Jugendarbeitslosigkeit in Italien springt auf 39 Prozent

Die italienische Wirtschaft zeigt Zeichen einer ernsten Krise angesichts neuer Zahlen, nach denen die Arbeitslosigkeit am ansteigen ist. Von Siobhan McFadyen für www.Express.co.uk, übersetzt von Inselpresse

Beunruhigenderweise bereiten sich einige der größten Unternehmen Italiens auf Entlassungen vor, während das Land gleichzeitig von einer großen politischen Unsicherheit geplagt wird und die Finanzkrise sich weiter verschlimmert.

Die kommenden zwei Wochen werden zudem für den neuen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni sehr nervenaufreibend, da er die Folgen eines weiteren möglicherweise schädlichen Referendums erwarten muss.

Italiens Verfassungsgericht wird eine Entscheidung treffen über ein Referendum zur Arbeitsmarktpolitik, das von Italiens größter Gewerkschaft angestrengt wird.

Sollte es zum Referendum kommen, dann könnte dies in einer vorgezogenen Neuwahl enden, wobei das Land noch immer Matteo Rendis Rücktritt von letztem Monat verarbeiten muss.

Italiens Arbeitsmarktreform war ein Kernanliegen von Renzis Amtzeit, allerdings griffen die Gewerkschaften ein, um ihn davon abzuhalten, das Arbeitsmarktgesetz abzuschaffen, da sie befürchteten, es könnte Angestellte in präkere Verträge drücken.

Diese Woche nun kündigten die größten Unternehmen des Landes, darunter Banken und die Fluglinie, Arbeitsplatzstreichungen an, während das Land gleichzeitig mit einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit rechnen muss.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist auf 39 Prozent gestiegen, wobei nun 627.000 Menschen im Alter bis zu 25 in dem krisengeschüttelten Land arbeitslos sind.

Die Gesamtarbeitslosenquote stieg auf den höchsten Wert seit Juni 2015, wobei vielen Familien wegen der Massenentlassungen eine sehr unsicheren Zukunft bevorsteht…

http://1nselpresse.blogspot.de/2017/01/jugendarbeitslosigkeit-in-italien.html

Foto: Inselpresse