Aiman Mazyek jubelt: Scharia jetzt auch im Chlorwasser!

Foto: cabellmon/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Wir alle wissen, ein Burkini, der in den Schwimmbädern Deutschlands von moslemischen Mädchen und Frauen getragen wird, ist wie die Burka Ausdruck Frauen verachtender Islamisierung, Scharia von Kopf bis Fuß eben.

Und von daher dürfen wir uns nicht wundern, wenn der Islamstratege Aiman Mazyek jubelt, dass sich nun auch der Europäische Gerichtshof dem Islam unterwirft.

Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Der Vorsitzende des Zentralrates der Moslems, Aiman Mazyek, hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrecht zum gemischten Schwimmunterricht für junge muslimische Mädchen grundsätzlich begrüßt. In der der „Heilbronner Stimme“ (Mittwoch) sprach Mazyek von einem „angemessenen Kompromiss“. Er sieht Parallelen zur bisherigen Rechtsprechungen in Deutschland.

Das Zulassen von Ganzkörperanzügen – sogenannten Burkinis – ermögliche es Mädchen ab der Pubertät, islamische Bekleidungsgebote einzuhalten, sagte Mazyek weiter. „Ich rechne damit, dass es nur bei einer Minderheit der Moslems in Deutschland eine abweichende Meinung dazu gibt.“ Der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi bezeichnete das Urteil als „richtig“.

Die Pflicht zur Teilnahme könne verhindern, dass muslimische Mädchen von ihren Familien von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, sagte er der „Heilbronner Stimme“. Weder im Koran noch in den Überlieferungen Mohammeds gebe es einen klaren Hinweis darauf, der einen gemeinsamen Unterricht verbiete. Ourghi bezeichnete Kleidervorschriften und die strikte Trennung der Geschlechter als „historisches Produkt der männlichen Herrschaft“.

Theologisch lasse sich dies nicht begründen. Ein Elternpaar aus der Schweiz ist vor dem Menschenrechtsgerichtshof mit seiner Klage gegen die Teilnahmepflicht für seine Töchter am gemeinsamen Schwimmunterricht gescheitert. Die Richter in Straßburg sehen darin keinen Verstoß gegen die Religionsfreiheit.

Dieser so genannte Kompromiss, so wie er von Mazyek interpretiert wird, ist nichts anderes, als dass die Scharia immer sichbarer in unseren Alltag eindringt.

Besser klingt da schon eine Stellungnahme von Necla Kelek. Die dts-Nachrichtenagentur schreibt:

Die Publizistin und Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek lobt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, dem zufolge Schulen moslemische Mädchen zur Teilnahme am gemischten Schwimmunterricht verpflichten dürfen. „Das ist ein ganz, ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte Kelek der „Welt“. Die Entscheidung der Straßburger Richter sei nicht nur mit Blick auf die Integrations- und Sozialisationsleistung des gemeinsamen Unterrichts als wichtig einzuschätzen, sagte Kelek, die Mitglied im Vorstand der Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ ist, weiter.

„Das Angebot, schwimmen zu lernen, ist eine große Errungenschaft. Jedes Mädchen und jeder Junge muss das Recht haben, diese Chance wahrzunehmen.“ Die promovierte Soziologin schreibt und veröffentlicht zu Themen der Migrationssoziologe, dem Islam und Integration.

Sie ist davon überzeugt, dass es das Selbstbewusstsein, die Identität und die Fähigkeit zur Selbstbestimmung junger Mädchen immens stärkt, schwimmen zu lernen. „Wer das Element Wasser bewältigt hat, geht auch sonst nicht mehr unter“, sagte Kelek. Nach ihrer Lebenserfahrung komme es bei Mädchen, die schwimmen könnten, seltener zu Zwangsheiraten.

Das Straßburger Gericht hatte im Fall einer muslimischen Familie geurteilt, die in Basel ihre jungen Töchter vom gemischtgeschlechtlichen Schwimmunterricht abgemeldet hatte. Die Schulordnung sieht dort eine Befreiung erst ab der Pubertät oder wegen gesundheitlicher Gründe vor. Die Eltern mit türkischer und schweizerischer Staatsbürgerschaft verwiesen aber auf ihre religiöse Überzeugung, wonach auch Mädchen vor der Pubertät nicht gemeinsam mit Jungen schwimmen sollten.

Die Straßburger Richter begründeten ihr Urteil damit, dass die Schulpflicht und die Integration der Kinder höher zu bewerten seien als der religiös begründete Wunsch der Eltern nach einer Befreiung.

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