Strandattentat in Tunesien: Hintermann identifiziert!

Von Marilla Slominski

Das soll der Mann sein, der hinter dem blutigen islamischen Strandattentat im Juni 2015 in Tunesien steckt. Es soll sich bei ihm um den IS-Anhänger Chamseddine al-Sandi handeln. Al-Sandi soll den Mörder Seifeddine Rezgui ausgebildet und instruiert haben, der am Strand von Sousse 38 Urlauber kaltblütig erschoss.

Es wird vermutet, dass er sich in Libyen aufhält. Die Ermittler kamen ihm auf die Spur, als sie im Zusammenhang mit zwei anderen Terrorattacken Verdächtige verhörten, die ihn belasteten. Er soll auch hinter dem Attentat auf das Bardo Nationalmuseum in Tunis stecken, bei dem drei Monate zuvor 22 Menschen ermordet wurden.

In einer Dokumentation der BBC über das Strandmassaker werden auch schwere Vorwürfe gegen die tunesische Polizei erhoben.

So soll der Polizeichef sich aus Angst nicht an den Tatort getraut haben, berittene Polizisten, die in der Nähe waren, hätten ebenfalls nicht eingegriffen. Sie erklärten, sie hätten mit ihren Waffen nichts gegen den Täter mit der Kalaschnikow ausrichten können. Von den zwei Polizisten, die per Boot am Strand ankamen, hätte einer sein Polizeishirt ausgezogen, damit er nicht erkannt werden konnte, der andere sei aus Angst in Ohnmacht gefallen.

Als der Polizeichef mit Verstärkung ankam, sei er auch noch ins falsche Hotel gegangen, so die Vorwürfe der BBC.

Es habe zwar einen Haftbefehl gegen al-Sandi gegeben, aber bis heute sei seine Beteiligung am Massaker nicht klar gewesen. Einige der 23 Männer, die im Zusammenhang mit der Museumsattacke in Tunis inhaftiert wurden, wurden nur kurze zeit nach dem Islamattentat in Sousse gegen tunesische IS-Geiseln ausgetauscht worden, behauptet BBC in der Doku weiter.

Foto: Collage

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4104068/Pictured-Terrorist-mastermind-trained-killer-instructed-slaughter-38-people-including-30-Britons-Tunisian-beach.html#ixzz4VKBOwbc2