies nicht alleine schaffen. Er braucht Ihre aktive Beteiligung und Unterstützung. Das bedeutet öffentliche Veranstaltungen wie diese; das bedeutet, die Weltanschauung und die Wahnvorstellungen des alten Establishments zu verlassen; das bedeutet, sich die Zeit zu nehmen, zu verstehen, was wirklich passiert; und es bedeutet, aktive Teilnehmer in der größten und großartigsten Demokratie der Welt zu sein.

Dies wird Amerika wieder groß machen. Und wir werden (Ihnen) dafür dankbar sein.

Danke, und möge Gott Amerika schützen!

Foto: E.S.W.